Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Spitzengehälter bei städtischen Unternehmen deckeln

Vorlagentyp: NRLINKE
15 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine Gehaltsobergrenze für Führungskräfte in städtischen Unternehmen, die sich am öffentlichen Dienst orientiert, um ein Beispiel für Gerechtigkeit und Haushaltsbewusstsein zu setzen. Dies soll transparenter gemacht werden, indem die Gehälter jährlich veröffentlicht werden. Der angestrebte Effekt ist eine Verhältnismäßigkeit der Gehälter und eine stärkere Kontrolle der öffentlichen Mittel.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

E-Mail-Abo einrichten

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird beauftragt, in Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Frankfurt für die jeweiligen Geschäftsführungen per Beschluss in den zuständigen Gremien eine Gehaltsobergrenze per Lohngerechtigkeitsquote festzulegen. Diese Obergrenze soll sich am Gehalt von vergleichbaren Positionen im öffentlichen Dienst orientieren. Eine Deckelung auf maximal das 20-fache der niedrigsten Lohngruppe im Unternehmen wird als Richtwert vorgeschlagen.
  2. Die Gehälter der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführungen und Vorstände von Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Frankfurt werden künftig in einem jährlich erscheinenden Transparenzbericht oder als eigenständiger Teil im Beteiligungsbericht veröffentlicht. Die Veröffentlichung wird rechtssicher zur Verpflichtung gemacht und bedarf nicht länger der Zustimmung der jeweiligen Geschäftsführer*innen/Vorstände. Dieser Bericht soll für die Öffentlichkeit leicht zugänglich und einfach verständlich sein.
  3. Der Magistrat legt eine umfassende Übersicht über die Gehälter und Bonuszahlungen aller Führungskräfte auf Geschäftsführungsebene/Vorstandsebene in Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Frankfurt (inklusive Tochter- und Enkelgesellschaften) und den weiteren Beteiligungen der Stadt Frankfurt vor. Diese enthält die Gesamtbezüge, inklusive aller Nebenleistungen wie Dienstwagennutzung, zusätzliche Altersversorgung und Boni.

Begründung

Die Stadt Frankfurt am Main hält eine Vielzahl von Unternehmen und Beteiligungen, die eine entscheidende Rolle für die Daseinsvorsorge der Frankfurter Bürger*innen spielen. Dazu gehören unter anderem die Stadtwerke und die ABG Frankfurt Holding. Diese Unternehmen werden mit öffentlichen Mitteln finanziert und ihre Leistungen kommen der gesamten Stadtgesellschaft zugute. Eine Deckelung der Spitzengehälter in diesen Unternehmen ist ein Gebot der Gerechtigkeit und des Haushaltsbewusstseins. In einer Zeit, in der die städtischen Haushalte unter Druck stehen und Bürger*innen mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, sind exorbitant hohe Gehälter und Boni bei städtischen Unternehmen nicht zu rechtfertigen. Diese Gehälter stehen oft in keinem Verhältnis zur Gehaltsstruktur im öffentlichen Dienst, obwohl die Unternehmen letztlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Eine Orientierung am Gehalt der niedrigsten Lohngruppe ist ein nachvollziehbarer Ansatz, um der Verantwortung einer geschäftsführenden Tätigkeit für die Stadt Frankfurt gerecht zu werden und gleichzeitig eine klare Grenze zu setzten und unverhältnismäßige Vergütungen zu unterbinden. Aktuell ist die Gehaltsstruktur der Führungskräfte in vielen städtischen Unternehmen undurchsichtig. Im jährlich erscheinenden Beteiligungsbericht werden nur vereinzelt Gehälter von Geschäftsführer*innen, Vorständen oder Gesamtvergütungen von Aufsichtsräten veröffentlicht, wenn die Zustimmung dazu von Mitgliedern der Geschäftsführung vorliegt. Außerdem ist der Beteiligungsbericht mit seinen knapp 600 Seiten keine leicht zugängliche und gut verständliche Form, um die Bürger*innen über die Verwendung von Steuergeld zu informieren. Eine verpflichtende Offenlegung der Gehälter würde Klarheit schaffen und das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Mittelverwendung stärken. Ein gesonderter Transparenzbericht würde die Zugänglichkeit für die Bürger*innen deutlich verbessern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 2. Oktober 2025Sie sind hier
    NRNR 1380Spitzengehälter bei städtischen Unternehmen deckeln
    STVV-Antrag · Linke
  2. 12. Januar 2026Antwort des Magistrats · nach 15 WochenBB 17Spitzengehälter bei städtischen Unternehmen deckelnMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Sonderausschusses für Controlling und Revision
Sitzung 38 · 20.10.2025
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1380 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDPBFF-BIG
Sonstige:
AfD (Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, FDP und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung)

Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 39 · 21.10.2025
TO I, TOP 9
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1380 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDPAfDLinkeÖkoLinX-ELF
Sonstige:
BFF-BIG (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt und FRAKTION gegen CDU, FDP und AfD (= Ablehnung) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 42 · 04.11.2025
TO II, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1380 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDBFF-BIGVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDPAfDLinkeÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, BFF-BIG, Volt und FRAKTION gegen CDU, FDP und AfD (= Ablehnung) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen