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Erinnerungskultur in Frankfurt am Main

Vorlagentyp: ANPD
11 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Inhalt

Anfrage vom 30.09.2008, A 693

Betreff: Erinnerungskultur in Frankfurt am Main In der Stadt gibt es zahlreiche Denkmäler und Mahnmale, die entweder an von Deutschen begangenes Unrecht erinnern, oder herausragende Persönlichkeiten würdigen sollen. In naher Zukunft soll es sogar ein Denkmal für die sogenannten "Gastarbeiter" in Frankfurt geben. Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth erklärte während der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Freizeit am 14. August 2008, daß das Kriegerdenkmal am Detmolder Platz im Stadtteil Zeilsheim geschleift und gegen eine "Skulptur" des "Künstlers" Hans Steinbrenner ersetzt werden soll. Vor diesem Hintergrund richte ich folgende Fragen an den Magistrat:

  1. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für die Opfer der Bombardierungen während des letzten Weltkrieges und wo befinden sich diese?
  2. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für die Opfer der Vertreibung aus dem deutschen Osten und wo befinden sich diese?
  3. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für gefallene Soldaten der beiden Weltkriege bzw. Opfer von Kriegsgefangenschaft und wo befinden sich diese? 3.1 Welche Kosten wären bei einer Sanierung des Kriegerdenkmals am Detmolder Platz in Zeilsheim entstanden? 3.2 Wann wurde das Kriegerdenkmal letztmalig saniert? 3.3 Wieso wurde eine Sanierung des Denkmals nicht bereits früher in Angriff genommen? 3.4 Trifft es zu, daß eine Sanierung des Kriegerdenkmals zu einem früheren Zeitpunkt niedrigere Kosten verursacht hätte? 3.5 Welche Kosten fallen für Anschaffung, Errichtung/Aufstellung und Pflege des nunmehr vorgesehenen "Alternativ-Denkmals" von Hans Steinbrenner an?
  4. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für jüdische Opfer während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und wo befinden sich diese?
  5. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für Opfer anderer ethnischer Minderheiten (Sinti, Roma u.a.) während des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland und wo befinden sich diese?
  6. Gibt es in Frankfurt Gedenkstätten bzw. Mahnmale für ausländische Kriegsgefangene in Deutschland während des letzten Weltkrieges und wo befinden sich diese?
  7. Gibt es ein Kataster über sämtliche existierenden Denkmäler und Erinnerungsmale (Besondere Persönlichkeiten der Geschichte, Soldatendenkmale 1870-71, 1914-18, 1939-1945), Vertreibungsdenkmale für Deutsche, Erinnerungsmale für in der Stadt Frankfurt ehemals ansässige Juden und andere Verfolgte, für Opfer des Bombenkrieges und andere zivile Opfer?
  8. Falls nein: Ist die Erstellung solch eines Katasters im Hinblick auf eine Gefährdung der Denkmäler durch einen inzwischen verstärkt auftretenden Vandalismus und durch historisch-politische Verblendung (Abriß) angedacht? (Mit einem Bild- und Textkataster würde garantiert, daß auch bei möglichen Zerstörungen deren früherer Zustand wiederhergestellt bzw. zumindest die ehemalige Existenz dieser Denkmäler belegt werden kann.)
  9. Welche finanziellen Mittel (in welcher Höhe) hat die Stadt Frankfurt am Main in den letzten zehn Jahren aufgewendet und welche Mittel (in welcher Höhe) hat bzw. wird die Stadt in diesem und den nächsten Jahren zur Erhaltung der Denkmäler aufwenden?
  10. Welche weiteren Denkmäler bzw. Mahnmale sind in Frankfurt ggf. geplant?
  11. Welche Maßnahmen zum Ausbau der Erinnerungskultur hat die Stadt Frankfurt am Main geplant, bzw. wie fördert sie diese im allgemeinen?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. September 2008Sie sind hier
    AA 693Erinnerungskultur in Frankfurt am Main
    STVV-Anfrage · NPD
  2. 19. Dezember 2008Antwort des Magistrats · nach 11 WochenBB 854Erinnerungskultur in Frankfurt am MainMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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