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Unternehmen der Digitalen Wirtschaft konkret unterstützen

Vorlagentyp: B
35 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 04.10.2013, B 492

Betreff: Unternehmen der Digitalen Wirtschaft konkret unterstützen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 28.02.2013, § 2804 Ziffer II. - NR 510/13 FDP - Im Magistratsvortrag M 52 vom 2. April 2013 bekennt sich der Magistrat ausdrücklich zur Bedeutung und Rolle der digitalen Infrastruktur für die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen und die Attraktivität des Standortes für Neuansiedlungen und Investitionen. Wesentliche Bestandteile der Finanzindustrie, wie der Handel an der Börse, der Interbankenhandel oder andere Finanztransaktionen, hätten sich hier ohne die exzellente Infrastruktur nicht erfolgreich entwickeln können. Heute entscheiden Nanosekunden über einen erfolgreichen Geschäftsabschluss. Unternehmen aus aller Welt haben sich hier angesiedelt, um von diesen Voraussetzungen zu partizipieren und davon zu profitieren. Die digitale Infrastruktur weist viele Facetten auf: IT-Infrastrukturen, Rechenzentrumsinfrastrukturen, Infrastrukturen der Nachrichtentechnik, Infrastruktur der Internetverwaltung, Glasfaserinfrastrukturen, Strom-infrastrukturen, Trasseninfrastrukturen, Gebäudeinfrastrukturen und Finanzierungsinfrastruktur und wird von Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen getragen. Selbstverständlich ist es das Ziel des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main, den zukunftsfähigen Ausbau der Digitalen Infrastrukturen im Stadtgebiet maßgeblich zu fördern, damit der Standort gegenüber den direkten Mitbewerbern Amsterdam und London seine Pole Position im Wettbewerb um die Digitale Metropole im europäischen Wettbewerb behält. Im Oktober 2010 wurden die Weichen gestellt für eine neue, große und präsente Plattform für die Weggestalter der digitalen Zukunft am Standort: die Gründung als "Digital Hub e. V," erfolgte im Laufe des Jahres 2011. Zu den Mitgliedern zählen Ancotel/Equinix, die Commerzbank, Colt, DE-CIX, das FIZ (Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie), die Frankfurter Volksbank, Infraserv Höchst, das INM - Institut für Neue Medien, Interxion, NRM Netzdienste RheinMain, die Goethe-Universität Frankfurt mit dem House of Finance und die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH. Der Zusammenschluss von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Frankfurt am Main will die einzigartigen Standortqualitäten der Stadt in der digitalen Infrastruktur sichtbarer machen und weiterentwickeln. Der Verein will die Interessen der Wirtschaft vertreten und sich für optimale Rahmenbedingungen am Standort einsetzen. Über die Mitgliedschaft der Wirtschaftsförderung, die mit dem Geschäftsführer im Vorstand des Vereins vertreten ist, wird ein Ineinandergreifen der Aktivitäten des Vereins mit den standortfördernden Maßnahmen des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main begünstigt. Frankfurt am Main nimmt die überragende Position als globaler Digital Hub ein, weil der Bedarf erkannt und weil - gemeinsam mit den Unternehmen am Standort - gehandelt wurde. Bereits im Jahre 1995 wurde die Basis gelegt, weil die Frankfurter Stadtregierung drei Jahre vor der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes eine Lücke im Netzmonopol entdeckte und den privaten Telekommunikationsunternehmen die Möglichkeit gab, eigene Glasfasernetze in Frankfurt zu verlegen. Die Leitungstrassen und -netze im Stadtgebiet umfassen heute schätzungsweise mehr wie 1 Million Meter Leerrohrtrassen und mindestens 50 Millionen Meter Faserpaare.Im Frühjahr 2013 wurde eine systematische Untersuchung von Breitbandkapazitäten begonnen, die die jeweiligen Standorte sowie den jetzigen und zukünftigen Bedarf an Breitbandversorgung ermittelt. Die hiesige IHK, die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und die Handwerkskammer Rhein Main erarbeiten gemeinsam eine Übersicht über die Versorgung in den Gewerbegebieten der Stadt und führen Gespräche mit den maßgelblichen Dienstleistern dieses Marktsegments in Bezug auf deren künftige Aktivitäten. Die Verfügbarkeit von sicherem Strom ist ein wesentlicher Standortfaktor für Frankfurt am Main und ein immens wichtiger Wettbewerbsvorteil. Die Mainova AG ist seit Jahren ein sehr wichtiger und verdienstvoller Partner bei der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur und gewährleistet diesen bedeutenden Standortfaktor für die Branche. Die gute und wenig störungsanfällige Versorgung in Frankfurt am Main ist ein überragender Wettbewerbsvorteil. Das Engagement der Mainova AG ist einer der Grundpfeiler für die Bedeutung von Frankfurt am Main als einer der führenden Digital Hubs in der Welt. Der Energiebedarf der Rechenzentren ist enorm, jedoch in der Summe geringer als die Energiebedarfe von individuellen Einzellösungen. Dieser Fakt ist von hoher Bedeutung für die Akzeptanz dieses Geschäftsfeldes in der Gesellschaft. Aber dennoch ist das Thema Energieeffizienz für die Betreiber der Rechenzentren von eminenter Bedeutung: im internationalen Wettbewerb schneiden deutsche Rechenzentrumsbetreiber auf der Energiekostenseite schlechter ab, weil Strom in Deutschland im internationalen Vergleich teuer ist. Dies stellt Rechenzentrumsbetreiber vor große Herausforderungen, denn ihre Kunden haben stets die Alternative, auf die Angebote der Konkurrenz im billigeren Ausland auszuweichen. Seit geraumer Zeit ist die Tendenz zu beobachten, dass international operierende Rechenzentrumsbetreiber nicht mehr in Deutschland, sondern im nahen europäischen Ausland investieren. Im M 52 ist diese Thematik unter der Rubrik Energieeffizienz in die Liste der Handlungsfelder aufgenommen. Hier hat der Magistrat ausführlich konkrete Handlungsfelder für den Ausbau einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur in Frankfurt am Main benannt und ausdrücklich sein Ziel bekräftigt, weiterhin Informations- und Wissensströme in der Stadt zu bündeln, digitale Wertschöpfungsnetze zu fördern und die Einzigartigkeit des Wirtschaftsstandortes zu festigen. Frankfurt am Main soll auch zukünftig in der ersten digitalen Startreihe steht, wenn der Wettbewerb über Bruchteile von Sekunden entschieden wird.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. Januar 2013NRNR 510Unternehmen der digitalen Wirtschaft konkret unterstützenSTVV-Antrag · FDP
  2. 4. Oktober 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 35 Wochen
    BB 492Unternehmen der Digitalen Wirtschaft konkret unterstützen
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 24 · 05.11.2013
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 492 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeRömer
Sonstige:
FDP (Kenntnis)Freie Wähler (Kenntnis)Piraten (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, FREIE WÄHLER und Piraten (= Kenntnis)

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