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Wie in der FR vom 06.12.2017 zu lesen ist, wird es aus Sicht der Taxivereinigung nicht möglich sein, dass der geplante E

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Frage vom 07.12.2017, F 921 Wie in der FR vom 06.12.2017 zu lesen ist, wird es aus Sicht der Taxivereinigung nicht möglich sein, dass der geplante Einsatz von 50 Taxis mit Elektromotoren in die Realität umzusetzen sein wird. Grund hierfür ist, dass die Mainova kein Schnellladestationen-Netzwerk zur Verfügung stellen kann, welches eine Grundbedingung für den Einsatz der umweltschonenden Elektromotoren wäre. Daher frage ich den Magistrat: Die Stadt Frankfurt kann ihrer selbst zugeschriebenen "Vorreiterrolle" in Bezug auf ökologische Verkehrsmittel nicht gerecht werden, wenn die Infrastruktur komplett fehlt; welche Schritte beabsichtigt der Magistrat in diesem konkreten Fall, um dem entgegenzuwirken?

Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Herr Vorsteher, meine sehr verehrten Damen und Herren! Vielen Dank für die Möglichkeit, Ihnen zum wiederholten Male vorstellen zu dürfen, wie wir mit der Elektromobilität vorankommen. Sie haben eben die Gespräche mit den Taxidienstleistern angesprochen. Tatsächlich gab es da einen Rückschlag. Das passiert bei solchen Projekten. Wobei man sagen muss, wir sind schon ordentlich vorangekommen. Aber das heißt nicht, dass wir das Projekt aufgeben, auch wenn die Mainova uns einen Vorschlag gemacht hat, den wir jetzt nicht umsetzen wollen. Weil wir für die Umsetzung erhebliche Haushaltsmittel der Stadt Frankfurt am Main brauchen, sind wir gerade dabei, beim Land Hessen und aus anderen Töpfen Mittel zu akquirieren, um bei der Ausstattung von Taxis mit E-Motoren voranzukommen. Wir haben deshalb vor, in den nächsten Monaten erst einmal den verschiedenen Taxiunternehmen ein Fahrzeug sowie eine Ladeinfrastruktur anzubieten, bis wir dann bei der großen Lösung weitergekommen sind. Ich darf Ihnen aber noch mitteilen, dass wir in den letzten zwei Jahren ordentlich an Fahrt zugelegt haben. Die Wirtschaftsförderung hat einen Beitrag dafür geleistet, dass wir gerade für das Frankfurter Handwerk 200 elektromobile Fahrzeuge bekommen haben. Dazu haben wir Mittel in Höhe von 900.000 Euro vom Land akquiriert. Wir haben dafür gesorgt, dass jetzt die Ladeinfrastruktur mit insgesamt über 50 Ladestationen aufgebaut worden ist. Unser Ansinnen ist selbstverständlich, dass wir das Thema Elektromobilität weiter vorantrieben. Dazu ist es unerlässlich, dass wir helfen, den Beweis anzutreten, dass Elektromobilität alltagstauglich ist. Es gibt viele Menschen, die große Vorbehalte haben, weil sie nicht glauben, dass man im Alltag elektromobil unterwegs sein kann. Wir glauben, es kann funktionieren. Wir wissen aber, dass wir im Bereich der Infrastruktur noch einiges tun müssen. Deshalb sind wir gerade dabei, Drittquellen zu akquirieren, um die Elektromobilität auch wirtschaftlich in unserer Stadt so voranzubringen, dass die Stadtverordneten wissen, dass das Geld, was wir als Stadt investieren, gut investiert ist, weil noch weitere Mittel beigesteuert werden. In diesem Sinne sind wir auf einem guten Weg und lassen uns auch nicht verschrecken, wenn es an der einen oder anderen Stelle einen Rückschlag gibt. Das ist bei solchen Projekten leider auch einmal so, dass man das erleben muss. Wichtig ist immer wieder, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist.

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die erste Zusatzfrage kommt von Herrn Kliehm von der LINKE.-Fraktion. Bitte! Stadtverordneter Martin Kliehm, LINKE.: (Zusatzfrage) Herr Frank, Sie haben zwar jetzt gesagt, dass für Handwerker 200 E-Fahrzeuge bereitgestellt werden. Ich glaube aber nicht, dass die mit dem Taxi zur Arbeit fahren. Sie haben außerdem gesagt, dass es 50 Ladestationen in Frankfurt gäbe. Bei einer Fläche von 248 Quadratkilometern gibt es also ungefähr eine Ladestation auf fünf Quadratkilometern. Finden Sie das ausreichend? Was tun Sie, um den Ausbau zügig voranzubringen? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)

Herr Kliehm, ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass Sie verstehen, dass ich gerade nicht finde, dass es ausreichend ist, sonst würde ich mich nicht weiter anstrengen. Ich habe davon gesprochen, dass wir in den Verhandlungen einen Rückschlag einstecken mussten. Das passiert nun einmal auch bei solchen Projekten. Aber mittlerweile haben wir auch schon wieder andere Anbieter aufgetan, die schon an anderer Stelle tätig waren. Für Gateway Gardens haben wir es geschafft, einen privaten Dienstleister zu finden, der vier Schnellladestationen in der unmittelbaren Nähe dieser großen Taxischlange gebaut hat. Ich glaube, das ist doch ein ermutigender Tatbestand und führt dazu, dass wir selbstverständlich weiter an dem Thema dranbleiben. Aber vergleichen Sie einfach einmal Frankfurt am Main mit anderen großen Städten. Ich glaube, da sind wir ordentlich vorangekommen. Das soll aber nicht heißen, dass ich heute Abend sagen würde, es wäre bereits genug und wir könnten Feierabend machen. Wir werden uns weiter anstrengen, damit es noch mehr Menschen gibt, die elektromobil durch die Stadt fahren, ohne Emissionen zu verursachen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Thomas Schmitt

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Dezember 2017 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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