In der Presse wurde berichtet, dass es aktuell in vielen Städten aufgrund der hohen Preissteigerungen und infolge von Li
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Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf Baustellenverzögerungen in Frankfurt, die durch hohe Preissteigerungen und Lieferengpässe verursacht werden. Es wird erfragt, welche Verzögerungen aktuell bestehen und inwiefern die Stadt für Folgekosten haftet.
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Hausener Weg — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 15.09.2026.
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Neues zu Hausener Weg per E-MailFrage an den Magistrat
In der Presse wurde berichtet, dass es aktuell in vielen Städten aufgrund der hohen Preissteigerungen und infolge von Lieferengpässen zu Baustellenverzögerungen kommt.
Ich frage den Magistrat:
Welche Baustellenverzögerungen sind aus diesen Gründen aktuell in Frankfurt zu verzeichnen, und wo haftet die Stadt für entsprechende Folgekosten?
Antwort des Magistrats
Statistische Auswertungen für die Gründe von Baustellenverzögerungen werden weder von den Statistikämtern noch von der Bauaufsicht vorgenommen. Die Bauaufsicht geht aber davon aus, dass eine Korrelation zwischen hohen Baukosten, Material- und Kapazitätsengpässen einerseits und Baustellenverzögerungen, verspätetem Baubeginn und Bauüberhängen andererseits besteht.
Bei mehreren Projekten wurden dem Magistrat Lieferschwierigkeiten und Kostensteigerungen gemeldet, die zu Verzögerungen beitragen.
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs haben beispielsweise Baufirmen, die Aufträge für das Amt für Straßenbau und Erschließung, ASE, ausführen, darauf hingewiesen, dass sich vorgehaltene Materialien dem Ende neigen und es zukünftig zu Engpässen kommen kann. Zudem wurde auch pauschal auf Preissteigerungen und Lieferengpässe hingewiesen. Aktuell liegt dem ASE eine Mitteilung vor, dass ein Unternehmen die Preise für Aluminium und Stahl vorrübergehend anpassen wird.
Ein Recht auf Preisanpassung in laufenden Verträgen besteht nach gängiger Rechtsprechung nur, wenn ein Festhalten an der getroffenen Preisvereinbarung nicht mehr zumutbar wäre, die Begründungsanforderungen hierzu sind hoch.
Neue Bauverträge werden seit dem Ukraine-Krieg mit Preisgleitklauseln für Baustoffe ausgeschrieben, die von krisenbedingten Preissteigerungen wesentlich betroffen sind. Inwieweit sich die Situation auf die Fertigstellungstermine auswirkt, hängt vom Einzelfall ab.
Bei der Instandsetzung der Ratswegbrücke kam es beispielsweise zu einer zweiwöchigen Lieferverzögerung beim Mörtel für die Kappensanierung. Laut der ausführenden Firma kann der Zeitverlust im Bauablauf kompensiert werden. Bei der Brücke über die Nidda im Hausener Weg verzögerte sich die Betonstahllieferung für die Bohrpfähle um vier Wochen, gleichzeitig war nachfragebedingt das Bedienpersonal für das Bohrgerät nicht verfügbar, sodass die effektive Verzögerung zwei Wochen beträgt.
Bei beiden Baumaßnahmen besteht hinsichtlich des Fertigstellungstermins keine Rechtspflicht gegenüber Dritten, sodass hieraus keine Haftungsansprüche gegenüber der Stadt resultieren
Ob berechtigte Forderungen gegenüber der Stadt vorliegen, wird im Einzelfall unter Einbindung des Rechtsamtes geprüft.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 2. Juni 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.