Stellungnahme der Stadt Frankfurt am Main zum Entwurf 2009 des Regionalplanes Südhessen/Entwurf 2009 des Regionalen Flächennutzungsplanes
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Vortrag des Magistrats vom 12.10.2009, M 201
Betreff:
Stellungnahme der Stadt Frankfurt am Main zum Entwurf 2009 des Regionalplanes Südhessen/Entwurf 2009 des Regionalen Flächennutzungsplanes
- Die Stellungnahme der Stadt Frankfurt am Main zum Entwurf 2009 des Regionalplanes Südhessen / Entwurf 2009 des Regionalen Flächennutzungsplanes wird zustimmend zur Kenntnis genommen.
- Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Stadt auf Änderungsanträge für kleinmaßstäbliche Differenzierungen, die ohnehin erst im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung sachgerecht geklärt werden können, in der Regel verzichtet hat, dass umgekehrt aber in wenigen Fällen kleinmaßstäbliche Änderungswünsche dargestellt sind, nämlich dann, wenn die Änderung auf eine (Wieder-)Herstellung größerer, bedeutsamer räumlich-funktionaler Zusammenhänge, wie sie der RegFNP auch regeln sollte, zielt.
- Der Magistrat wird beauftragt, im weiteren Verfahren zur Aufstellung des Regionalplanes Südhessen bzw. des Regionalen Flächennutzungsplanes die Interessen der Stadt Frankfurt am Main anhand der vorgelegten Stellungnahme zu vertreten.
Begründung:
A. Zielsetzung
Der Entwurf des Regionalplans Südhessen / Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) für das Gebiet des Ballungsraums Frankfurt/Rhein-Main liegt gem. § 10 Abs. 3a und 4 Hessisches Landesplanungsgesetz i. d. F. vom 12.12.2007 (GVBl I., S. 851 bzw. gem. § 3 (2) BauGB in der Zeit vom 01.September 2009 – 02. November 2009 aus.
Aus diesem Anlass gibt die Stadt Frankfurt am Main die in der Anlage beigefügte Stellungnahme ab.
Bereits anlässlich der ersten Offenlage hat das seinerzeitige Dezernat Planung und Wirtschaft für die Belange der Stadt Frankfurt am Main mit Datum vom 01.08.2007 eine umfassende Stellungnahme erarbeitet und dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main bzw. der Regionalversammlung zugeleitet. Mit dieser Stellungnahme, die neben grundsätzlichen Aspekten des Ballungsraumgesetzes und des RegFNP auch eine Bewertung von Flächenausweisungen auf dem Stadtgebiet und den Gebieten anderer Städte und Gemeinden vorgenommen hat, hat die Stadt Frankfurt am Main ihre Verantwortung als führendes Oberzentrum der Region wahrgenommen und einen wichtigen eigenen Beitrag zur Ausgestaltung des RegFNP als ein überörtliches, regional abgestimmtes Planungsinstrumentarium geleistet.
Die aus Sicht der Stadt Frankfurt a.M. große Bedeutung ihrer grundsätzlichen Aussagen in dieser Stellungnahme hat den Magistrat auch bewogen, noch im August 2007 eine Kurzfassung dieser zentralen Hinweise und Empfehlungen unter dem Titel "Regionaler Flächennutzungsplan: Leitbild versus Neuentwurf, Stellungnahme der Stadt Frankfurt am Main zum Vorentwurf des RegFNP 2007 (Auszug)" zu veröffentlichen. Stellungnahme und diese Kurzfassung haben erheblich dazu beigetragen, dass nach Abschluss der ersten Offenlage über Wochen hinweg ein fachöffentlicher Diskurs über die Ziele, Grundsätze und Inhalte des Planentwurfes im Verbandsgebiet geführt wurde. Dabei wurde immer wieder auch auf die Argumente der Stadt Frankfurt a.M. Bezug genommen.
Der vom Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main bzw. der Regionalversammlung nunmehr vorgelegte zweite Offenlage-Entwurf des RegFNP ist Resultat der jeweils in den Beschlussgremien beider Häuser beschlossenen Abwägungsergebnisse zu den Stellungnahmen aus der vorangegangenen (ersten) Offenlage des Entwurfes zum RegFNP 2007 und der weiteren Änderungen des Plans, die aus 2008 vom Planungsverband durchgeführten Gemeindekonsultationen resultieren.
Die Stadt Frankfurt a.M. kann sich angesichts der 2. Offenlage des RegFNP nicht lediglich auf eine Prüfung der aktuellen Offenlageunterlagen beschränken; sie muss auch den nach der
- Offenlage geführten Diskurs um ihre damaligen Argumente im Blick behalten.
Die Stadt konzentriert sich in dieser Stellungnahme deshalb auch darauf, aus einem Vergleich der beiden Offenlagefassungen 2007 und 2009 die formalen und inhaltlichen Veränderungen sowie gänzlich neu hinzugekommene Gesichtspunkte festzustellen und zu bewerten. Abgesehen von letzteren sich neu ergebenden Hinweisen, Bedenken und Anregungen der Stadt greifen daher immer wieder Teile der Stellungnahme auf Argumente der Stellungnahme von 2007 zurück. Soweit die damalige Argumentation der Stadt unverändert aufrechterhalten bleiben soll, wird sie im Rahmen dieser Stellungnahme durchwegs in Auszügen auf die wesentlichen Aspekte verkürzt zitiert.
Die Stellungnahme einschließlich aller Pläne und Karten ist als Anlage diesem Vortrag beigefügt.
B. Alternativen
Keine
C. Lösungen
Bereits im Kapitel Zielsetzungen mit abgehandelt.
D. Kosten
Keine
Hinweis:
Die irrtümlich in der Anlage 2 auf Seite 1 eingetragene Fläche Praunheim mit der Nr. 456 wurde ersatzlos gestrichen.
Anlage 1 (ca. 299 KB) Anlage 2 (ca. 60,1 MB)Nebenvorlage: Antrag vom 02.11.2009, NR 1605 Anregung vom 01.10.2009, OA 1000 Anregung vom 01.10.2009, OA 1001 Anregung vom 26.10.2009, OA 1004 Anregung vom 27.10.2009, OA 1011 Anregung vom 29.10.2009, OA 1015 Antrag vom 17.10.2009, OF 376/11 Antrag vom 25.10.2009, OF 526/16 Antrag vom 29.10.2009, OF 832/3 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Beratung im Ortsbeirat: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 Versandpaket: 14.10.2009
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. Oktober 2009 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 17 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf17 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, 3 GRÜNE, SPD, FDP und Freie Wähler gegen LINKE. (= Ablehnung); 1 GRÜNE (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung LINKE.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, Freie Wähler, REP, Jourdan und Wöhle gegen FARBECHTE (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, WBE, fwf und FDP gegen SPD und GRÜNE (= Annahme) zu 2. CDU, WBE, fwf und FDP gegen SPD und GRÜNE (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD und GRÜNE bei Enthaltung CDU, LINKE. und Freie Wähler
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und ÖkoLinX-ARL gegen CDU (= Abstimmung ohne Maßgabe) Beschluss: Anregung OA 1015 2009 1. Der Vorlage M 201 wird im Rahmen der Vorlage OA 1015 zugestimmt. 2. Die Vorlage OF 832/3 wird in der folgenden geänderten Fassung beschlossen: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, in seiner Stellungnahme zum Entwurf 2009 des Regionalplanes Südhessen/Entwurf 2009 des Regionalen Flächennutzungsplanes die Entfernung der Autobahn-"Spange" zwischen der A 66 und der A 661 zu fordern. Abstimmung: zu 1. 4 GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen 1 GRÜNE, CDU und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und ÖkoLinX-ARL gegen CDU (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: 3 SPD, GRÜNE, FAG und LINKE. gegen CDU und FDP (= Zustimmung); 1 SPD (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU und GRÜNE gegen SPD (= Annahme im Rahmen der Vorlagen OA 1000, OA 1001, OA 1004 und OA 1015), LINKE. und FAG (= Ablehnung) sowie FDP und Freie Wähler (= Annahme ohne Zusatz) zu 2. NR 1605, Ziffer 3., Nr. 509 "Osthafen": CDU, GRÜNE, FAG und Freie Wähler gegen SPD (= Prüfung und Berichterstattung) und LINKE. (= Ablehnung); FDP (= Enthaltung) Rest der Vorlage: CDU, SPD, GRÜNE, FAG und Freie Wähler gegen LINKE. (= Ablehnung); FDP (= Enthaltung) zu 3. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und Freie Wähler (= Annahme) zu 4. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und Freie Wähler (= Annahme) zu 5. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und Freie Wähler (= Annahme) zu 6. a) CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Annahme) sowie FAG und Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung) b) CDU und GRÜNE gegen SPD und LINKE. (= Ablehnung), FDP (= vereinfachtes Verfahren ohne Zusatz) sowie FAG und Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung) zu 7. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) sowie Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. gegen FDP und Freie Wähler (= Ablehnung)