Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens: Kompensationsmaßnahmen hier umsetzen, Ackerflächen schonen
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBegründung
Mainbogens: Kompensationsmaßnahmen hier umsetzen, Ackerflächen schonen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistratsvorlage M 226 vom 12.12.2014 "Flurbereinigung Fechenheimer Mainbogen" wird zugestimmt.
- Der Magistrat wird beauftragt, bei der Entwicklung des Fechenheimer Mainbogens zu einem naturnahen Landschaftsraum mit typischem Auencharakter folgendes umzusetzen:
- a)Kompensationsmaßnahmen im Frankfurter Stadtgebiet, die ansonsten Ackergelände beanspruchen würden, werden bevorzugt im Fechenheimer Mainbogens realisiert.
- b)Zur Pflege der städtischen Grundstücke im Fechenheimer Mainbogen sollen die Flächen entweder vorrangig an Landwirte verpachtet oder die Pflegemaßnahmen sollen vorrangig an Landwirte vergeben werden.
- c)Für das durch die Renaturierung entfallende Sportfeld (Hockeyplatz) am südwestlichen Ende der Starkenburger Straße ist in Absprache mit dem Sportverein im Plangebiet oder in der näheren Umgebung bei Bedarf ein Ersatz zu schaffen, der vor einer Beseitigung des bisherigen Sportplatzes fertigzustellen ist. Planungsrechtlich ist ein Ersatz-Sportfeld auf jeden Fall zu sichern und auszuweisen.
- Der Magistrat wird beauftragt, über die weiteren Renaturierungsschritte im Fechenheimer Mainbogen der Stadtverordnetenversammlung anlaßbezogen schriftlich zu berichten. Begründung: Die Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens bietet die große Chance, das Gelände zu einem naturnahen Landschaftsraum mit Auencharakter zu entwickeln. Damit verbunden sind vielfältige Vorteile für Mensch und Natur: Ergänzung von Ufergehölzen und Auwaldflächen; Hochwassersicherheit durch Altarme und Retentionsflächen; zusätzliche Wege bei weitgehendem Erhalt des Leinpfades. Die Bevölkerung wird hier künftig einen reizvollen Erholungsraum vorfinden, der die Lebensqualität und Attraktivität des Stadtteils Fechenheim weiter steigern wird. Im Zuge der Renaturierung werden allerdings auch 20 Hektar Ackerfläche aufgegeben. Da es sich um keine hochwertigen Nutzungen handelt und die Veränderungen auch mit dem dort tätigen Landwirt vereinbart sind, ist dieser Verlust hinnehmbar. Um an anderer Stelle im Frankfurter Stadtgebiet durch Kompensationsmaßnahmen bedrohte Ackerflächen und eine damit die Existenz der örtlichen Landwirtschaft zu sichern, sollten allerdings künftige Kompensationsmaßnahmen bevorzugt im Fechenheimer Mainbogen realisiert bzw. mit den dort vorgesehenen Naturverbesserungen verrechnet werden. Da andernorts im Stadtgebiet bereits beidseitig sehr gute Erfahrungen mit der Pflege von Naturflächen durch Landwirte gemacht wurden und damit gleichzeitig die landwirtschaftlichen Betriebe gefördert werden, sollte auch im Mainbogen die Pflege der Grünflächen durch Landwirte erfolgen.
Inhalt
Antrag vom 14.01.2015, NR 1108
Betreff: Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens: Kompensationsmaßnahmen hier umsetzen, Ackerflächen schonen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistratsvorlage M 226 vom 12.12.2014 "Flurbereinigung Fechenheimer Mainbogen" wird zugestimmt.
- Der Magistrat wird beauftragt, bei der Entwicklung des Fechenheimer Mainbogens zu einem naturnahen Landschaftsraum mit typischem Auencharakter folgendes umzusetzen:
- a)Kompensationsmaßnahmen im Frankfurter Stadtgebiet, die ansonsten Ackergelände beanspruchen würden, werden bevorzugt im Fechenheimer Mainbogens realisiert.
- b)Zur Pflege der städtischen Grundstücke im Fechenheimer Mainbogen sollen die Flächen entweder vorrangig an Landwirte verpachtet oder die Pflegemaßnahmen sollen vorrangig an Landwirte vergeben werden.
- c)Für das durch die Renaturierung entfallende Sportfeld (Hockeyplatz) am südwestlichen Ende der Starkenburger Straße ist in Absprache mit dem Sportverein im Plangebiet oder in der näheren Umgebung bei Bedarf ein Ersatz zu schaffen, der vor einer Beseitigung des bisherigen Sportplatzes fertigzustellen ist. Planungsrechtlich ist ein Ersatz-Sportfeld auf jeden Fall zu sichern und auszuweisen.
- Der Magistrat wird beauftragt, über die weiteren Renaturierungsschritte im Fechenheimer Mainbogen der Stadtverordnetenversammlung anlaßbezogen schriftlich zu berichten. Begründung: Die Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens bietet die große Chance, das Gelände zu einem naturnahen Landschaftsraum mit Auencharakter zu entwickeln. Damit verbunden sind vielfältige Vorteile für Mensch und Natur: Ergänzung von Ufergehölzen und Auwaldflächen; Hochwassersicherheit durch Altarme und Retentionsflächen; zusätzliche Wege bei weitgehendem Erhalt des Leinpfades. Die Bevölkerung wird hier künftig einen reizvollen Erholungsraum vorfinden, der die Lebensqualität und Attraktivität des Stadtteils Fechenheim weiter steigern wird. Im Zuge der Renaturierung werden allerdings auch 20 Hektar Ackerfläche aufgegeben. Da es sich um keine hochwertigen Nutzungen handelt und die Veränderungen auch mit dem dort tätigen Landwirt vereinbart sind, ist dieser Verlust hinnehmbar. Um an anderer Stelle im Frankfurter Stadtgebiet durch Kompensationsmaßnahmen bedrohte Ackerflächen und eine damit die Existenz der örtlichen Landwirtschaft zu sichern, sollten allerdings künftige Kompensationsmaßnahmen bevorzugt im Fechenheimer Mainbogen realisiert bzw. mit den dort vorgesehenen Naturverbesserungen verrechnet werden. Da andernorts im Stadtgebiet bereits beidseitig sehr gute Erfahrungen mit der Pflege von Naturflächen durch Landwirte gemacht wurden und damit gleichzeitig die landwirtschaftlichen Betriebe gefördert werden, sollte auch im Mainbogen die Pflege der Grünflächen durch Landwirte erfolgen.Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 12.12.2014, M 226
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Dezember 2014MM 226Flurbereinigung Fechenheimer MainbogenMagistratsvortrag
- 14. Januar 2015Sie sind hierNRNR 1108Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens: Kompensationsmaßnahmen hier umsetzen, Ackerflächen schonenSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 11. September 2015Antwort des Magistrats · nach 39 WochenBB 326Renaturierung des Fechenheimer Mainbogens: Kompensationsmaßnahmen hier umsetzen, Ackerflächen schonenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER gegen FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (M 226 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und LINKE. gegen SPD (= Annahme ohne Zusatz) zu 2. Ziffern 1., 2. b), 2. c) und 3.: CDU, GRÜNE und LINKE.; SPD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Ziffer 2. a): CDU und GRÜNE gegen LINKE. (= Ablehnung); SPD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, RÖMER und Piraten (M 226 = Annahme ohne Zusatz) FREIE WÄHLER (M 226 = Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und LINKE. gegen SPD, FDP und RÖMER (= Annahme ohne Zusatz) sowie FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) zu 2. Ziffern 1., 2. b), 2. c) und 3.: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER; FREIE WÄHLER (= Enthaltung) Ziffer 2. a): CDU, GRÜNE, SPD, FDP und RÖMER gegen LINKE. (= Ablehnung); FREIE WÄHLER (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (M 226 = Annahme im Rahmen NR 1108, NR 1108 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (M 226 = Annahme, NR 1108 = Ziffer 2. a) Ablehnung, Rest Annahme) NPD (M 226 = Ablehnung, NR 1108 = Enthaltung) REP (M 226 und NR 1108 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und LINKE. gegen SPD, FDP und RÖMER (= Annahme ohne Zusatz) sowie FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) zu 2. zu a) Ziffern 1., 2. b), 2. c) und 3.: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER; FREIE WÄHLER (= Enthaltung) Ziffer 2. a): CDU, GRÜNE, SPD, FDP und RÖMER gegen LINKE. (= Ablehnung); FREIE WÄHLER (= Enthaltung)