Auswirkungen des Baulandbeschlusses
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main plant, einen Evaluationsbericht über den Baulandbeschluss vorzulegen, um dessen Weiterentwicklung zu fördern. Dies soll dazu beitragen, eine sozial gerechte Nutzung des Bodens sicherzustellen und den Wohnungsbau bezahlbar zu gestalten. Ziel ist es, die ersten Erkenntnisse aus laufenden Projekten zu untersuchen und mögliche Vorschläge zur Anpassung zu entwickeln.
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Thema Stadtplanung verfolgenBericht
Der Baulandbeschluss ist ein strategisches Instrument der Stadtentwicklung, um eine sozial- und klimagerechte Bodennutzung und einen für alle Bevölkerungsschichten bezahlbaren Wohnungsbau in einem transparenten Verfahren zu gewährleisten. Derzeit befinden sich zahlreiche Baugebiete, auf die der Baulandbeschluss anzuwenden ist, in der Entwicklung.
Der Magistrat wird den Stadtverordneten einen Evaluationsbericht und daraus gegebenenfalls abgeleitete Vorschläge zur Weiterentwicklung des Baulandbeschlusses vorlegen.
Aus Sicht des Magistrats können erste Erkenntnisse aus den bisherigen Projekten abgeleitet werden: - Der Magistrat konnte bisher keine Verlagerung von Bauprojekten in das Frankfurter Umland registrieren, somit auch keine aufgrund des Frankfurter Baulandbeschlusses. Im regionalen Vergleich werden in Frankfurt mehr Wohnungen als im Umland neu errichtet.
- Dem qualifizierten Mietspiegel liegt eine Zufallsstichprobe zugrunde, so dass der Einfluss einzelner Wohnungen nicht aussagekräftig ist. Grundsätzlich gilt aber, je größer der Anteil freifinanzierter Mietwohnungen mit gedämpfter Mietpreis-Entwicklung ist, desto größer ist deren statistischer Effekt auf das durchschnittliche Mietniveau.
- Es liegen dem Magistrat keine Rückmeldungen von Unternehmen bezüglich der Auswirkungen des Baulandbeschlusses auf deren Geschäftstätigkeit vor.
- Im Rahmen von Verhandlungen und Beratungen mit Grundstückeigentümern und Projektentwicklern konzentrierten sich die Rückfragen auf Themen wie die Unterzeichnung einer Grundzustimmung als Voraussetzung für den Projektstart, Anzahl und Höhe der vorgeschriebenen Quoten, die Wertermittlung im Rahmen der Prüfung der Angemessenheit, die Verknüpfung bei Projekten mit gleichzeitigem Bodenordnungsverfahren und die Umsetzung der Quote für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen.
- Seit 2020 haben sich national und international diverse Einflussfaktoren ergeben, die auf die Entwicklung der Immobilienpreise wirken. Beispielhaft seien hier genannt: Starke Preissteigerungen bei den Baukosten, überdurchschnittlich hohe Inflation, gestiegene Zinsen für Baukredite, steigende Energiekosten, höhere energetische Anforderungen.
Der Magistrat hat darauf reagiert und die städtischen Förderprogramm angepasst. Der Magistrat setzt sich über den Deutschen Städtetag und den Hessischen Städtetag zudem dafür ein, Maßnahmen zur Reduzierung der Baukosten voranzubringen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Dezember 2025AA 385Auswirkungen des BaulandbeschlussesSTVV-Anfrage · AfD
- 27. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 74Auswirkungen des BaulandbeschlussesMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, Volt, FDP und ÖkoLinX-ELF-PARTEI gegen AfD (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (= Kenntnis)