IHK-Studie zum Wirtschaftsstandort Frankfurt
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Bericht des Magistrats vom 20.01.2006, B 52
Betreff:
IHK-Studie zum Wirtschaftsstandort Frankfurt
Vorgang:
l. Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2005, § 8617
- NR 1307 und NR 1663 GRÜNE, B 713/04 -
Zu 1. und 3. der NR 1663:
Um die bereits erfolgten Bemühungen um eine Verkürzung der Verfahren in wirtschafts- und investitionsrelevanten Fragestellungen durch die beteiligten Stellen und Ämter zu intensivieren, wurde das Investitionslotsen-Modell implementiert, das sich zur Zeit in der Erprobungsphase befindet.
Ziel dieses Modells ist, die Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung und den städtischen Ämtern fallbezogen zu bündeln und zu optimieren, die Transparenz der Abläufe für den Kunden zu erhöhen und vor allem die Prozesse zu beschleunigen.
In der Wirtschaftsförderung und in den beteiligten Ämtern (zunächst Bauaufsicht, Liegenschaftsamt und Stadtplanung) wurden für diesen Zweck Investitionslotsen benannt. Dies sind Personen der fachlich zuständigen Stellen, die das Anliegen des Investors/ des Unternehmens gemeinsam bis zum Abschluss betreuen. In der Regel übernimmt der Investitionslotse der Einheit die Federführung, die die größte Sachnähe zum Vorgang hat.
Durch die Einrichtung einer gemeinsamen internetgestützten Daten- und Kommunikationsplattform wird ein professionelles Projektmanagement unterstützt. Die Plattform soll den jeweils beteiligten Investitionslotsen den gleichen Informationsstand gewährleisten und damit eine effektive Zusammenarbeit sicherstellen. Der federführende Investitionslotse ist der zentrale Ansprechpartner für den Investor/das Unternehmen und betreut aktiv die Umsetzung des Projektes, er lotst sie durch die Verwaltung und hilft bei der Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen.
Die notwendigen Vorbereitungen des Investitionslotsen-Modells, wie z.B. Programmierarbeiten für die gemeinsame internetgestützte Daten- und Kommunikationsplattform und die Schulung ausgewählter Mitarbeiter für dieses System sind abgeschlossen, so dass zwischenzeitlich die ersten Projekte in diesem Rahmen bearbeitet werden können.
Als weitere Maßnahme hat die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH auf ihrer Webseite www.wirtschaftsfoerderung-frankfurt.de einen neuen Online-Service "Verwaltungswegweiser für die Wirtschaft" eingerichtet. Rund 260 Stichworte führen die User zu den gewünschten Informationen. Der Online-Wegweiser soll den Unternehmen helfen, sich in der Stadtverwaltung besser zurechtzufinden und schneller die zuständigen Ansprechpartner zu finden. Der Verwaltungswegweiser ergänzt die bereits bestehenden Angebote der Wirtschaftsförderung und bietet vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen schnelle und unbürokratische Hilfe in einfacheren Angelegenheiten.
Zu 2 der NR 1663:
Den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Möglichkeit geboten, sofern ein dienstliches Interesse besteht, Fremdsprachenkenntnisse mit Kostenbeteiligung seitens der Stadt zu erwerben. Die Ämter und Betriebe entscheiden über das dienstliche Interesse und die Bezuschussung aus ihrem Fortbildungsbudget eigenständig. Von dieser Möglichkeit wurde und wird vor allem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Publikumsverkehr Gebrauch gemacht. Dominierende Fremdsprache ist Englisch.
Darüber hinausgehend besteht die Möglichkeit der Partizipation an dem Duke Goethe Executive MBA Programm, einem englischsprachigen Gemeinschaftsprogramm der Fuqua School of Business, Duke University, mit der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt, das sich an Unternehmen richtet, die eine Top-Level Ausbildung ihrer Nachwuchsführungskräfte anstreben und unterstützen. Eine Förderung des eigenen städtischen Führungsnachwuchses wäre über Stipendien vorstellbar. Die Bemühungen der Universität Frankfurt um die Etablierung eines international angesehenen Executive Ausbildungsgangs werden durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt unterstützt.
Zu 4 der NR 1663:
Eine Schwerpunktmaßnahme zur Verbesserung des Standortmarketings in 2005 war die Gründung der regionalen Standortmarketing-Gesellschaft FrankfurtRheinMain GmbH ("FRM“). Die Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gemacht, die vorhandenen Stärken des Wirtschaftsraumes FrankfurtRheinMain zu vernetzen und zu bündeln, die Vorteile des Standortes bekannt zu machen und das Interesse am Wirtschaftsraum zu fördern. Darüber hinaus soll ein gemeinsames profiliertes Erscheinungsbild für die Region entwickelt und gepflegt werden.
Die Stadt Frankfurt hat die Gründung der neuen Gesellschaft aktiv vorangetrieben, diese ist seit dem
- August 2005 operativ tätig. Im Zuge der Aufbereitung aller marketing-relevanten Informationen zum Standort FrankfurtRheinMain sind auch die weichen Standortvorteile erfasst und zusammengestellt worden. Sie sind Grundlage für das Außenmarketing wie auch für das Binnenmarketing der Qualitäten der Region und damit letztlich auch der Gebietskörperschaften des Gesellschafterkreises. Auf dem Weg zur Etablierung einer eigenständigen "Marke Frankfurt“ wurde durch die nunmehr vorliegenden Ergebnisse des Dachmarken-Prozesses "Zukunft Frankfurt“ ein wesentliches Etappenziel erreicht. Verschiedene, bislang zum Teil unabhängig voneinander am Image Frankfurts arbeitende Institutionen und Unternehmen haben an dem Markenprozess mitgewirkt. Als Markenwerte Frankfurts wurden Dynamik, Freiheit und Heimat identifiziert. Insbesondere zur zielgruppenspezifischen Ansprache von Unternehmern, Investoren, neuen Frankfurter Bürgern und Touristen dienen die erarbeiteten markenspezifischen Grundsätze. Das hieraus resultierende Markenhandbuch wird allen Interessierten zur Verfügung gestellt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. November 2004BB 713IHK-Studie zum Wirtschaftsstandort FrankfurtMagistratsbericht
- 20. Januar 2006Sie sind hierBB 52IHK-Studie zum Wirtschaftsstandort FrankfurtMagistratsbericht
- 23. Februar 2007Antwort des Magistrats · nach 120 WochenBB 118IHK-Studie zum Wirtschaftsstandort FrankfurtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis)