Zweisystemuntersuchung im Raum Frankfurt hier: Ergebnisbericht 2018
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 04.03.2019, B 75
Betreff: Zweisystemuntersuchung im Raum Frankfurt hier: Ergebnisbericht 2018 Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 12.12.2013, § 4020 (M 162) Im Rahmen der "Zweisystemuntersuchung im Raum Frankfurt, 2012" wurde die grundsätzliche Sinnhaftigkeit eines Zweisystemangebots in Frankfurt am Main untersucht. Dabei wurden diejenigen Schienenstrecken aufgezeigt und in Szenarien zusammengefasst, die für ein Zweisystemangebot besonders geeignet erschienen und durch weiterführende Planungen vertieft untersucht werden sollten. Im Ergebnis stellte sich ein Szenario (Szenario 1) als sinnvoll heraus. Dieses umfasst die Trasse der Stadtbahnlinie U 5, die im Westen am Europaviertel und im Norden am Frankfurter Berg mit den Eisenbahntrassen verknüpft wird. Damit wurden die folgenden Zweisystemlinien (ZSL) definiert: ZSL 1: Königstein - Ffm.-Europaviertel - Ffm.-Frankfurter Berg - Bad Vilbel - Glauburg-Stockheim ZSL 2: Bad Soden - Ffm.-Europaviertel - Ffm.-Frankfurter Berg. Hierbei wurde von einer Stadtbahnverlängerung in das Europaviertel und zum Frankfurter Berg ausgegangen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung hat die Stadtverordnetenversammlung am 12.12.2013 mit § 4020 (Vortrag des Magistrats vom 06.09.2013, M 162) zur Kenntnis genommen und den Magistrat beauftragt für das Szenario 1 vertiefende Untersuchungen sowie die Prüfung der Machbarkeit eines dichteren Taktes als des zunächst unterstellten 30-Minuten-Taktes durchzuführen. Auf dieser Grundlage hat der Magistrat in Kooperation mit der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH das Büro SMA (Deutschland) GmbH mit der vertiefenden betrieblichen Machbarkeitsprüfung beauftragt. Die Untersuchung wurde von einem Arbeitskreis begleitet, in dem Vertreter des Referats Mobilitäts- und Verkehrsplanung, der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (traffiQ) und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) beteiligt waren. Im Fokus der Untersuchung standen folgende Aspekte: • Fahrplantechnische Prüfung • Aufzeigen notwendiger infrastruktureller Maßnahmen • Prüfung der Störungsanfälligkeit einer durchgebundenen Zweisystemlinie Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in der Anlage zum Bericht zusammengefasst, die wesentlichen Ergebnisse werden jedoch im Folgenden kurz skizziert: Durchgebundene Zweisystemlinie: Die Untersuchung hat gezeigt, dass eine gemäß Szenario 1 durchgebundene Zweisystemlinie von Königstein über Ffm.-Frankfurter Berg und Bad Vilbel nach Glauburg-Stockheim (ZSL 1) betrieblich nicht sinnvoll ist, da die Fahrlagen des westlichen und des östlichen Linienabschnittes nicht zusammenpassen. Deswegen wurden die Linien des Szenario 1 für die weiterführenden Prüfungen in die folgenden Zweisystemlinien aufgeteilt: ZSL 1: Königstein - Ffm.-Europaviertel (Wohnpark) - Ffm.-Preungesheim ZSL 2: Bad Soden - Ffm.-Europaviertel (Wohnpark) - Ffm.-Preungesheim ZSL 3: Glauburg-Stockheim - Bad Vilbel - Ffm.-Europaviertel (Wohnpark) Zweisystemlinie 1: Eine Zweisystemlinie nach Königstein (ZSL 1) im 15-Minuten-Takt wäre mit überschaubarem Infrastrukturausbau umsetzbar: • Zusätzliches Gleis Frankfurt Nied-Ost - Ffm.-Europaviertel /Wohnpark • Neuer Kreuzungsbahnhof in Schneidhain Wegen der Führung der Züge der Stadtbahnlinie U 5 im Straßenraum und der daraus resultierenden Einschränkungen bei der Zuglänge (maximale Zuglänge gemäß BOStrab: 75 Meter) kann die potentielle Nachfrage im Abschnitt Frankfurt-Höchst - Wohnpark jedoch nicht befördert werden. Zudem kann es zwischen dem Eisenbahnsystem und dem Stadtbahnsystem zu Verspätungsübertragungen kommen. Zweisystemlinie 2: Die Führung einer Zweisystemlinie nach Bad Soden (ZSL 2) im 30-Minuten-Takt in Kombination mit der Zweisystemlinie 1 führt zu erheblichem Investitionsbedarf: • Eigenständige Trasse Ffm.-Höchst - Ffm.-Europaviertel (Wohnpark) parallel zur Bestandsstrecke • Umbaumaßnahmen am Bhf. Höchst aufbauend auf dem Planfall mit der Regionaltangente West (RTW) Zweisystemlinie 3: Die Führung einer Zweisystemlinie nach Glauburg-Stockheim (ZS3) im 30-Minuten-Takt wäre mit geringem Infrastrukturausbau im Bereich Niederdorfelden umsetzbar. Zur Bewältigung der potenziellen Fahrgastnachfrage ist jedoch ein 15-Minuten-Takt erforderlich. Dieser führt zu einem hohen Infrastrukturbedarf im Niddertal. An der heute eingleisigen Bahnstrecke sind 4 zweigleisige Abschnitte erforderlich. Zur Bewältigung der Nachfrage ist zusätzlich zu einem 15-Minuten-Takt der Zweisystemlinie ein Regionalexpress (RE) in der Hauptverkehrszeit notwendig, was einen fast durchgehend zweigleisigen Ausbau erfordert. Hinzu kommt, dass bei einer Einführung dieser Zweisystemlinie umlaufbedingt auch die Züge der U 5 mit Zweisystemfahrzeugen verkehren müssten, wodurch die Betriebskosten steigen. Zweisystemlinien 1, 2 und 3: Die Umsetzung der einzelnen Zweisystemlinien erfordert zusätzlich zu dem oben genannten Infrastrukturausbau die in der ursprünglichen "Zweisystemuntersuchung im Raum Frankfurt, 2012" festgestellten Investitionen (Streckenelektrifizierung, Ausbildung der Systemverknüpfungen). Empfehlung: Die Untersuchung der betrieblichen Machbarkeit hat gezeigt, dass der Vorteil des Zweisystems, nämlich durch Nutzung vorhandener Schienentrassen relativ kostenneutral neue attraktive Verbindungen zu schaffen, aufgrund von Kapazitätsengpässen auf der Streckeninfrastruktur nicht zum Tragen kommt. Daher wird die Umsetzung des Zweisystemkonzepts nicht empfohlen. Anlage _Ergebnisbericht_2018 (ca. 3,8 MB) Vertraulichkeit: Nein Nebenvorlage: Antrag vom 02.05.2019, OF 679/3
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. September 2013MM 162Zweisystemuntersuchung im Raum FrankfurtMagistratsvortrag
- 4. März 2019Sie sind hierBB 75Zweisystemuntersuchung im Raum Frankfurt hier: Ergebnisbericht 2018Magistratsbericht
- 2. Mai 2019OFOF 679/3ZweisystemuntersuchungOrtsbeiratsantrag · CDU
- 16. Mai 2019VV 1297ZweisystemuntersuchungAnfrage
- 5. August 2019Antwort des Magistrats · nach 308 WochenSTST 1422ZweisystemuntersuchungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf12 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und Piraten gegen LINKE. (= Zurückweisung)
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Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF und FRANKFURTER (= Kenntnis)