Bekenntnis zur konsequenten Nutzung des "Bauturbos" in Frankfurt am Main
Zusammenfassung
Der Antrag sieht vor, den "Bauturbo" konsequent zu nutzen, um Bauprozesse in Frankfurt am Main zu beschleunigen und notwendige Wohnraumprojekte schneller umzusetzen. Durch die Umsetzung des Antrags sollen Bürokratie abgebaut und neue Wohnformen gefördert werden, um dem bestehenden Wohnungsdefizit entgegenzuwirken.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
- Die Stadt Frankfurt am Main bekennt sich ausdrücklich dazu, den "Bauturbo" in allen rechtlich möglichen und praxistauglichen Anwendungsfällen anzuwenden und die vom Bund und Land eingeräumten Beschleunigungsinstrumente praktikabel umzusetzen und nicht durch lokale Auflagen oder Satzungen zu verwässern.
- Alle notwendigen organisatorischen, personellen und digitalen Voraussetzungen sind zu schaffen, um die Instrumente des Bauturbos in den zuständigen Ämtern (insbesondere Bauaufsicht, Stadtplanungsamt, Liegenschaftsamt) umzusetzen und zu verankern, einschließlich standardisierter Checklisten und priorisierter Flächenlisten für Pilotvorhaben.
- Es sind Halbjahresberichte vorzulegen, aus denen hervorgeht, wie viele Projekte mit Unterstützung des Bauturbos beschleunigt wurden, wie viele zusätzliche Wohnungen hierdurch realisiert werden konnten, welche Einsparungen bei Verfahrenszeiten erzielt wurden sowie welche Kommunalen Regelungen und Satzungen angepasst werden könnten, um die Ziele des Bauturbos für Frankfurt noch besser anzuwenden.
- Es ist sicherzustellen, dass kleinere, marktorientierte Wohnformen wie Mikroapartments, Serviced Apartments oder kompakte Wohnungen nicht pauschal ausgeschlossen werden, sondern anhand städtebaulicher Qualität und nachweislichem Beitrag zur Wohnraumversorgung bewertet werden; dies gilt insbesondere für Nachverdichtungen in im Zusammenhang bebauten Ortsteilen gemäß § 246e BauGB.
Begründung
Der Bauturbo ist ein entscheidendes Instrument, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und damit dringend benötigten Wohnraum rascher zu schaffen. Frankfurt steht vor einem gravierenden Wohnungsdefizit von mehreren zehntausend Einheiten; jede Möglichkeit zur Beschleunigung muss daher konsequent genutzt werden, wie von Experten gefordert. Die Stadt sollte die rechtlichen Spielräume voll ausschöpfen, um Nachverdichtung und Umnutzungen zu erleichtern und Bürokratie abzubauen. Zusätzliche lokale Auflagen oder Einschränkungen, die den Wohnungsbau behindern, würden den Zweck des Bauturbos konterkarieren. Ziel muss es sein, Verfahren zu vereinfachen, Standards dort zu überprüfen, wo sie den Bau neuer Wohnungen unverhältnismäßig verteuern, und den digitalen Fortschritt in der Bauverwaltung voranzutreiben, damit Frankfurt schneller, effizienter und innovativer baut - ohne die städtebauliche Qualität zu gefährden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. Januar 2026MM 28Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung - Grundsatzbeschluss zur Anwendung des „Bauturbos“ in Frankfurt am MainMagistratsvortrag
- 24. Februar 2026Sie sind hierNRNR 1550Bekenntnis zur konsequenten Nutzung des „Bauturbos“ in Frankfurt am MainSTVV-Antrag · FDP
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage M 28 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1543 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1550 wird abgelehnt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU (unter Hinweis auf NR 1543), AfD und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); Linke und FDP (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme); FDP (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 3. GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen FDP (= Annahme); CDU (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (M 28 = Ablehnung, NR 1543 = Annahme) Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (M 28, NR 1543 und NR 1550 = Ablehnung)
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1. Der Vorlage M 28 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1543 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1550 wird abgelehnt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU (unter Hinweis auf die Vorlage NR 1543), FDP, BFF-BIG, AfD und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, Linke, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen FDP und FRAKTION (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (M 28, NR 1543 und NR 1550 = Ablehnung) Stadtv. Bäppler-Wolf (M 28, NR 1543 und NR 1550 = Annahme)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage M 28 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1543 wird abgelehnt. 3. a) Die Vorlage NR 1550 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Dr. Dürbeck, Baier, Witsch und Papke sowie von Stadtrat Prof. Dr. Gwechenberger dienen zur Kenntnis.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU (unter Hinweis auf die Vorlage NR 1543), FDP, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) zu 3. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen FDP und FRAKTION (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)