Antisemitismus in Frankfurt effektiv bekämpfen: wirksame Maßnahmen jetzt ergreifen!
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die effektive Bekämpfung des Antisemitismus in Frankfurt durch verschiedene präventive Maßnahmen, Aufklärungsarbeit und die Durchsetzung von rechtlichen Konsequenzen. Ziel ist es, eine sichere und respektvolle Gemeinschaft für alle Bürger zu schaffen und antisemitische Tendenzen zu reduzieren.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
- Präventive Maßnahmen an neuralgischen Orten auszuweiten, sowohl durch häufigere Kontrollfahrten als auch bei anhaltender Gefährdung durch Kameraüberwachung. Dies gilt insbesondere für die Erinnerungsstätte Großmarkthalle, das Jüdische Museum sowie jüdische Einrichtungen in der gesamten Stadt, die einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind.
- Auflagen für Demonstrationen festzulegen, bei denen antisemitische Parolen zu erwarten sind, sowie eine sofortige Auflösung durch die Polizei, wenn entsprechende Auflagen missachtet werden, politisch zu unterstützen.
- Verstärkte Aufklärungsarbeit in Schulen zu leisten, zum Beispiel durch den verpflichtenden Besuch jüdischer Einrichtungen, Museen, Erinnerungsorte oder Mahnmale für Schulklassen mit entsprechendem Bildungsangebot. Lehrkräfte sollten sensibilisiert und unterstützt werden, antisemitische Beleidigungen in Klassenzimmern und auf Schulhöfen zu erkennen und mit geeigneten Mitteln zu ahnden.
- Aufklärungsarbeit zu den Erkennungsmerkmalen von Antisemitismus entlang der IHRA-Arbeitsdefinition Antisemitismus, die die Bundesregierung im Jahr 2017 anerkannt hat, zu leisten.
- Aufklärungsarbeit zu den Grauzonen und Schnittflächen zwischen "Israelkritik" und israelbezogenem Antisemitismus zu leisten.
- Sicherzustellen, dass antisemitische Beleidigungen im städtischen Bereich konsequent zur Anzeige gebracht und verfolgt werden.
Begründung
Antisemitismus stellt eine erhebliche Bedrohung für das gesellschaftliche Zusammenleben in Frankfurt dar und untergräbt die Grundwerte unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung. Seine Erscheinungsformen sind vielfältig und reichen von Alltagsdiskriminierung über Hetze bis hin zu Gewalt gegen Menschen und Einrichtungen. Um diesem Phänomen wirksam zu begegnen, reicht es nicht aus, auf Einzelfälle zu reagieren. Vielmehr müssen Bedrohungsszenarien für jüdische Mitbürger in ihrem alltäglichen Leben ausgeschlossen werden. Dafür muss eine Atmosphäre, die offen oder latent Antisemitismus zulässt oder sogar fördert, bekämpft werden.
Daher sind bestehende Präventions- und Schutzmaßnahmen zu überprüfen und weiterzuentwickeln sowie Aufklärungsarbeit in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen zu verstärken. Nur durch eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit allen Formen des Antisemitismus - ob rechts-, links-, islamistisch oder als Israelkritik getarnt - kann die Stadt Frankfurt ihrer Verantwortung gerecht werden und nachhaltige Maßnahmen zur Eindämmung antisemitischer Tendenzen ergreifen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Februar 2026Sie sind hierNRNR 1535Antisemitismus in Frankfurt effektiv bekämpfen: wirksame Maßnahmen jetzt ergreifen!STVV-Antrag · FDP
- 4. September 2026Antwort des Magistrats · nach 30 WochenBB 276Antisemitismus in Frankfurt effektiv bekämpfen: wirksame Maßnahmen jetzt ergreifen!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf6 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU und FDP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke und BFF-BIG (= Ablehnung) AfD, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Annahme bei Ablehnung Spiegelstriche 1. und 2.)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt (= Prüfung und Berichterstattung) CDU, FDP, AfD und FRAKTION (= Annahme) Linke und BFF-BIG (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF (= erster und zweiter Spiegelstrich Ablehnung, Rest der Vorlage Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme), BFF-BIG (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF (= erster und zweiter Spiegelstrich Ablehnung, Rest der Vorlage Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, Linke, Volt, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme), BFF-BIG (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF (1. und 2. Spiegelstrich = Ablehnung, Rest der Vorlage = Annahme)