Aktionsplan gegen Rassismus in der Praxis: Spendenaufrufe
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Anregung der KAV vom 16.09.2020, K 207
Betreff: Aktionsplan gegen Rassismus in der Praxis: Spendenaufrufe Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 44. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 14.09.2020 wird die Stadtverordnetenversammlung gebeten, folgendes zu beschließen: Die Stadt Frankfurt am Main setzt sich dafür ein, dass die Spendenaufrufe der großen Spendenorganisationen per TV-Werbung, Zeitschriftenwerbung und im Internet grundsätzlich verändert werden sollen. Sie alle zeigen nahezu permanent und ausschließlich dunkelhäutige Kinder und tragen dadurch dazu bei, Rassismus zu erzeugen. Die Stadt Frankfurt am Main macht öffentlichkeitswirksam auf diesen Umstand aufmerksam und wendet sich mit Appellen an die großen Spendenorganisationen. Die Stadt Frankfurt am Main bemüht sich zudem, auch über den Städtetag und andere Gremien eine Beteiligung an dieser Aktion zu erzeugen.
Begründung: Seit Jahrzehnten zeigen alle großen Spendenorganisationen (z.B. Brot für die Welt, SOS Kinderdorf, Unicef, Welthungerhilfe, Der Plan) immer wieder und größtenteils sogar ausschließlich dunkelhäutige Kinder in ihren TV-Werbespots, in Werbeanzeigen in Zeitschriften, auf Plakaten und auf ihren Webseiten. Dadurch werden dunkelhäutige Kinder und dunkelhäutige Menschen permanent mit Armut, Bildungsferne, Hunger, Krankheit und Hilfsbedürftigkeit gleichgesetzt. Fast alle dunkelhäutigen Menschen in Deutschland erleben das immer wieder in ihrem Alltag. Dabei kommt dieser Rassismus unterschwellig und unbewusst. Den Akteuren ist meist gar nicht mehr bewusst, warum sie so denken und handeln und schon gar nicht, woher diese Einstellung kommt. Man kann hier schon der Entstehung von Rassismus entgegenwirken, wenn die permanente Beeinflussung aufhört.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. September 2020Sie sind hierKK 207Aktionsplan gegen Rassismus in der Praxis: SpendenaufrufeKAV-Anregung
- 18. Februar 2022Antwort des Magistrats · nach 74 WochenSTST 442Aktionsplan gegen Rassismus in der Praxis: SpendenaufrufeStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV). Er wird in den zuständigen Ausschüssen behandelt und kann übernommen, abgelehnt oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen werden.
- 1KAV bringt Anregung ein
- 2Ausschüsse beraten
- 3ggf. Prüfung durch den Magistrat
Frist: 3 Monate bei Überweisung
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. und FRANKFURTER (= Annahme) sowie BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung) FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)