Eintrittspreise der Schwimmbäder
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Thema Umwelt und Energie verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 08.11.2013, B 528
Betreff: Eintrittspreise der Schwimmbäder Vorgang: A 408/13 RÖMER Zu 1.: Die in der Anfrage der RÖMER-Fraktion zitierten Angaben zur Anzahl der Besucher und dem sich durchschnittlich ergebenden Energiebedarf in den städtischen Bädern beziehen sich auf jegliche Nutzer, sodass hierin insbesondere auch Vereins- und schulische Nutzungen, Schwimmkursteilnehmer und die Eintrittszahlen der Mitglieder der von der BBF betriebenen Fitnesszentren enthalten sind. Daher sind beim Abgleich von Erlösen mit Gäste- und Energiebedarfszahlen auch die den vorgenannten sonstigen Nutzungen zuzurechnenden Entgelte einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund werden die erbetenen Angaben wie folgt gemacht: Umsatzerlöse 2011: 8.200.877 Euro Umsatzerlöse 2012: 9.286.866 Euro. Aus reinem Eintrittskartenverkauf für Schwimm- und Saunanutzung ergaben sich folgende Erlöse: 2011: 6.444.202 Euro 2012: 7.189.283 Euro Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass die Mehrerlöse insbesondere durch den wetterbedingt eingetretenen deutlichen Zuwachs an Freibadgästen im Vergleich der Jahre 2011 und 2012 generiert wurden.
Zu 2.: Die Gesamtkosten für die abgefragten Medien sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Medium 2011 2012 Kosten Kosten Strom 2.333.173,87 € 2.256.406,06 € Erdgas 210.883,49 € 245.731,33 € Wärme 1.588.300,66 € 1.995.688,93 € Wasser* 886.480,83 € 725.322,73 € Gesamtbetrag 5.018.838,85 € 5.223.149,05 € *In den Wasserkosten 2012 sind Gutschriften für 2009 und 2010 berücksichtigt (Wasserkartellverfahren Mainova); Kosten für Abwasserentsorgung sind in der Tabelle unberücksichtigt. Da sich die Preise pro bezogener Einheit der Energiemedien innerhalb des betrachteten Zeitraumes mehrfach verändert haben, ergibt sich keine analoge Entwicklung im Vergleich zwischen Kosten und Verbrauch. Große preisliche Schwankungen ergaben sich zum Beispiel beim Fernwärmebezug. Dieser hat sich im angegebenen Zeitraum erheblich verteuert, da zumeist die jeweilige Entwicklung des Rheinschienenindexes für leichtes Heizöl der Preisfestsetzung des Energieversorgers zugrunde lag. Insgesamt muss berücksichtigt werden, dass die in den vergangenen Jahren eingetretenen deutlichen Steigerungen der Energiepreise nur einer von vielen betrieblichen Bereichen ist, die durch Verteuerung zur Verlustmehrung der Frankfurter Schwimmstätten beigetragen haben, sodass die zum
- Mai 2013 getätigte Eintrittspreiserhöhung unerlässlich war. So sind zum Beispiel mittlerweile für die in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) eingruppierten Beschäftigten der BBF rund 9,6 Millionen Euro jährlich an Personalkosten zu verbuchen. Auch ist deutlich hervorzuheben, dass die Gewährleistung der guten baulich-technischen Situation bei den meisten Frankfurter Bädern durch eine rege investive Tätigkeit sichergestellt wurde, die zu langfristigen Belastungen bei Abschreibungen und Zinsen geführt hat. So sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 70 Millionen Euro in Bau und Technik der Bäder gesteckt worden. Es erfolgte eine vollständige Erneuerung der Badelandschaft der Freibäder Silo, Brentano, Eschersheim und Hausen, wobei bei den drei letztgenannten auch für Neubauten im hochbaulichen Bereich gesorgt wurde. Das ehemalige Bezirksbad Sachsenhausen wurde als "Textorbad" im Schwanthaler Carrée als Neubau errichtet. In mehreren Abschnitten wurde der Hallenbadbereich des Riedbades Bergen-Enkheim modernisiert. Ohne den schwierigen Weg, nun die Gäste der Frankfurter Bäderlandschaft mehr an den entstehenden Kosten zu beteiligen, hätten ganze Bäderstandorte in Frankfurt am Main infrage gestellt werden müssen. Dies sollte unbedingt vermieden werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. August 2013AA 408Eintrittspreise der SchwimmbäderSTVV-Anfrage · RÖMER
- 8. November 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 528Eintrittspreise der SchwimmbäderMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER gegen SPD (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und Piraten (= Kenntnis)