Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Bekämpfung der Kinderarmut - Schulmittelfonds einrichten
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBegründung
Niedrigeinkommen oder Harz-IV Bezug schränken die gesellschaftliche Teilhabe in Relation zum Rest der Bevölkerung ein. Für den Bereich der Kinderarmut ist es wichtig, von einer strukturellen Armutsdefinition auszugehen, um der Vielfältigkeit der Lebenssituation von Kindern gerecht zu werden. Für Kinder stellt es eine enorme Einschränkung ihrer Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten dar, wenn: - die für ein einfaches tägliches Leben erforderlichen Mittel unterschritten werden, - es an unterstützenden Netzwerken für ihre Integration fehlt, - Bildungsmöglichkeiten fehlen, - sie in ihrem Umfeld gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgesetzt sind, - sie in der Familie vernachlässigt werden, - Mittel für Anschaffungen von Schulmaterialien fehlen. All diesen Umständen muss entgegengewirkt werden. Kommunalpolitische Maßnahmen zum Abbau oder zur Verhinderung von Kinderarmut müssen zielgerichtet angelegt sein aber auch die Verbesserung der Lebenssituation aller Kinder im Auge behalten. Die Lehrer und Lehrerinnen kennen die Situation vor Ort und könnten mit einem Schulmittelfonds schnell helfen. Der kostenlose Besuch eines Museums oder einer Musikveranstaltung würde es Schulen erleichtern, entsprechende Veranstaltungen zu planen und durchzuführen, ohne auf die finanziellen Möglichkeiten der Eltern Rücksicht nehmen zu müssen.
Inhalt
Etatantrag vom 24.01.2008, E 76
Betreff: Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Bekämpfung der Kinderarmut - Schulmittelfonds einrichten Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 23.05.2008 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Das Stadtschulamt richtet einen Schulmittelfonds ein. Aus diesem Fonds erhalten Schulen auf Antrag Zuschüsse für Arbeitsmaterialien wie Hefte, Stifte, Zirkel usw. oder für besondere Unternehmungen auch besonders kultureller Art, die sich Eltern mit geringem Einkommen nicht leisten können. Dazu werden Mittel in Höhe von 900.000 € nach einem vom Stadtschulamt zu erstellenden Verteilerschlüssel, abhängig von der Zahl bedürftiger Schülerinnen und Schüler, zur Verfügung gestellt.
Begründung: Niedrigeinkommen oder Harz-IV Bezug schränken die gesellschaftliche Teilhabe in Relation zum Rest der Bevölkerung ein. Für den Bereich der Kinderarmut ist es wichtig, von einer strukturellen Armutsdefinition auszugehen, um der Vielfältigkeit der Lebenssituation von Kindern gerecht zu werden. Für Kinder stellt es eine enorme Einschränkung ihrer Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten dar, wenn: - die für ein einfaches tägliches Leben erforderlichen Mittel unterschritten werden, - es an unterstützenden Netzwerken für ihre Integration fehlt, - Bildungsmöglichkeiten fehlen, - sie in ihrem Umfeld gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgesetzt sind, - sie in der Familie vernachlässigt werden, - Mittel für Anschaffungen von Schulmaterialien fehlen. All diesen Umständen muss entgegengewirkt werden. Kommunalpolitische Maßnahmen zum Abbau oder zur Verhinderung von Kinderarmut müssen zielgerichtet angelegt sein aber auch die Verbesserung der Lebenssituation aller Kinder im Auge behalten. Die Lehrer und Lehrerinnen kennen die Situation vor Ort und könnten mit einem Schulmittelfonds schnell helfen. Der kostenlose Besuch eines Museums oder einer Musikveranstaltung würde es Schulen erleichtern, entsprechende Veranstaltungen zu planen und durchzuführen, ohne auf die finanziellen Möglichkeiten der Eltern Rücksicht nehmen zu müssen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Januar 2008Sie sind hierEE 76Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Bekämpfung der Kinderarmut - Schulmittelfonds einrichtenEtatantrag · SPD
- 21. Juli 2008Antwort des Magistrats · nach 26 WochenBB 440- Schlechter Schulstart für immer mehr Kinder in Frankfurt - Einrichtung eines Schulmaterialfonds - Übernahme der Kosten für die Unterrichtsmaterialien in den öffentlichen Schulen im Nordend - Bekämpfung der Kinderarmut - Schulmittelfonds einrichten - SchMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben
Ausgaben 2025: 420 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) sowie FDP und BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Ablehnung) NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) Aktenzeichen: 40 1