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Vermehrter Einsatz von Bioerdgas in Frankfurt am Main

Vorlagentyp: K
20 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

Inhalt

Anregung der KAV vom 27.08.2013, K 43

Betreff: Vermehrter Einsatz von Bioerdgas in Frankfurt am Main Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 27. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 26.08.2013 wird die Stadtverordnetenversammlung gebeten, den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main aufzufordern, den Einsatz von Biogas zu verstärken und durch verschiedene Maßnahmen die Verwendung dieses umweltfreundlichen Rohstoffes zu unterstützen.

Begründung: Die KAV begrüßt die positiven Reaktionen des Magistrates auf Anfragen und Maßnahmenvorschläge für den Umweltschutz, die seitens der KAV vorgetragen werden. Viele KAV-Mitglieder bzw. KAV-Wähler fühlen sich wohl in Frankfurt am Main (unsere Stadt ist für ihre Umweltfreundlichkeit bundesweit bekannt) und freuen sich über die Tatsache, dass ihre umweltschonenden Vorschläge fair und fachlich behandelt werden. Die Stadt Frankfurt am Main und die MAINOVA AG haben bereits Erfahrungen mit der Erzeugung des umweltfreundlichen Bioerdgases. Die innovative Bioerdgas-Aufbereitungsanlage in Höchst ist ein Paradebeispiel dafür. In der Anlage wird das aus organischen Abfällen und Klärschlämmen erzeugte Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet und anschließend in das Versorgungsnetz eingespeist. Biogas kann Erdgas in jedem Mengenverhältnis beigemischt werden und ist ohne Einschränkungen und technische Bedenken in allen Erdgasfahrzeugen einsetzbar. Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien tragen immer mehr zur regionalen Wertschöpfung bei. Biogas besitzt gegenüber anderen regenerativen Energieträgern einen entscheidenden Vorteil, weil es speicherbar ist. Dieses Vorgehen trägt dazu bei, den ohnehin umweltfreundlichen Energieträger Erdgas zu schonen. Aber nach Meinung des Dr. Constantin Alsheimer (Vorstandsvorsitzender der Mainova) sind für den vermehrten Einsatz von Bioerdgas weitere Maßnahmen erforderlich. Folgende Einsatzmöglichkeiten in Frankfurt am Main können für den vermehrten Einsatz in Betracht gezogen werden: 1) Umstellung von FES-Müllfahrzeugen auf Gas. Es sind nicht nur wirtschaftliche Vorteile (immerhin sparen 1.000 Tonnen Erdgas etwa 1,25 Millionen Liter Diesel). Hiermit würde auch ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt geleistet. Bei Gasfahrzeugen gibt es praktisch keine Rußemissionen. Dies ist besonders wichtig, da die Müllfahrzeuge öfters im (umweltschädlichen) Leergang betrieben werden. Ein weiterer (für alle Frankfurterinnen und Frankfurter besonders wichtiger) Punkt ist zweifellos die geringe Lärmemission der gasbetriebenen Müllfahrzeuge (nur noch halb (!) so hoch wie bei Dieselfahrzeugen). Damit würden sehr laute Anfahrten entfallen. 2) Mainova-eigene Gastankstellen, an denen nicht nur die gasbetriebenen Müllfahrzeuge, sondern auch bereits vorhandene Dienstfahrzeuge aus dem städtischen Fuhrpark (Stadtpolizei, Ordnungsamt, Rathaus usw.) tanken. 3) Mehrere Mainova-eigene Gastankstellen, die von allen Frankfurterinnen und Frankfurtern benutzt werden können. Die Nutzung von Biogas hat neben den Kostenvorteilen auch noch einen weiteren Vorzug: Biogas wird in unserer Region von Mainova erzeugt. Somit bleibt die gesamte Wertschöpfung in Frankfurt und fließt nicht ins Ausland ab. Dazu bekommen alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, günstig und umweltfreundlich zu tanken. Durch diese Maßnahmen würde eine Win-Win-Situation entstehen: Ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt Vermehrter Einsatz und Produktion von Bioerdgas durch heimische Unternehmen Ein umweltfreundlicher und kostensparender "Made in Frankfurt"- Rohstoff Leise Müllwagen, die von vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern erwünscht sind Wirtschaftliche Vorteile für alle Beteiligten (v.a. durch die Spritkostenreduzierung bei der Stadt Frankfurt am Main) Bei der Umsetzung der Maßnahmen ist besonders darauf zu achten, dass das Biogas aus regionaler Produktion stammt und ohne den Einsatz von Nahrungsmitteln produziert wird. Vermehrter Einsatz und Produktion von Bioerdgas würden zweifellos die Erreichung des Ziels bei der CO2-Emissionenreduzierung und Umstellung auf eine vollständig regenerative Energieversorgung der Stadt Frankfurt am Main bis 2050 erleichtern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 27. August 2013Sie sind hier
    KK 43Vermehrter Einsatz von Bioerdgas in Frankfurt am Main
    KAV-Anregung
  2. 17. Januar 2014Antwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 63Vermehrter Einsatz von Bioerdgas in Frankfurt am MainStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

KAnregung der KAV

Ein Vorschlag der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV). Er wird in den zuständigen Ausschüssen behandelt und kann übernommen, abgelehnt oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen werden.

  1. 1KAV bringt Anregung ein
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3ggf. Prüfung durch den Magistrat

Frist: 3 Monate bei Überweisung

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 23 · 26.09.2013
TO I, TOP 27
Erledigt
nicht auf TO Die Vorlage K 43 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkePiratenFreie WählerRömer
Sonstige:
FDP (vereinfachtes Verfahren)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und Piraten (= Annahme) sowie FREIE WÄHLER und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= vereinfachtes Verfahren)

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