Prozesse im Planen und Bauen beschleunigen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, Prozesse im Bereich Planung und Bau zu beschleunigen, um die Umsetzung kommunaler Bauprojekte in Frankfurt zu verbessern. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Parallelisierung von Verfahren und zur Digitalisierung von Prozessen, was die Effizienz erhöhen und Wartezeiten verkürzen soll.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
- die im Bericht B 80 identifizierten und als zielführend bewerteten Maßnahmen zur Beschleunigung von Planungs- und Bauprozessen konsequent umzusetzen und, sofern erforderlich, die entsprechenden städtischen Regelwerke (insbesondere Bewirtschaftungsrichtlinie, Vergabeordnung, Revisionsordnung und Abgrenzungsrichtlinie) anzupassen;
- die Parallelisierung von Verfahrensschritten systematisch auszuweiten, insbesondere durch die Reduzierung bzw. Zusammenfassung von Freigabe- und Abstimmungsprozessen, der frühzeitigen Einbindung aller relevanten Ämter, Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen auf die fachlich zuständigen Ämter in Abstimmung mit den Dezernaten;
- Vergabeverfahren für Planungsleistungen auf die gesetzlichen Mindestanforderungen (GWB, VgV) zu fokussieren und städtische Zusatzanforderungen auf das notwendige Maß zu reduzieren, um die Dauer der Vergabeprozesse signifikant zu verkürzen;
- die Bündelung von Projekten (Programme, Serien, Pakete) auszuweiten und dabei flexible Anpassungsmöglichkeiten sowie angemessene Risikopuffer vorzusehen;
- die Digitalisierung der Planungs-, Abstimmungs- und Berichtsprozesse konsequent voranzutreiben, insbesondere durch die Einführung bzw. den Ausbau eines digitalen Berichtssystems sowie der Schaffung eines transparenten Online-Portals für den Status aller Bauprojekte;
- zu prüfen und umzusetzen, in welchen Bereichen Planungsleistungen verstärkt extern vergeben werden können, insbesondere bei der Aufstellung und Überarbeitung von Bebauungsplänen, größeren und komplexen Planungsverfahren, sowie weiteren geeigneten Planungsleistungen, sofern dies zu einer tatsächlichen Beschleunigung führt und wirtschaftlich darstellbar ist;
- transparent darzustellen, welche Ämter und Gremien im Rahmen der erwähnten Freigabeprozesse aktuell befragt werden und welche dieser Befragungen der Magistrat für entbehrlich hält. Ferner soll dargelegt werden, über welche Kompetenzen das zuständige Dezernat verfügt, um die bislang den Gremien gestellten Fragen eigenständig zu beantworten.
Begründung
Der Bericht B 80/26 zeigt deutlich auf, dass die Dauer der Planung und Umsetzung kommunaler Bauprojekte in Frankfurt am Main erheblich reduziert werden muss. Insbesondere lange Wartezeiten zwischen einzelnen Verfahrensschritten sowie komplexe Abstimmungs- und Freigabestrukturen führen regelmäßig zu Verzögerungen von mehreren Jahren.
Die Erfahrungen aus der Schulbauoffensive belegen, dass durch vereinfachte Verfahren, frühzeitige Sicherstellung der Finanzierung und parallele Prozessgestaltung Beschleunigungseffekte erreichbar sind. Diese Ansätze gilt es nun konsequent auf weitere Bereiche zu übertragen.
Darüber hinaus ist es notwendig, bestehende Kapazitätsengpässe zu beheben. Insbesondere bei Bebauungsplänen und großen Planungsverfahren sollte deshalb zunächst verstärkt auf die Kapazitäten externer Planungsbüros zurückgegriffen werden, um Verfahren zu beschleunigen und die Verwaltung zu entlasten.
Ziel muss es sein, Planungs- und Bauzeiten spürbar zu verkürzen, Investitionen schneller zu realisieren und dringend benötigte Infrastruktur zeitnah bereitzustellen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. Februar 2026BB 80Prozesse im Planen und Bauen optimieren: Beschleunigung der PlanungMagistratsbericht
- 2. Juni 2026Sie sind hierNRNR 11Prozesse im Planen und Bauen beschleunigenSTVV-Antrag · FDP
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF-PARTEI gegen AfD und FDP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Annahme) BSW (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF-PARTEI und BSW gegen AfD, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Annahme)