Erinnerungskultur in Frankfurt am Main
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Bericht des Magistrats vom 19.12.2008, B 854
Betreff: Erinnerungskultur in Frankfurt am Main Vorgang: A 693 NPD zu 1.) und 3.) Die Gedenkstätten und Mahnmale für Kriegsopfer in Frankfurt beziehen sich in der Regel auf alle Kriegsopfer, d.h. sowohl auf die Opfer in der Zivilbevölkerung, als auch auf militärische Opfer, Verfolgte oder Ermordete des Naziregimes. Viele Denkmäler erinnern darüber hinaus sowohl an die Opfer des Ersten Weltkrieges (1914-1918) als auch des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) oder früherer Kriege, etwa dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit von Benno Elkan in der Taunusanlage, die "Den Opfern" gewidmet ist. Einen Überblick über die Gedenkstätten und Mahnmale in Frankfurt bietet die Website des Kulturamtes www.kunst-im-oeffentl ichen-raum-frankfurt.de, in der die Frankfurter Denkmäler und Mahnmale verzeichnet sind. zu 2.) Gedenkstätten bzw. Mahnmale für die Opfer der Vertreibung aus dem deutschen Osten gibt es bislang in Frankfurt nicht. zu 3.1.- 3.5) Das Kriegerdenkmal am Detmolder Platz ist nicht mehr sanierungsfähig, da das Denkmal sowohl außen als auch innen irreparable Schäden aufweist. Dieser Umstand ist seit langem bekannt. Bereits in den 90er Jahren war das Relief des Gesichts eines Kriegers abgefallen. Um die Verkehrssicherheit zu wahren, musste das gesamte Denkmal durch Stahlseile gesichert werden. Eine Neukonstruktion des 1937 errichteten Denkmals würde ca. 200.000 .-- € betragen. Dieser finanzielle Aufwand ist weder tragbar, noch ist eine Rekonstruktion des alten Denkmals beabsichtigt. Stattdessen wird im Zuge der Parksanierung eine "Figur" des unlängst verstorbenen Frankfurter Künstlers Hans Steinbrenner aufgestellt. Diese Skulptur wurde zum Großteil von der Hessischen Kulturstiftung finanziert und soll voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2009 auf der Rasenfläche Aufstellung finden. zu 4. - 8.) Alle Denkmäler und Mahnmale sind auf der Website des Kulturamtes verzeichnet und können dort abgefragt werden. 9.) Der Etat zur Erhaltung und Pflege der Denkmäler in Frankfurt beträgt rund 50.000,--€ jährlich. 10.) Neben der Realisierung eines Gastarbeiterdenkmals sind zurzeit keine weiteren Denkmäler in Frankfurt geplant. 11.) Die Erinnerungskultur an historische Ereignisse wird in Frankfurt in adäquater und hinreichender Form sowohl durch ihre Gedenkstätten als durch Veranstaltungen gewürdigt und gepflegt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. September 2008AA 693Erinnerungskultur in Frankfurt am MainSTVV-Anfrage · NPD
- 19. Dezember 2008Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 WochenBB 854Erinnerungskultur in Frankfurt am MainMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis)