Zuschuss für Hebammen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Etatisierung von 40.000 Euro zur Unterstützung freiberuflicher Hebammen in Frankfurt. Dies ist notwendig, um Maßnahmen gegen den Hebammenmangel zu ergreifen und Frankfurt als attraktiven Wohn- und Arbeitsort für Hebammen zu sichern.
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Der Magistrat wird aufgefordert, 40.000 Euro aus vorhandenen Mitteln im Haushalt 2020/2021 zu etatisieren, um freiberuflich tätige Hebammen in Frankfurt zielgerichtet und unmittelbar unterstützen zu können.
Begründung
Es ist dringend notwendig, eine Förderung für freiberufliche Hebammen im Haushalt zu etatisieren, um unmittelbar konkrete Maßnahmen gegen den Hebammenmangel in der Familienstadt Frankfurt umsetzen zu können. Nur so kann Frankfurt als Wohn- sowie Arbeitsort für freiberufliche Hebammen interessant sein und vor allem auch bleiben. Welche Maßnahme konkret gefördert wird, muss auf Grundlage der aktuellen Gegebenheiten jeweils entschieden werden. Außerdem ist für die Frankfurter Wochenbett-Notversorgung eine breite Unterstützung durch die Frankfurter Hebammen dringend erforderlich. Nur mit ihnen zusammen kann diese Wochenbett-Notversorgung dauerhaft angeboten und sinnvoll auf- und ausgebaut werden. Den hohen Geburtenzahlen in Frankfurt steht ein gravierender Hebammenmangel gegenüber. Im Jahr 2017 wurden 13 027 Babys in Frankfurt geboren. Wie viele freiberufliche Hebammen die jungen Familien betreuen und unterstützen, kann der Magistrat in seinem Bericht (B 344/2017) nicht exakt mitteilen. Laut Gesundheitsamt haben sich im Jahr 2017 bis zum Berichtszeitpunkt 8 Hebammen neu angemeldet. Seit 2012 belaufe sich die Zahl der freiberuflichen Hebammen auf 32. Dem Magistrat sei allerdings nicht bekannt, ob sich alle Hebammen, die sowohl in einer Klinik als auch freiberuflich tätig seien, bei ihnen gemeldet hätten. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) meldet in Frankfurt 147 Hebammen mit Kassenzulassung. Aus dieser Zahl gehe jedoch nicht hervor, zu welchem Anteil die Hebammen freiberuflich und in einer Klinik tätig seien (B 344/2017). Die undeutlichen Zahlen zeigen, dass es für die Stadtregierung - insbesondere für das Gesundheitsamt -, für die Hebammen aber vor allem für werdende Eltern dringend notwendig ist, eine Liste mit allen freiberuflichen Hebammen in Frankfurt zu erstellen, die alle Informationen zum Angebot, den Sprachkenntnissen etc. enthält. Die Betreuung und Aktualisierung der Liste muss durch eine Stelle kontinuierlich erfolgen. In Hessen wurden im Jahr 2017 60 988 Kinder geboren - das ist die höchste Zahl der letzten 20 Jahre. Das bedeutet, Frankfurt steht in unmittelbarer Konkurrenz zu anderen hessischen Städten, die von der Problematik des Hebammenmangels ebenfalls betroffen sind. Es gibt Städte in Hessen und auch deutschlandweit, die wesentlich aktiver sind und bereits verschiedene Initiativen gestartet haben, um Hebammen zu unterstützen und sie damit für ihre Stadt zu gewinnen. Und gerade deshalb muss Frankfurt Anreize für freiberufliche Hebammen schaffen: für Absolventinnen und Absolventen, die von der Hebammenschule kommen und für diejenigen die bereits in der Stadt arbeiten oder neu zugezogen sind. Das kann zum Beispiel die Finanzierung von Qualitätszirkeln, von QM-Software oder von Fortbildungen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Existenzgründung oder gemeinsames Arbeiten und Vernetzen sein. In einer Stadt wie Frankfurt mit einer schwierigen Wohnungs- und Verkehrssituation sowie hohen Mieten können aber auch die Hilfe bei der Wohnungssuche, Sonderparkgenehmigungen ohne Gebühr und Zeitbegrenzung oder ein Gründungszuschuss überzeugende Argumente sein. Finanzielle Unterstützung von Patenschaften für Berufsanfängerinnen, Wiedereinsteigerinnen oder zugezogene freiberufliche Hebammen könnten ebenfalls den Weg nach Frankfurt ebnen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Februar 2020Sie sind hierEE 165Produktbereich: 19 Gesundheit Zuschuss für HebammenEtatantrag · FDP
- 4. Dezember 2020Antwort des Magistrats · nach 41 WochenBB 649Zuschuss für HebammenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
19 Gesundheit
Ausgaben 2025: 52 Mio € · im Antragsjahr 2020 42 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION