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Kommunale Standards und Rahmenbedingungen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNE
105 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren4 SitzungenAngenommen

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Begründung

für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz suchen und nach Frankfurt am Main kommen, hat im letzten Jahr erheblich zugenommen und wird Prognosen zufolge weiter steigen. Diese Zuwanderung stellt hohe Anforderungen an die Stadt. Der Umgang mit Flüchtlingen muss über das (bundes-) gesetzlich geregelte Minimum hinaus human gestaltet werden, damit eine erfolgreiche Integration sichergestellt werden kann. Frankfurt stellt sich diesen Herausforderungen und leistet bereits jetzt mit zahlreichen Maßnahmen in vielen Bereichen sehr gute Arbeit bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Diese Aufgabe erfordert eine enge Kooperation aller Beteiligten. Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen: Der Magistrat wird gebeten, unter Federführung des Sozialdezernats eine dezernats- und ämterübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten, um fachlich geeignete Rahmenbedingungen für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen zu erarbeiten. Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Standards der Unterbringung mit Aussagen zur Dauer des Aufenthalts in Gemeinschaftsunterkünften unter besonderer Berücksichtigung der besonderen Anforderungen für allein reisende Minderjährige, die nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden sollen.
  2. Mindeststandards für die Größe, Ausstattung und Belegung von Wohnräumen unter Berücksichtigung.
    • a)der Personenzahl und des Familienstandes sowie
    • b)der Herkunft und individueller Lebenslagen (Religionszugehörigkeit, Schutzbedürftigkeit besonderer Gruppen wie Kinder, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, traumatisierte Flüchtlinge).
  3. Gestaltung von Gemeinschaftsräumen und gemeinschaftlich genutzten Räumen.
  4. Gewährleistung der Selbstversorgung.
  5. Grundsätze und Hilfestellung für die Teilhabe am öffentlichen Leben.
  6. Beratung und Hilfe in Fragen der gesundheitlichen Versorgung und der psychosozialen Betreuung (Traumatisierung).
  7. Beschulung von Kindern und Jugendlichen.
  8. Angebote und Unterstützung im Spracherwerb.
  9. Zugang zum Arbeitsmarkt, Qualifizierung, Anerkennung von Bildungsabschlüssen.
  10. Kooperation mit Dritten und Einbindung von ehrenamtlichen und nachbarschaftlichem Engagement.

Inhalt

Antrag vom 12.02.2015, NR 1136

Betreff: Kommunale Standards und Rahmenbedingungen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz suchen und nach Frankfurt am Main kommen, hat im letzten Jahr erheblich zugenommen und wird Prognosen zufolge weiter steigen. Diese Zuwanderung stellt hohe Anforderungen an die Stadt. Der Umgang mit Flüchtlingen muss über das (bundes-) gesetzlich geregelte Minimum hinaus human gestaltet werden, damit eine erfolgreiche Integration sichergestellt werden kann. Frankfurt stellt sich diesen Herausforderungen und leistet bereits jetzt mit zahlreichen Maßnahmen in vielen Bereichen sehr gute Arbeit bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Diese Aufgabe erfordert eine enge Kooperation aller Beteiligten. Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen: Der Magistrat wird gebeten, unter Federführung des Sozialdezernats eine dezernats- und ämterübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten, um fachlich geeignete Rahmenbedingungen für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen zu erarbeiten. Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Standards der Unterbringung mit Aussagen zur Dauer des Aufenthalts in Gemeinschaftsunterkünften unter besonderer Berücksichtigung der besonderen Anforderungen für allein reisende Minderjährige, die nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden sollen.
  2. Mindeststandards für die Größe, Ausstattung und Belegung von Wohnräumen unter Berücksichtigung.
    • a)der Personenzahl und des Familienstandes sowie
    • b)der Herkunft und individueller Lebenslagen (Religionszugehörigkeit, Schutzbedürftigkeit besonderer Gruppen wie Kinder, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, traumatisierte Flüchtlinge).
  3. Gestaltung von Gemeinschaftsräumen und gemeinschaftlich genutzten Räumen.
  4. Gewährleistung der Selbstversorgung.
  5. Grundsätze und Hilfestellung für die Teilhabe am öffentlichen Leben.
  6. Beratung und Hilfe in Fragen der gesundheitlichen Versorgung und der psychosozialen Betreuung (Traumatisierung).
  7. Beschulung von Kindern und Jugendlichen.
  8. Angebote und Unterstützung im Spracherwerb.
  9. Zugang zum Arbeitsmarkt, Qualifizierung, Anerkennung von Bildungsabschlüssen.
  10. Kooperation mit Dritten und Einbindung von ehrenamtlichen und nachbarschaftlichem Engagement.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 12. Februar 2015Sie sind hier
    NRNR 1136Kommunale Standards und Rahmenbedingungen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  2. 13. Februar 2017Antwort des Magistrats · nach 105 WochenBB 42Kommunale Standards und Rahmenbedingungen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt am MainMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 37 · 19.02.2015
TO I, TOP 24
Angenommen
Der Vorlage NR 1136 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
LinkeFDP
Sonstige:
Freie Wähler (Prüfung und Berichterstattung mit Kosten)Römer (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 1046) und FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 38 · 24.02.2015
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 1136 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDPiratenÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
LinkeFDPRömerFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 1046), FDP und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FREIE WÄHLER (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (= Annahme im Rahmen NR 1046) ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 39 · 26.02.2015
TO I, TOP 6
Angenommen
1. Die Vorlage NR 1046 wird abgelehnt. 2. a) Der Vorlage NR 1136 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Triantafillidou, Kliehm, Schubring, von Wangenheim, Busch, Schenk und Ditfurth sowie von Stadträtin Prof. Dr. Birkenfeld und Dr. Eskandari-Grünberg dienen zur Kenntnis. c) Die Wortmeldung des Stadtverordneten Hübner zur Geschäftsordnung dient zur Kenntnis. (Unterbrechung der Beratungen auf Antrag der FREIE WÄHLER-Fraktion zur Einberufung des Ältestenausschusses und anschließende Fraktionssitzungen von 20.57 Uhr bis 22.28 Uhr) d) Der Antrag der RÖMER, die Bezeichnung des Stadtverordneten Schenk als "völkischer Rassist" durch Stadtverordnete Ditfurth zu rügen, wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFreie Wähler
Ablehnung:
SPDFDPRömerLinkePiratenÖkoLinX-ARL
zu 2 / a)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
LinkePiratenFDPRömerFreie Wähler
zu 2 / d)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkePiraten
Ablehnung:
CDUFDPFreie WählerRömer
Enthaltung:
ÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FREIE WÄHLER gegen SPD, FDP und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung), LINKE. und Piraten (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ARL (= Annahme mit der Maßgabe, dass in Ziffer 1. a. die Unterbringung drei Monate statt ein Jahr dauert und in Ziffer 2. a. die Mindestgröße 10 m2 statt 9 m2 beträgt.) zu 2. zu a) CDU, GRÜNE, SPD und ÖkoLinX-ARL gegen LINKE. und Piraten (= Annahme im Rahmen NR 1046), FDP und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FREIE WÄHLER (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) zu d) GRÜNE, SPD, LINKE. und Piraten gegen CDU, FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)

KAV
Sitzung 26 · 09.03.2015
TO II, TOP 8
Angenommen
Der Vorlage NR 1136 wird zugestimmt. Beschlussausfertigung(en): § 5625,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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