Maßnahmen für den Frankfurter Stadtwald
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Magistrat möge prüfen und berichten, welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Auswirkungen der zwei aufeinander folgenden heißen und trockenen Sommer, die laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sich in den kommenden Jahren voraussichtlich wiederholen werden, auf den Frankfurter Stadtwald zu verringern.
- Welche wirtschaftlichen Folgen haben die Trockenschäden der letzten zwei Jahre?
- Sind im Stadtwald Wiederaufforstungen und Neupflanzungen von Bäumen geplant?
- Wenn ja, welche Baumarten werden für Neuanpflanzungen vorgesehen, damit der Wald in Zukunft robuster auf Klimaänderungen reagiert?
- Welche Auswirkungen haben die Folgen des Klimawandels auf die zukünftige Bewirtschaftung des Stadtwaldes?
- Welche (finanzielle) Unterstützung von der Bundes- oder Landesregierung können in Anspruch genommen werden?
- Welche Möglichkeit sieht der Magistrat, in einer städtischen Baumschule heimische oder auch andere Sorten unter den hier gegebenen Umständen selbst anzuzüchten?
- Welche zusätzlichen Arbeiten fallen durch die Trockenschäden im Stadtwald an und wie hat sich die Größe der Waldflächen in Frankfurt seit 2012 verändert?
- Wann und wo sind Waldverluste aufgetreten?
- Wann und wo sind neue Waldflächen entstanden?
- Welche Flächen hält der Magistrat für eine Aufforstung für geeignet?
Begründung
Die Waldschäden heute sind gravierender als in den 1980er Jahren, als uns in Deutschland das Thema "Waldsterben" zum ersten Mal beschäftigte. Die Bäume müssen seit 2003 nicht nur mit der langen Trockenheit umgehen; sie waren zusätzlich extremer Hitze über 40 °C ausgesetzt. Insgesamt sind weniger als zehn Prozent des Waldes gesund. Die Förster*innen sind seit Frühjahr 2019 fast ausschließlich damit beschäftigt, gefährdende abgestorbene Bäume zu fällen. Besonders geschädigt sind auch Buchen und Fichten, also heimische Arten. In manchen Regionen wird langfristig das Konzept verfolgt, Bäume aus südlichen Regionen nachzupflanzen, die mit einem wärmeren und trockeneren Klima besser zurechtkommen. Es gibt im Frankfurter Stadtwald schon seit neun Jahren eine Versuchsfläche mit mediterranen Eichen, die gemeinsam mit der Uni Frankfurt betrieben wird. Eine ähnliche "Versuchsfläche" mit einheimischen Arten gibt es jedoch nicht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. April 2020Sie sind hierNRNR 1163Maßnahmen für den Frankfurter StadtwaldSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
- 27. November 2020Antwort des Magistrats · nach 33 WochenBB 626Maßnahmen für den Frankfurter StadtwaldMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION