Künftige Straßenbahnhaltestellen in der Gutleutstraße
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine Überprüfung und Neufestlegung der Haltestellenstandorte für die Straßenbahn in der Gutleutstraße. Dies ist notwendig, um den veränderten Bedürfnissen der Anwohner und der neuen Wohngebiete gerecht zu werden und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, im Rahmen der weiteren Planung einer Straßenbahnstrecke in der Gutleutstraße eine vollständige Überprüfung und Neufestlegung der Haltestellenstandorte vorzunehmen. Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt und in die Planung aufgenommen werden:
- Auflassung der Haltestelle Camberger Straße:
Die heutige Haltestelle wird mittlerweile nicht mehr genutzt. Durch die geänderte Bedienzeiten der Buslinie 64 (im Gegensatz zur früheren Linie 33) ist der Haltestellenstandort seit dem 15.12.2024 funktionslos. Auch war die Verbindung zur Main-Neckar-Brücke schon bisher durch die schlechte soziale Kontrolle sehr gering genutzt.
- Verlegung der Haltestelle Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum in Richtung Main-Neckar-Brücke:
Der aktuelle Standort ist nicht mehr angemessen. Durch das mittlerweile fast vollständig abgeschlossene Wohnbaugebiet Sommerhoffpark im Osten benötigen in Zukunft bis zu 1.000 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern eine gute ÖPNV-Anbindung. Auch muss endlich die Anbindung der beiden Schulen (eine für hörgeschädigte, eine für sehgeschädigte Kinder) verbessert und auch die Kita angemessen angebunden werden. Hier besteht ein dringender Bedarf, die Haltestelle näher an die Main-Neckar-Brücke und damit an das Quartier heranzuführen.
- Verlegung der Haltestelle Halmstraße zum Gutleuthofweg:
Die Haltestelle sollte weiter nach Osten verlegt werden, um eine deutlich bessere Erreichbarkeit der Werner-von-Siemens-Schule zu gewährleisten. Heute nutzen viele Schülerinnen und Schüler die Haltestelle Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum, was regelmäßig zu gefährlichen Querungen aufgrund des Laufweges und damit zur einer permanenten Unfallgefahr mit dem Rad- und Straßenverkehr führt. Es findet keine Entzerrung der Nutzer durch den längeren Weg von und zur Schule statt, sondern im Gegenteil führt dies immer wieder zu gefährlichen Situationen.
- Neupositionierung der Haltestelle Erntestraße in Höhe der Garbenstraße:
Aufgrund der veränderten Nutzung der umliegenden Gewerbeflächen hat der bisherige Standort stark an Bedeutung verloren. Eine Verlegung in Höhe der Garbenstraße würde die westliche Wurzelsiedlung besser an den ÖPNV anbinden und gleichzeitig den Interimsstandort sowie die Probebühne der Städtischen Bühnen zugänglicher machen.
Begründung
Die heutige Haltestellenlage entlang der westlichen Gutleutstraße bildet noch immer den Stand der gewerblichen Nutzung aus den 1980er Jahren und der Haltestellenanordnung von 1985 ab. Seitdem haben sich die funktionalen Einzugsgebiete grundlegend verändert:
- Neue Wohnquartiere, Bildungseinrichtungen und soziale Infrastrukturen sind entstanden.
- Die frühere Bedeutung einzelner Gewerbe-Standorte hat abgenommen.
- Bestehende Haltestellen, wie Camberger Straße und Erntestraße, erfüllen ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr. Die letzte Anpassung erfolgte im Mai 2004 mit der Errichtung der Haltestelle Camberger Straße zur Anbindung des Westhafenquartiers. Doch auch diese ist durch die heutige Bedienzeiten der Linie 64 überholt. Mit Blick auf eine zukunftsgerichtete, nutzerfreundliche und verkehrssichere Planung der Straßenbahnstrecke in der Gutleutstraße ist eine grundlegende Neuordnung der Haltestellen dringend erforderlich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. April 2025Sie sind hierNRNR 1233Künftige Straßenbahnhaltestellen in der GutleutstraßeSTVV-Antrag · Linke
- 5. September 2025Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 330Künftige Straßenbahnhaltestellen in der GutleutstraßeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, BFF-BIG, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU und BFF gegen SPD, FDP, Linke und Die Partei (= Zurückweisung) sowie ÖkoLinX-ARL (= Prüfung und Berichterstattung)