Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Club Voltaire retten - Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Frankfurt

Vorlagentyp: NRLINKE
3 Sitzungen
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.

Zusammenfassung

Der Antrag fordert den Ankauf des Club Voltaire durch die Stadt Frankfurt, um dessen Erhalt zu sichern. Der Club steht vor der Schließung, da der Mietvertrag bald ausläuft und ein Verkauf droht. Die Stadt soll aktiv werden, um kulturelle und politische Räume für die Bürger zu bewahren.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Zu dieser Straße geht es weiter

Hochstraße — 14 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 01.10.2026.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Neues zu Hochstraße per E-Mail

Antrag

  1. Die Stadt Frankfurt nimmt unverzüglich Verhandlungen mit den Eigentümer*innen des Hauses Kleine Hochstraße 5 auf. Ziel der Gespräche ist der Erhalt des seit 1962 dort ansässigen Club Voltaires sowie dessen Ankauf durch die Stadt.
  2. Ein Abriss ist gemäß der Erhaltungssatzung M 81 aus dem Jahr 1988 ausgeschlossen. Eine Abrissgenehmigung wird nicht erteilt.

Begründung

Der Club Voltaire steht vor dem Aus. Ende 2026 läuft der Mietvertrag mit den Eigentümer*innen des Hauses in der Kleinen Hochstraße 5 aus und soll nicht verlängert werden. Es droht ein Verkauf an einen meistbietenden Investor, der die Miete angesichts der hervorragenden Innenstadtlage und den damit verbundenen hohen Renditeerwartungen derart in die Höhe treiben würde, dass ein Fortbestehen des Clubs unmöglich würde. Neben drastischen Mietsteigerungen sind auch der Abriss des intakten Gebäudes sowie ein hochpreisiger Neubau wahrscheinlich. Frankfurt würde durch einen Verkauf einen seiner wichtigsten politischen Räume für Profitzwecke verlieren. Das muss um jeden Preis verhindert werden.

Der Club Voltaire strahlt mit seinem vielfältigen politischen Programm weit über Frankfurt heraus. Seit fast 65 Jahren bietet er Raum für Debatten, Kunst, Kultur und Begegnung. Zudem ist er einer der wenigen bezahlbaren Orte in der Innenstadt, die nicht der Profitmaximierung dienen.

Der Club Voltaire ist dabei weit mehr als eine traditionsreiche Kneipe. Er ist ein Dreh- und Angelpunkt für kritisches Denken mit einer langjährigen Geschichte - und daher unverzichtbar. Im Club kommen verschiedenste Gruppierungen, Initiativen, Parteien und stadtpolitisch Aktive zusammen. Ein Raum der Begegnung und der politischen Streitkultur wie dieser ist in Frankfurt einmalig.

Nur durch den Ankauf durch einen verantwortungsvollen Akteur kann der Club erhalten werden. Da er aufgrund seiner gemeinwohlorientierten Ausrichtung nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um den Ankauf selbst zu stemmen, soll die Stadt Frankfurt das Haus erwerben und somit das Fortbestehen des Clubs dauerhaft sichern. Nur wenn die Liegenschaft aus der Verwertungslogik des profitorientierten Immobilienmarktes herausgenommen wird, kann eine soziale Nutzung langfristig ermöglicht werden.

Das 160 Jahre alte Haus hat den Zweiten Weltkrieg überlebt und ist intakt. Es fällt architektonisch besonders in einer Umgebung auf, die von teuren, gesichtslosen Neubauten geprägt ist, und muss daher erhalten bleiben. Die Erhaltungssatzung aus dem Jahr 1988 zielt darauf ab, "die Veränderung alteingesessener Betriebe durch Lebensmittel- und gastronomische Ketten, Boutiquen u.a.m. zu verhindern" (M 81 vom 18. März 1988, S. 1). Der Club Voltaire liegt im Gebiet der Erhaltungssatzung. Daher fällt er unter den Schutz der Erhaltungssatzung, die hier konsequent Anwendung finden muss. Ein Abriss des historischen Gebäudes darf seitens der Stadt nicht genehmigt werden, denn die Satzung beinhaltet, dass "ein beantragter Abbruch, Umbau oder die Änderung von baulichen Anlagen gegebenenfalls versagt werden [kann], um den städtebaulichen und stadtstrukturell typischen Charakter des Bereichs Freßgass zu erhalten" (Vgl. ebd., S. 2).

Die Stadt Frankfurt darf nicht länger tatenlos dabei zusehen, wie wertvolle Kulturorte aus Profitgründen für immer zerstört werden. Die Stadt muss endlich proaktiv Gespräche führen, das Haus in öffentliches Eigentum überführen und so den Bestand des Club Voltaire dauerhaft absichern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 19. Februar 2026 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 45 · 03.03.2026
TO I, TOP 12
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 1547 auf die Tagesordnung II der 47. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 1547 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GartenparteiStadtv. Yilmaz
Ablehnung:
Stadtv. Bäppler-Wolf
zu a)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeBFF-BIGAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDP
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeVolt
Ablehnung:
CDUFDPBFF-BIGAfDÖkoLinX-ELFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: a) GRÜNE, SPD, Linke, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und FDP (= Ablehnung der Dringlichkeit) b) GRÜNE, SPD, Linke und Volt gegen CDU, FDP, BFF-BIG und AfD (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 47 · 05.03.2026
TO II, TOP 51
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 1547 auf die Tagesordnung II der 47. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 1547 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeBFF-BIGAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDP
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeVolt
Ablehnung:
CDUFDPBFF-BIGAfDStadtv. Bäppler-WolfÖkoLinX-ELFFRAKTIONGartenparteiStadtv. Yilmaz
Abstimmung im Original

Abstimmung: a) GRÜNE, SPD, Linke, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und FDP (= Ablehnung der Dringlichkeit) b) GRÜNE, SPD, Linke und Volt gegen CDU, FDP, BFF-BIG, AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses sowie Personal
Sitzung 3 · 25.08.2026
TO I, TOP 5
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 1547 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeAfDVoltFDP
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt, FDP und ÖkoLinX-ELF-PARTEI

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung