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Stoffaustritt am 14.05.2013 - Wie kann der Magistrat die Bevölkerung besser informieren?

Vorlagentyp: B
18 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 20.09.2013, B 467

Betreff: Stoffaustritt am 14.05.2013 - Wie kann der Magistrat die Bevölkerung besser informieren? Vorgang: A 361/13 SPD

  1. Kann der Magistrat, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Industriepark Höchst, zusätzlich zur Sirenenwarnung weitere, effektivere Maßnahmen zur Warnung der Bevölkerung ergreifen? Die Auslösung der Sirenen stellt die effektivste Maßnahme zur Warnung der Bevölkerung bei einem Störfall im Industriepark Höchst dar. Betroffene Bereiche können dadurch schnell und unkompliziert gewarnt werden. In Verbindung mit den Informationen in den Medien werden in kürzester Zeit große Teile der Bevölkerung zielgerichtet gewarnt. Bei kleineren Arealen ist der zusätzliche Einsatz von Lautsprecherwagen der Polizei vorgesehen.
  2. Wie kann die Aufmerksamkeit der Menschen für diese Warnungen verbessert werden und der Aufforderung geschlossene Räume aufzusuchen tatsächlich Folge geleistet wird? Die Standorte der Sirenen um den Industriepark Höchst wurden von Fachingenieuren so ausgewählt, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die sich im möglicherweise betroffenen Gebiet aufhalten, gewarnt werden. Zusätzlich gibt die nach § 11 der Störfallverordnung zu verfassende Information der Öffentlichkeit, die in der Regel im Abstand von 3 Jahren im Umfeld des Industrieparks Höchst an die Anwohner verteilt wird, die entsprechenden Verhaltensweisen vor.
  3. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, damit auch Personen an den Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs informiert und darauf hingewiesen werden, dass sie geschlossene Räume aufsuchen sollen? In der Regel wird bei Sirenenwarnungen der Personennahverkehr in dem betroffenen Gebiet eingestellt. Die Verkehrsmittel werden angewiesen, Fahrgäste an den Haltestellen noch aufzunehmen und so schnell wie möglich den betroffenen Bereich zu verlassen. Da dies auf dem kürzesten Weg, teilweise auf Wegeleitung der Polizei erfolgt, ist nicht sichergestellt, dass Haltestellen auf den Linienwegen noch angefahren werden. Da in dem Bereich, in dem Personen geschlossene Räume aufsuchen sollen, keine Verkehrsmittel mehr verkehren und an den Haltestellen der Busse keine dynamischen Informationseinrichtungen bzw. Lautsprecher vorhanden sind, können auch diese Personen nur über die Informationen von Polizei und Feuerwehr erreicht werden. In Absprache mit dem RMV und der VGF werden zur Zeit Möglichkeiten untersucht, wartende Personen an den Haltestellen über die Zuganzeigetableaus schnell und zielgerichtet über solche Ereignisse zu informieren.
  4. Wie können die Bürger und Bürgerinnen aus den umliegenden Stadtteilen über diese Tatsache informiert werden? Bürgerinnen und Bürger außerhalb des Schadensgebietes werden durch die Medien informiert und durch Absperrungen der Polizei am Betreten betroffener Gebiete gehindert.
  5. Welche Stoffe sind insgesamt ausgetreten und in welcher Menge? Der Magistrat hat sich mit der Firma Clariant in Verbindung gesetzt. Nach deren Aussage sind, durch eine technische Fehlschaltung von Ventilen an einer Anlage, maximal 10 kg Nitrobenzol sowie Anilin in einen Kanal für Produktionsabwässer geleitet worden. Die Werkfeuerwehr des Industrieparks Höchst hat nach eigener Aussage durch den Aufbau eines Wasserschleiers die weitere Ausbreitung des Stoffes verhindert und in der Luft befindliche Dämpfe niedergeschlagen.
  6. Was ist die Ursache für den Stoffaustritt? Die Untersuchungen zu den Ursachen und Abläufen von Explosionen bzw. Bränden werden immer durch die dafür zuständige Polizeidienststelle durchgeführt. Aus diesem Grund stehen nur dort detaillierte Informationen zur Verfügung.
  7. Mit welchen Maßnahmen werden zukünftig solche Stoffaustritte verhindert? Hierzu kann vom Magistrat keine Aussage getroffen werden.
  8. Ist der sehr gefährliche Stoff Nitrobenzol nicht durch weniger gefährliche Stoffe zu ersetzen? Zu den betrieblichen Abläufen und Erfordernissen kann vom Magistrat keine Aussage getroffen werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Mai 2013AA 361Stoffaustritt am 14.05.2013 - Wie kann der Magistrat die Bevölkerung besser informieren?STVV-Anfrage · SPD
  2. 20. September 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 18 Wochen
    BB 467Stoffaustritt am 14.05.2013 - Wie kann der Magistrat die Bevölkerung besser informieren?
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
KAV
Sitzung 17 · 28.10.2013
TO II, TOP 19
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 467 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 6
Sitzung 25 · 29.10.2013
TO I, TOP 42
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 467 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 25 · 09.12.2013
TO I, TOP 32
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 467 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFreie Wähler
Sonstige:
FDP (Kenntnis)Piraten (Kenntnis)Römer (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, Piraten und RÖMER (= Kenntnis)

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