Produktbereich: 22 und 16 Umwelt und Nahverkehr Austausch von Gasleuchten beschleunigen
Zusammenfassung
Der Antrag sieht vor, die Mittel für den Austausch von Gaslaternen in Frankfurt am Main im Jahr 2022 auf 6 Millionen Euro zu erhöhen. Dies soll dazu beitragen, die Stadt bis 2035 klimaneutral zu machen und die Sicherheit sowie das Wohlbefinden von Menschen und Insekten zu fördern.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Im ersten Schritt sollen 2022 die Mittel für den Austausch von Gaslaternen mehr als verdoppelt werden, auf 6 Mio. €.
Hierzu sollen 2,5 Mio. € aus bereits vorhandenen Mittel herangezogen werden.
Dabei sind die Ideen der NR 248 zu beachten. Ebenfalls soll der Magistrat prüfen und berichten, wann die noch fehlenden Straßen, die zwar in der M 69/2014 aber nicht im aktuellen Bericht B 318/21 erwähnt sind, in den Umsetzungsplan aufgenommen werden. Weiterhin soll sich der Magistrat zur Erhöhung des Etats zum Austausch der Gasleuchten um Fördermittel von Bund und Land bemühen.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Umsetzung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2022 jeweils halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht nach Produktgruppen.
Begründung
Wir möchten unabhängig von Gas werden. Frankfurt will bis 2035 klimaneutral werden. Wir möchten in unseren Straßen sowohl dem menschlichen Sicherheitsbedürfnis als auch den Interessen von Insekten und anderen Kleinstlebewesen nachkommen. Ausgehend davon, dass von den 5.467 Gasleuchten, welche in der M 69/2014 benannt werden, Stand Nov. 2021 noch 4.084 Gasleuchten zu tauschen sind, müssen hier die Anstrengungen deutlich erhöht werden. Nachdem die letzte Koalition die Mittel auf 2,5 Mio. € halbiert hat, muss dieser Beitrag deutlich erhöht werden. Unter Zugrundelegung der jetzigen Mittelverfügbarkeit (2,5 Mio. € p. a.) würde der komplette Rückbau der Gasbeleuchtungsanlagen noch weitere 24 Jahre dauern. Die Kostenanstrengung für den Austausch wird sich langfristig nicht nur in der Klimabilanz rechnen. Gasleuchten verbrauchen nicht nur mehr Energie (eine Gasleuchte verbraucht pro Jahr 6.200 kWh, das sind momentan Energiekosten von 308,45 € und ein 1,3 t CO2 - Ausstoß), sondern die Wartung von Gasleuchten ist auch noch sehr teuer. Hinzukommt, dass sich zahlreiche Ortsbeiräte über die schlechte Beleuchtung von Straßen mit Gaslaternen und fehlende Straßen im Umsetzungsplan, zuletzt B 318/21, beschweren. Eine moderne LED Beleuchtung kann nicht nur den Menschen eine bessere Sicht ermöglichen, sondern durch die Wahl ihrer Farbtemperatur einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Insekten leisten. Durch das Testen von adaptiver Beleuchtung (NR 248) kann ein weiterer Beitrag gegen Lichtverschmutzung geleistet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Mai 2022Sie sind hierEE 44Produktbereich: 22 und 16 Umwelt und Nahverkehr Austausch von Gasleuchten beschleunigenEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 9. September 2022BB 342Austausch von Gasleuchten beschleunigenMagistratsbericht
- 24. Oktober 2022Antwort des Magistrats · nach 25 WochenBB 420Umrüstung von GasleuchtenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
22 Umwelt
Ausgaben 2025: 368 Mio € · im Antragsjahr 2022 290 Mio € — preisbereinigt +15 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. (= Ablehnung) Gartenpartei (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung)