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Haus des Jugendrechts - Modellstandort in Frankfurt am Main-Höchst

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNE
12 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren7 SitzungenAngenommen

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Begründung

Frankfurt am Main-Höchst Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Der Magistrat wird gebeten, mit dem Land Hessen in Verhandlungen über die Einrichtung eines Hauses des Jugendrechts als Modellprojekt in Frankfurt am Main - Höchst unter Beteiligung der Stadt Frankfurt einzutreten und die Stadtverordnetenversammlung über das Verhandlungsergebnis mittels Vorlage des abzuschließenden Kooperationsvertrages zu unterrichten. Dabei sind auch die Kostenaufteilung, die Beteiligung der Partner an den Sozialprojekten und der Kauf bzw. Anmietung eines geeigneten Gebäudes zu klären
  2. Zur Umsetzung eines Hauses des Jugendrechts in Frankfurt am Main-Höchst wird der Magistrat gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ein maßgeschneidertes fachliches Konzept zu erstellen, das die Ergebnisse des Eckpunktepapiers der aus dem Hessischen Justizministerium, Trägern der Präventionsarbeit und weiteren beteiligten Einrichtungen gebildeten Arbeitsgruppe und die Erkenntnisse der im Oktober stattfindenden Anhörung des Hessischen Landtages berücksichtigt.
  3. Der Magistrat wird gebeten, das für Ende Oktober angekündigte Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe und das Umsetzungskonzept zeitnah der Stadtverordnetenversammlung als Entscheidungsgrundlagen zur Kenntnis zu geben. Begründung: In Stuttgart, Ludwigshafen, und Mainz sind mit großem Erfolg "Häuser des Jugendrechts" eingerichtet worden. Diese Einrichtungen konzentrieren Jugendgerichtshilfe, Polizei und Staatsanwaltschaft unter einem Dach, um damit, in enger Zusammenarbeit mit den Jugendgerichten, eine wirksamere Präventionsarbeit, eine Reduzierung der Jugendkriminalität und eine Abkürzung der Verfahrensdauer zu erreichen. Die räumliche Nähe und die parallele Bearbeitung von Fällen, sowie das direkte Kommunizieren unter anderem in Fallkonferenzen können eine neue Qualität der Zusammenarbeit schaffen, durch die langwierige Prozesse verkürzt und die Verfahrensdauer deutlich verringert wird. Dadurch wird eine rasche und konsequente Reaktion auf Verfehlungen junger Delinquentinnen und Delinquenten gewährleistet, die sich über Sanktionen hinaus auch auf Hilfsangebote und individuelle Betreuung erstreckt. Grundsätzlich bietet sich für Frankfurt die Chance, dass hier der erste Modellstandort in Hessen realisiert wird. Dabei ist es erfreulich, dass in einer Arbeitsgruppe schon intensive Beratungen zwischen den zu beteiligenden Einrichtungen, dem Justizministerium und den Trägern der Präventionsarbeit stattgefunden haben. Auch eine Reihe von Trägern der Jugendpräventionsarbeit haben in einer gemeinsamen Erklärung die Schaffung eines Modellprojekts "Haus des Jugendrechts" in Frankfurt gefordert und die geplante Anhörung des Rechtsauschusses im Landtag im Oktober wird weiteren Aufschluss geben sowie zusätzliche Erkenntnisse liefern. Wenn sich die angesprochenen Fragen zwischen Stadt und Land einvernehmlich klären lassen, sollte Frankfurt die Chance nutzen, Modellstandort für ein, besonders im Bereich der Präventionsarbeit konzeptionell durchdachtes, "Haus des Jugendrechts" zu werden.

Inhalt

Antrag vom 24.09.2008, NR 1097

Betreff: Haus des Jugendrechts - Modellstandort in Frankfurt am Main-Höchst Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Der Magistrat wird gebeten, mit dem Land Hessen in Verhandlungen über die Einrichtung eines Hauses des Jugendrechts als Modellprojekt in Frankfurt am Main - Höchst unter Beteiligung der Stadt Frankfurt einzutreten und die Stadtverordnetenversammlung über das Verhandlungsergebnis mittels Vorlage des abzuschließenden Kooperationsvertrages zu unterrichten. Dabei sind auch die Kostenaufteilung, die Beteiligung der Partner an den Sozialprojekten und der Kauf bzw. Anmietung eines geeigneten Gebäudes zu klären
  2. Zur Umsetzung eines Hauses des Jugendrechts in Frankfurt am Main-Höchst wird der Magistrat gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ein maßgeschneidertes fachliches Konzept zu erstellen, das die Ergebnisse des Eckpunktepapiers der aus dem Hessischen Justizministerium, Trägern der Präventionsarbeit und weiteren beteiligten Einrichtungen gebildeten Arbeitsgruppe und die Erkenntnisse der im Oktober stattfindenden Anhörung des Hessischen Landtages berücksichtigt.
  3. Der Magistrat wird gebeten, das für Ende Oktober angekündigte Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe und das Umsetzungskonzept zeitnah der Stadtverordnetenversammlung als Entscheidungsgrundlagen zur Kenntnis zu geben. Begründung: In Stuttgart, Ludwigshafen, und Mainz sind mit großem Erfolg "Häuser des Jugendrechts" eingerichtet worden. Diese Einrichtungen konzentrieren Jugendgerichtshilfe, Polizei und Staatsanwaltschaft unter einem Dach, um damit, in enger Zusammenarbeit mit den Jugendgerichten, eine wirksamere Präventionsarbeit, eine Reduzierung der Jugendkriminalität und eine Abkürzung der Verfahrensdauer zu erreichen. Die räumliche Nähe und die parallele Bearbeitung von Fällen, sowie das direkte Kommunizieren unter anderem in Fallkonferenzen können eine neue Qualität der Zusammenarbeit schaffen, durch die langwierige Prozesse verkürzt und die Verfahrensdauer deutlich verringert wird. Dadurch wird eine rasche und konsequente Reaktion auf Verfehlungen junger Delinquentinnen und Delinquenten gewährleistet, die sich über Sanktionen hinaus auch auf Hilfsangebote und individuelle Betreuung erstreckt. Grundsätzlich bietet sich für Frankfurt die Chance, dass hier der erste Modellstandort in Hessen realisiert wird. Dabei ist es erfreulich, dass in einer Arbeitsgruppe schon intensive Beratungen zwischen den zu beteiligenden Einrichtungen, dem Justizministerium und den Trägern der Präventionsarbeit stattgefunden haben. Auch eine Reihe von Trägern der Jugendpräventionsarbeit haben in einer gemeinsamen Erklärung die Schaffung eines Modellprojekts "Haus des Jugendrechts" in Frankfurt gefordert und die geplante Anhörung des Rechtsauschusses im Landtag im Oktober wird weiteren Aufschluss geben sowie zusätzliche Erkenntnisse liefern. Wenn sich die angesprochenen Fragen zwischen Stadt und Land einvernehmlich klären lassen, sollte Frankfurt die Chance nutzen, Modellstandort für ein, besonders im Bereich der Präventionsarbeit konzeptionell durchdachtes, "Haus des Jugendrechts" zu werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. September 2008Sie sind hier
    NRNR 1097Haus des Jugendrechts - Modellstandort in Frankfurt am Main-Höchst
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  2. 15. Dezember 2008Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 831Haus des Jugendrechts - Modellstandort in Frankfurt am Main-HöchstMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf7 Beratungen
Jugendhilfeausschusses
Sitzung 47 · 17.09.2007
TO I, TOP 4
Angenommen
Der Vorlage NR 1097 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

KAV
Sitzung 30 · 20.10.2008
TO II, TOP 15
Angenommen
Der Vorlage NR 1097 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 6
Sitzung 27 · 21.10.2008
TO I, TOP 26
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 1097 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 25 · 30.10.2008
TO I, TOP 8
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Soziales und Gesundheit die Beratung der Vorlage NR 1097 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 25 · 03.11.2008
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage NR 1097 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDPFAGBFFREP
Ablehnung:
SPDLinkeNPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP, FAG und BFF gegen SPD und LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Annahme) NPD (= Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 27 · 04.11.2008
TO I, TOP 44
Angenommen
Der Vorlage NR 1097 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGBFFREP
Ablehnung:
LinkeNPDÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und BFF gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Annahme) NPD und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 28 · 06.11.2008
TO I, TOP 9
Angenommen
Der Vorlage NR 1097 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGBFFREP
Ablehnung:
LinkeNPDÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, BFF und REP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie NPD und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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