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Veranstaltungen, die im Jahr 2022 stattgefunden haben oder noch stattfinden werden: Wäldchestag, Dippemess, Opernplatzfe

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Zusammenfassung

Die Bahnhofsviertelnacht 2022 konnte aufgrund von programmatischen, organisatorischen und finanziellen Gründen nicht durchgeführt werden. Es wird angestrebt, die Veranstaltung in Zukunft mit mehr Partnern zu realisieren und die Aufmerksamkeit auf das Bahnhofsviertel zu erhöhen.

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Frage an den Magistrat

Veranstaltungen, die im Jahr 2022 stattgefunden haben oder noch stattfinden werden: Wäldchestag, Dippemess, Opernplatzfest, Berger Straßenfest, Grüne-Soße-Festival, Freßgassfest, Schweizer Straßenfest, Mainfest, Museumsuferfest, Christopher Street Day, Ironman, JP-Morgan-Lauf. Nach Auskunft der TCF sind diese Veranstaltungen mit einem hohen logistischen und personellen Aufwand verbunden, wie uns auch insbesondere im Hinblick auf die Bahnhofsviertelnacht mitgeteilt wurde. Zahlreiche Gastronom*innen und Initiativen hätten sich gerne zu diesem Anlass präsentiert.

Ich frage den Magistrat:

Wieso konnten andere Feste, aber nicht die Bahnhofsviertelnacht realisiert werden?

Antwort des Magistrats

Oberbürgermeister Peter Feldmann:

Ich darf aus der Stellungnahme der TCF zitieren: Die Entscheidung der Absage der Bahnhofsviertelnacht 2022 ist nicht leichtgefallen. Es wird klar festgestellt, dass man auch in Zukunft an der Bahnhofsviertelnacht festhalten will. Das Bahnhofsviertel ist ein wichtiger Stadtteil. Das Einfallstor zur Stadt hat in der Vergangenheit auch immer unter vielen Vorurteilen zu leiden gehabt und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Aufwertung auch in der Strategie, die Stadt Frankfurt insgesamt attraktiver zu machen. Der Stadtteil hat Aufmerksamkeit verdient. Die Entscheidung der Absage der Bahnhofsviertelnacht aus programmatischen, organisatorischen, logistischen und finanziellen Gründen war schwierig. Die Absage erfolgte durch den Veranstalter TCF und das Hauptamt und Stadtmarketing. Die Konzeption der Bahnhofsviertelnacht, Indoor-Veranstaltungen mit circa 50 Einrichtungen, Ateliers, Gewerbebetriebe, sonstige Institutionen, war traditionell darauf ausgerichtet, Einblicke der Öffentlichkeit in ihre Räume zu gewähren, mit dem Ziel, die Vielfalt des Viertels in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Diese Konzeption ist nicht umsetzbar gewesen. Die Vielzahl der Programmpunkte erfordern lange und aufwendige Vorbereitungen, Zusammenarbeit mit diesen Partnern. Die Abfrage der TCF und des Hauptamtes und Stadtmarketings zur Erarbeitung des Programmkonzeptes hat ergeben, dass nicht wie üblich über 50 Institutionen, sondern nur fünf Institutionen, sich angemeldet haben. Das Konzept und Ziel, die Pluralität des Bahnhofsviertels herauszustellen, hätte keinesfalls erreicht werden können. Die Bahnhofsviertelnacht, auch im öffentlichen Raum, erfordert Planung und Organisation durch die TCF und zusätzlich aufwendige logistische, infrastrukturelle, personelle und vor allem sicherheitsrelevante Leistungen. Auch der Zusatzaufwand der SGE-Feier muss entsprechend betrachtet werden, wo die Ressourcen der TCF zum Teil auch sehr stark angespannt sind. Deshalb wäre aus Sicht der TCF, die Bahnhofsviertelnacht mit diesen fünf Partnern entsprechend durchzuführen, schwer darstellbar gewesen. Die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Leistungen im Veranstaltungssektor machen sich mit erhöhten Kosten entsprechend bemerkbar. Die Mittel sind im Augenblick nur schwer verfügbar, insbesondere dadurch, dass es sinnvoll war, die entsprechenden Feiern auch abzusichern. Die Bahnhofsviertelnacht wird aus dem Tourismusbeitrag finanziert, der über erheblich geringere Einnahmen in 2022 aufgrund weniger Privatübernachtungen, die infolge der Coronakrise stattfanden, verfügt, was leider auch nicht änderbar war. Die Bahnhofsviertelnacht ist das einzige Fest ohne eine feste Gegenfinanzierung und konnte deshalb nicht durchgeführt werden. Die von Ihnen aufgeführten städtischen Feste werden durch die Einnahmen und Haushaltsmittel der TCF finanziert. Die Bahnhofsviertelnacht hat keine Querfinanzierung. Zu den Festen privater Veranstalter kann keine Aussage getätigt werden. Die Bahnhofsviertelnacht muss deshalb dauerhaft gefördert werden. Ein entsprechendes Fest ist wichtig, um die Aufmerksamkeit auf das Viertel, auch an den restlichen 364 Tagen, entsprechend sicherzustellen. Ich habe trotzdem persönlich am 30.06. den Kaisermarkt besucht und mit den Akteuren gesprochen. Die Gemengelage hat sich als komplex dargestellt. Einerseits wirklich als eine Chance, da es das Tor zum Stadthandel ist, andererseits existieren Herausforderungen mit den höheren Lebenshaltungskosten, mit deren Ausmaß wir in den Kalkulationen der TCF nicht gerechnet haben. Die Förderung eines solchen Stadtteils muss deshalb ganzheitlich erfolgen. Die Bahnhofsviertelnacht ist tatsächlich nur eine Teilmaßnahme. Die Feier allein kann nicht aufwerten. Mein Appell deshalb an alle anderen Zuständigen, dass wir die Herausforderungen weiter annehmen und eng zusammenarbeiten. Trotzdem ist vorgesehen, dass die Stadt an der Bahnhofsviertelnacht festhält. Der Magistrat und das Parlament kann es natürlich unterstützen und die Mittel dauerhaft im Haushalt festschreiben. Das Citymarketing und die TCF ist aktuell mit den Akteuren im Gespräch, den Gewerbevereinen, den Gastronomen, der Werkstadt Bahnhofsviertelnacht dies entsprechend dauerhaft abzusichern. Wir wollen die Bahnhofsviertelnacht mit den Akteuren vor Ort so entwickeln, dass auch die Bahnhofsviertelnacht künftig wieder mit mehr als fünf Partnern durchgeführt werden kann. Aber ich glaube, das ist in der jetzigen Situation noch ein gewisser Weg.

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Eine Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Nico Wehnemann von der FRAKTION. Bitte schön!

Stadtverordneter Nico Wehnemann, FRAKTION:

(Zusatzfrage)

Ich arbeite auch für eine gemeinnützige Organisation, die Sie angeschrieben haben, oder die TCF angeschrieben hat, ob wir daran teilnehmen möchten. Wir hätten fast zugesagt, dann war die Absage schon da. Wir haben die E-Mail zur Einladung Anfang Mai bekommen und Mitte Juni erfolgte die Absage. Das ist schon ein bisschen kurzfristig, wenn Sie sagen, es liegt daran, dass man keine Planungssicherheit hatte. Können Sie bitte dafür sorgen, dass Sie im nächsten Jahr vielleicht schon im ersten Quartal die Initiativen ansprechen?

(Zurufe)

Oberbürgermeister Peter Feldmann:

(fortfahrend)

Ich glaube, das ist die richtige Maßnahme, und wird sicherzustellen sein durch das Amt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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