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Wohin mit den Fernbussen am Hauptbahnhof?

Vorlagentyp: B
11 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen
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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 21.02.2014, B 57

Betreff: Wohin mit den Fernbussen am Hauptbahnhof? Vorgang: A 457/13 RÖMER Gegenwärtig werden im Bereich südlich des Hauptbahnhofs auf öffentlichen Verkehrsflächen bis zu 2.000 Abfahrten sowohl von nationalen und internationalen Fernbuslinien als auch regionalen Gelegenheitsverkehren abgewickelt. Etwa zwei Drittel der Abfahrten können nationalen Fernbuslinien zugerechnet werden. Hierfür stehen über bahneigene Flächen in der Südtasche des Hauptbahnhofs und an dessen südlichem Ausgang hinaus, gegenwärtig lediglich öffentliche Verkehrsflächen zur Verfügung. Dies vorausgeschickt, beantwortet der Magistrat die Fragen wie folgt: zu

  1. Unter einem bedarfsgerechten Angebot versteht der Magistrat neben einer genügenden Anzahl von Haltepositionen für Fernbuslinienverkehre auch eine den Bedürfnissen der Fahrgäste entsprechende Ausstattung der Haltestellen und eine der Verkehrssicherheit nicht abträgliche Abwicklung des Fernbusverkehrs. Nach einer Erhebung vom Oktober des vergangenen Jahres fahren täglich zwischen 240 bis 320 Busse des nationalen und internationalen Fernbuslinienverkehrs vom Hauptbahnhof Frankfurt am Main ab. Die Verweildauer eines Busses beträgt im nationalen Verkehr zwischen 10 und 30 Minuten. Im internationalen Verkehr etwa 60 Minuten, häufig deutlich länger. zu
  2. Zum Betrieb einer Fernbuslinie ist eine Genehmigung notwendig. Vor deren Erteilung durch die unteren Landesbehörden erhalten die jeweils betroffenen Kommunen Gelegenheit im Wege der Anhörung zu den Absichten des potentiellen Fernbuslinienbetreibers zum Linienweg und beabsichtigten Haltestellen in der jeweiligen Gemeinde Stellung zu nehmen. Hierbei sind jedoch die wirtschaftlichen Interessen des Antragstellers zwingend zu berücksichtigen, mit der Folge, dass eine ablehnende Haltung zu beabsichtigten Haltestellen unberücksichtigt bleibt. Die vorliegenden Erkenntnisse zur Nachfrage resultieren daher aus den Erhebungen vor Ort bzw. Fahrplanrecherchen und werden regelmäßig aktualisiert. zu
  3. Praktisch alle Anbieter erklären öffentlich, dass die Absicht besteht, das Angebot noch weiter auszubauen. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht alle Anbieter langfristig am Markt bestehen können und früher oder später eine Marktkonsolidierung eintritt. Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass die Nachfrage unter das derzeit erreichte Niveau absinken wird. Inwiefern mit der erwarteten Marktkonsolidierung eine andere zeitliche Verteilung der Nachfrage einhergehen wird, ist nicht absehbar. Für die größeren Anbieter mit zahlreichen Linien ist Frankfurt als zentraler Umsteigeknoten zwischen den Linien interessant, sodass weiterhin mit ausgeprägten Spitzen zu rechnen ist. zu
  4. Der Magistrat prüft derzeit, inwieweit der nationale Fernbuslinienverkehr auf nichtstädtischen Flächen im unmittelbaren Umfeld des Hauptbahnhofs abgewickelt werden könnte und welche vertraglichen Notwendigkeiten sich hieraus ergeben würden. zu 5. und
  5. Durch Veränderungen im lokalen Bus- und Straßenbahnverkehr können in absehbarer Zeit Flächen insbesondere in der Stuttgarter Straße und der Pforzheimer Straße zugunsten des Fernbusverkehrs umgenutzt werden.
  6. Bei einer nicht ausreichenden Anzahl von Haltepositionen ergeben sich Behinderungen und Gefährdungen z. B. durch in
  7. Reihe haltende Fernbusse für die übrigen Verkehrsteilnehmer des individuellen und öffentlichen Verkehrs. Die auf mehrere Bereiche aufgeteilten Haltepositionen erschweren eine Abwicklung von Spitzen, da Überlastungen in einem Bereich nicht ohne Weiteres durch Reserven in anderen Bereichen ausgeglichen werden können. Bei den Haltepositionen im öffentlichen Straßenraum kommt erschwerend hinzu, dass größeres Gepäck bei Fernbussen von beiden Seiten be- und entladen wird. Geöffnete Gepäckraumklappen und Personen im Fahrbahnbereich erhöhen das Behinderungs- und Gefährdungspotenzial. Ziel bleibt deshalb die Zusammenfassung der Haltepositionen und deren Anordnung außerhalb des öffentlichen Straßenraums.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. Dezember 2013AA 457Wohin mit den Fernbussen am Hauptbahnhof?STVV-Anfrage · RÖMER
  2. 21. Februar 2014Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 Wochen
    BB 57Wohin mit den Fernbussen am Hauptbahnhof?
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
KAV
Sitzung 16 · 17.03.2014
TO II, TOP 28
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 57 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 1
Sitzung 29 · 18.03.2014
TO I, TOP 30
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 57 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Verkehrsausschusses
Sitzung 29 · 13.05.2014
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 57 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie WählerElf PiratenRömer
Ablehnung:
SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP, FREIE WÄHLER, ELF Piraten und RÖMER gegen SPD (= Kenntnis als Zwischenbericht) und LINKE. (= Zurückweisung)

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