Schul-SMS an Frankfurter Schulen
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Bericht des Magistrats vom 28.11.2008, B 799
Betreff: Schul-SMS an Frankfurter Schulen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 28.08.2008, § 4176 - NR 987 FDP - Zwischenbericht: Informationen über das Nichterscheinen von Schülerinnen und Schülern in der Schule werden in einigen Ländern Europas per SMS an Eltern gesendet. Hierfür wird an einer Schule eine spezielle Software installiert, die über die Schulsekretariate bedient wird. Lehrerinnen und Lehrer melden das Nichterscheinen einer Schülerin oder eines Schülers im Sekretariat. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass bezüglich der Informationsweitergabe eine SMS billiger ist, als ein Telefonat. Bei Schülerinnen und Schülern, die nicht dauerhaft, sondern nur gelegentlich nicht zum Unterricht erscheinen, dürftet ein schneller und unkomplizierter Informationsaustausch zwischen Schule und Eltern eine erhöhte Disziplin hervorbringen. Diese Gruppe von Jugendlichen ist jedoch unproblematisch, in ihrer Entwicklung nicht gefährdet und im engeren Sinne nicht die Zielgruppe der Schul-SMS. Die Kosten für die Einrichtung und Pflege einer eher begrenzten Informations-Software für diese Zielgruppe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Allerdings sind anteilig Stunden des Schulsekretariates notwendig. Erfahrungswerte, wie effektiv eine Schul-SMS bei Schülerinnen und Schülern, die sehr häufig dem Unterricht fernbleiben, ist liegen derzeit nicht vor. Im Regelfall kann davon ausgegangen werden, dass Jugendliche, die durch Leistungsverweigerung auffallen, ohnehin in ein Rückkopplungsystem zwischen Schule, Elternhaus und Erziehungshilfe eingebunden sind, das sich differenziert mit den Ursachen und der Behebung des Schulschwänzens befasst. Dieser Prozess ist durch ein SMS-Informationssystem nur geringfügig zu verbessern und keinesfalls zu ersetzen. Ein angemessner Umgang mit diesen Schülerinnen und Schülern ist nur dann zu erreichen, wenn sich alle Beteiligten in der Verantwortung sehen. Dafür müssen Eltern, Lehrkräfte und Betreuungsinstitutionen gleichermaßen motiviert sein. Die Ursache für ein eventuelles Fehlen von Motivation und Verantwortung ist vermutlich nicht ausschließlich ein Kommunikationsproblem. Es bleibt also abzuwarten, für welche Zielgruppe sich ein Schul-SMS-Informationssystem eignet. Hierfür muss die Stadt Frankfurt am Main nicht zwingend einen eigenen Modellversuch beginnen. Der Magistrat wird mit dem Schulträger Dortmund in Kontakt treten und die Ergebnisse des dortigen Schulversuchs abwarten. Anhand dieser Ergebnisse kann sinnvoll eingeschätzt werden, ob ein Modellversuch mit Schul-SMS für Frankfurt am Main eingerichtet werden soll.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. Juli 2008NRNR 987Schul-SMS an Frankfurter SchulenSTVV-Antrag · FDP
- 28. November 2008Sie sind hierBB 799Schul-SMS an Frankfurter SchulenMagistratsbericht
- 20. April 2009Antwort des Magistrats · nach 40 WochenBB 250Schul-SMS an Frankfurter SchulenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis)