Tödliche Gefahr durch Schusswaffen eindämmen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Gefahren durch legalen Waffenbesitz zu reduzieren und fordert eine Überprüfung der waffenrechtlichen Erlaubnisse sowie eine engere Fassung des Waffenrechts. Dies soll dazu beitragen, schwere Gewaltverbrechen, insbesondere rassistisch motivierte Straftaten, zu verhindern.
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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgenAntrag
- Die für die Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen zuständigen Mitarbeiter*innen der Stadt Frankfurt werden einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterzogen.
- Alle in Frankfurt am Main registrierten Inhaber*innen von Waffenbesitzkarten werden zeitnah gemäß § 4 (3) WaffG auf ihre Zuverlässigkeit (§ 5), persönliche Eignung (§ 6) und Bedürfnis (§ 8) überprüft. Die Änderungen des Waffengesetzes vom 17.02., 20.02. und 01.09.2020 dienen zur Kenntnis.
- Die Priorität der Prüfung soll insbesondere bei Jäger*innen (§ 13), Sportschütz*innen (§ 16) und Erb*innen (§ 20) liegen.
- Die Praxis der Ausstellung von Bescheinigungen von Schießsportvereinen an ihre Mitglieder zum Kauf von Waffen und Munition gemäß § 14 WaffG wird einer eingehenden Prüfung unterzogen.
- Der Magistrat wird beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie die Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen, im Rahmen der bestehenden Gesetze, so eng wie möglich gefasst werden kann.
Begründung
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasste im Jahr 2015 30.004 Verstöße gegen das Waffengesetz, die sich bis 2018 auf 40.104 steigerten. Eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag vom vergangenen Jahr ergab, dass 750 Rechtsextremisten über Waffenbesitzkarten verfügten, ebenso 500 Reichsbürger. Ein wesentlicher Punkt in der Bekämpfung von Terror- und Mordanschlägen ist darum, die potentiellen Täter zu identifizieren, zu entwaffnen sowie allgemein nicht im Gebrauch befindliche Waffen zu vernichten. Zuständig für die Umsetzung der bestehenden Gesetze ist dabei das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. Mai 2020Sie sind hierNRNR 1185Tödliche Gefahr durch Schusswaffen eindämmenSTVV-Antrag · LINKE.
- 25. September 2020Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 519Tödliche Gefahr durch Schusswaffen eindämmenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE. und FRAKTION (= Annahme) zu 2. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, FDP und BFF (= Ablehnung) sowie LINKE. und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE., FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) zu 2. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, FDP und BFF (= Ablehnung) sowie LINKE., FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)