Frankfurter Mobilitätsflatrate entwickeln
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Thema Verkehr und Straße verfolgenBegründung
entwickeln Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, zusammen mit traffiQ, VGF, RMV, Deutscher Bahn und weiteren Anbietern von Verkehrsleistungen ein Flatratemodell zur Nutzung aller Verkehrsmittel des Verbunds in Frankfurt zu erarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Statt jede Nutzung von Bus und Bahn, Leihfahrrad, e-Scooter, Carsharing, etc. einzeln abzurechnen, werden alle kooperierenden Mobilitätsangebote in einer App zusammengeführt, die die intermodale Nutzung der verschiedenen Verkehrsträger aufeinander abstimmt und vereinfacht. Um die beabsichtigte Lenkungswirkung weg vom Auto, hin zum Verbund zu erreichen, wird sichergestellt, dass die Nutzer*innen mit dem Kombipaket wesentlich günstiger fahren, als wenn sie die Angebote getrennt kaufen. Bestehende Kooperationen, wie z. B. für Studierende, werden dabei berücksichtigt. Begründung: Städtebauliche Enge, schlechte Luft, Lärmbelastung und Klimafaktoren machen ein Umdenken bei der Mobilität in Frankfurt erforderlich, weg motorisierten Individualverkehr. Eine Flatrate für alle Verkehrsmittel im Nahverkehr ist eine überzeugende Maßnahme, um Autofahrende zum Umstieg zu bewegen. Das Beispiel Helsinki zeigt, dass eine Flatrate für alle Verkehrsmittel das gewünschte Ziel erreicht. Für den Erfolg des dortigen Kombipakets ausschlaggebend ist - neben dem guten Preis - die Kombination aller Mobilitätsangebote in einer einzigen App. Dies ermöglicht eine ortsbezogene, aufeinander abgestimmte Verkehrsmittelnutzung in Echtzeit, die für die Nutzer*innen äußerst attraktiv ist. Auch in Deutschland gibt es Beispiele: Am
- November 2019 führten die Stadtwerke Augsburg eine Mobilitätsflatrate ein. Zuvor wurde durch Marktforschung herausgefunden, welchen Preis die Nutzer*innen zu bezahlen bereit sind. Innerhalb dieser Bandbreite wurde dann ein gestaffeltes Angebot entwickelt, das kostendeckend ausfinanziert ist, dabei aber für die Nutzer*innen unterhalb der Summe der Einzelleistungen bleibt. Dieses Vorgehen empfiehlt sich auch für Frankfurt.
Inhalt
Antrag vom 05.12.2019, NR 1050
Betreff: Frankfurter Mobilitätsflatrate entwickeln Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, zusammen mit traffiQ, VGF, RMV, Deutscher Bahn und weiteren Anbietern von Verkehrsleistungen ein Flatratemodell zur Nutzung aller Verkehrsmittel des Verbunds in Frankfurt zu erarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Statt jede Nutzung von Bus und Bahn, Leihfahrrad, e-Scooter, Carsharing, etc. einzeln abzurechnen, werden alle kooperierenden Mobilitätsangebote in einer App zusammengeführt, die die intermodale Nutzung der verschiedenen Verkehrsträger aufeinander abstimmt und vereinfacht. Um die beabsichtigte Lenkungswirkung weg vom Auto, hin zum Verbund zu erreichen, wird sichergestellt, dass die Nutzer*innen mit dem Kombipaket wesentlich günstiger fahren, als wenn sie die Angebote getrennt kaufen. Bestehende Kooperationen, wie z. B. für Studierende, werden dabei berücksichtigt.
Begründung: Städtebauliche Enge, schlechte Luft, Lärmbelastung und Klimafaktoren machen ein Umdenken bei der Mobilität in Frankfurt erforderlich, weg motorisierten Individualverkehr. Eine Flatrate für alle Verkehrsmittel im Nahverkehr ist eine überzeugende Maßnahme, um Autofahrende zum Umstieg zu bewegen. Das Beispiel Helsinki zeigt, dass eine Flatrate für alle Verkehrsmittel das gewünschte Ziel erreicht. Für den Erfolg des dortigen Kombipakets ausschlaggebend ist - neben dem guten Preis - die Kombination aller Mobilitätsangebote in einer einzigen App. Dies ermöglicht eine ortsbezogene, aufeinander abgestimmte Verkehrsmittelnutzung in Echtzeit, die für die Nutzer*innen äußerst attraktiv ist. Auch in Deutschland gibt es Beispiele: Am
- November 2019 führten die Stadtwerke Augsburg eine Mobilitätsflatrate ein. Zuvor wurde durch Marktforschung herausgefunden, welchen Preis die Nutzer*innen zu bezahlen bereit sind. Innerhalb dieser Bandbreite wurde dann ein gestaffeltes Angebot entwickelt, das kostendeckend ausfinanziert ist, dabei aber für die Nutzer*innen unterhalb der Summe der Einzelleistungen bleibt. Dieses Vorgehen empfiehlt sich auch für Frankfurt. Bericht des Magistrats vom 20.04.2020, B 184 Zuständige Ausschüsse: Verkehrsausschuss Versandpaket: 11.12.2019
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Dezember 2019Sie sind hierNRNR 1050Frankfurter Mobilitätsflatrate entwickelnSTVV-Antrag · LINKE.
- 20. April 2020Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 184Frankfurter Mobilitätsflatrate entwickelnMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD und FDP (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) sowie LINKE. und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, FDP und BFF (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) sowie LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme)