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Integrierung der externen Beratungsstellen in das neue Gebäude des Amtes für Gesundheit

Vorlagentyp: B
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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 19.07.2010, B 454

Betreff: Integrierung der externen Beratungsstellen in das neue Gebäude des Amtes für Gesundheit Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 03.05.2007, § 1823 - M 57/07 - Der Umzug des Amtes für Gesundheit aus der Braubachstraße in das neue zentrale Gebäude in der Breite Gasse 28 erfolgte am 02.03.2009 und wurde auf breiter Ebene durch Aushang, Flyer, Internet und Printmedien bekannt gegeben. Im Folgenden wird zunächst über allgemeine Verbesserungen berichtet, anschließend über die Erfahrungen mit der Zusammenführung der externen Beratungsstellen. Vorteile des neuen Amtsgebäudes Die Bürgerinnen und Bürger haben den neuen Standort des Amtes gut angenommen und sich zustimmend zu der zentralen Lage unweit der Konstablerwache geäußert. An einem Tag der Offenen Tür am 12.09.2009 präsentierte das Amt für Gesundheit den interessierten Frankfurterinnen und Frankfurtern das neue Gebäude mit seinen Möglichkeiten und das Leistungsspektrum des Amtes im Detail. Durch den freundlich gestalteten, großzügigen Eingangs- und Empfangsbereich des neuen Gebäudes können Besucherinnen und Besucher bereits vor Beginn der offiziellen Sprechzeiten die Aufenthalts- und Wartemöglichkeiten nutzen. Das alte Dienstgebäude in der Braubachstraße war nur über eine Treppe bzw. einen Lift erreichbar. Das neue Dienstgebäude ist barrierefrei und somit eine große Erleichterung für alle Menschen mit Kinderwägen, Rollatoren und Rollstühlen. Das neu eingeführte Wegeleitsystem für die Bürgerinnen und Bürger wird derzeit hinsichtlich der Wegeführung und Orientierung noch einmal optimiert. In diesem Rahmen wird auch die seit Ende 2009 geltende DIN 32975 zur barrierefreien Gestaltung visueller Informationen Berücksichtigung finden. Die Strukturierung des neuen Gebäudes ist auf die Anforderungen des Amtes als Gesundheitsbehörde, medizinische Gefahrenabwehrbehörde und Kompetenzzentrum für hochkontagiöse Krankheiten in Hessen und Rheinland-Pfalz gut abgestimmt. Das hat sich im Rahmen der H1N1- Pandemie in Deutschland 2009/2010 bereits sehr bewährt. Durch die redundante Stromversorgung ist das Amt auch im Falle eines Stromausfalls in seinen wichtigen Teilbereichen in der vollen Funktion einsetzbar. Besseres Spektrum für Dienstleistungen Die Erreichbarkeit des Amtes per Hotline ist durch entsprechende Besetzung im neuen Empfangsbereich von bisher 7.30 Uhr-16.30 Uhr auf bis 18.00 Uhr erweitert worden. Ein Callcenter kann jederzeit bei besonderen Lagen kurzfristig aktiviert werden, um schnelle und gezielte Informationen an die Öffentlichkeit zu geben. Arbeitszeiten, Beratungen und Sonderimpfungen im Rahmen der H1N1- Pandemie konnten durch die Zusammenführung der Außenstellen kurzfristig und auch in den Abendstunden durchgeführt werden. In den publikumsintensiven Bereichen des Amtes für Gesundheit wie der Infektionsprävention, der Impfberatung oder den Belehrungen für das Lebensmittelgewerbe bzw. dem Ausstellen der Lebensmittelausweise (Abteilung Infektiologie) nahmen in den letzten Jahren die Vorsprachen und demzufolge auch die Einzahlungen zu. Daher wurde als zusätzlicher Service für die Bürgerinnen und Bürger im neuen Gebäude erstmalig ein moderner, benutzerfreundlicher Kassenautomat eingeführt, der eine schnelle, eigenständige Zahlung ermöglicht. Für die persönliche Ansprache steht jedoch weiterhin eine personell besetzte Gebührenkasse zur Verfügung. Gebührenkasse und Kassenautomat befinden sich im 2. OG, wo auch die hauptsächlichen Sprechstunden des Amtes in den o.g. Bereichen stattfinden. Besucherinnen und Besucher müssen so keine weiten Wege mehr wie im bisherigen Gebäude zurücklegen. Durch die verbesserte räumliche Situation und dem Ausbau der Sprechstundenzeiten in der "Internationalen Humanitären Sprechstunde" des Amtes für Gesundheit konnten 2009 doppelt so viele Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung behandelt werden, wie vor dem Umzug im vorherigen Dienstgebäude. Diese Räumlichkeiten der "Internationalen Humanitären Sprechstunde" werden auf Nachfrage auch Selbsthilfeorganisationen zur Verfügung gestellt. Die neuen Räumlichkeiten erlauben durch ihr Platzangebot Veranstaltungen wie zum Beispiel "Frankfurt is(s)t gut" und die sehr erfolgreiche Reihe "Gesundheit im Alter", mit denen man eine breite Masse von Bürgerinnen und Bürgern ansprechen kann, die das Amt zuvor nicht aufgesucht haben. Mit dem vielfältigen Angebot und Programm zu gesundheitlichen Themen können Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität erreicht werden, sodass sich das Amt immer stärker als ein "Haus der Gesundheit" präsentiert. Die Abteilungen, in denen die Zusammenführung der Außenstellen durchgeführt wurde, können über folgende Erfahrungen berichten: Kinder- und Jugendmedizin Die Sprechstunden der Abteilung konnten durch die Zusammenführung deutlich erweitert werden. Offene Sprechstunden im Vergleich: Alt Neu ab 02.03.2009 2 Mal wö. 13.30-15.00 Uhr, Büro Innenstadt 2- 4 Mal monatlich 13.30-15.00 Uhr in den ehemaligen Außenstellen Mo.- Mi. 13.30-15.00 Uhr Do. 13.30-18.00 Uhr Freitag nach Vereinbarung Darüber hinaus sind jederzeit individuelle Terminvereinbarungen möglich. Das tägliche Angebot einer offenen Sprechstunde inkl. der Spätsprechstunde für berufstätige Eltern am Donnerstag ist von den Klientinnen und Klienten sehr positiv aufgenommen worden. Leistungsspektrum Die nicht verpflichtenden Untersuchungen und Beratungen der Kinder- und Jugendmedizin sind seit dem Umzug ab dem 02.03.2009 bis zum 28.02.2010 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen von 508 auf 554. Dies kann als Hinweis gewertet werden, dass die Bevölkerung die zentrale Lage des neuen Gebäudes mit seinem erweiterten Sprechzeitenangebot positiv angenommen hat. Bei den Leistungen der Frühen Hilfen, die seit dem 4. Quartal 2008 erbracht werden, wurden vom 01.03.2009 bis 28.02.2010 1549 Hausbesuche und 1725 Beratungen durchgeführt. (Vom 01.10.2008 bis 31.03.2009 403 Hausbesuche und 293 Beratungen). Psychiatrie Die offenen Service- und Sprechzeiten des Sozialpsychiatrischen Dienstes wurden mit der Zusammenführung der vier Sektorbüros maßgeblich erweitert. Offene Sprechstunden im Vergleich: Alt Neu ab 02.03.2009 1 Mal wö. 15.00-18.00 Uhr pro Sektorbüro Mo. - Do. 8.30-15.00 Uhr Fr. 8.30-13.00 Uhr Plus 1 Mal wö. 15.00-18.00 Uhr pro Sektorteam an wechselnden Tagen Darüber hinaus können individuelle Beratungstermine von Montag - bis Donnerstagnachmittag mit den vier Sektorteams vereinbart werden Ergänzend ist nach wie vor das Servicetelefon Montag bis Donnerstag von 08.30 bis 15.30 Uhr, am Freitag von 8.30 bis 13.00 Uhr durch eine Mitarbeiter/in des Sozialpsychiatrischen Dienstes besetzt. Leistungsspektrum Neben der Zusammenführung der Außenstellen ist für den Berichtszeitraum folgende Änderung zu berücksichtigen: Seit dem 01.02.2009 werden die bislang unter der Geschäftsführung des Amtes für Gesundheit durchgeführten Hilfeplankonferenzen für Leistungen an behinderte Menschen im Rahmen des Betreuten Wohnens, in Wohnheimen sowie in Tagesstätten in Eigenregie vom Landeswohlfahrtsverband durchgeführt. Durch den Wegfall der Hilfeplankonferenzen ist von mindestens 200-400 Patienten jährlich weniger auszugehen. Dies ist bei den Patienten- und Leistungszahlen in nachstehender Übersicht zu berücksichtigen, sodass die Zusammenführung sogar zu mehr Patienten und mehr Leistungen (alle an Patienten oder für Institutionen erbrachte Dienste) geführt hat. 01.03.2008 bis 28.02.2009: 01.03.2009 bis 28.02.2010: Neue Patienten: 1886 Neue Patienten: 1730 Hausbesuche: 335 Hausbesuche: 329 Leistungen: 6923 Leistungen: 6972 Zahnmedizin Auch hier wurde das Sprechstundenangebot durch die Zusammenführung der Außenstellen erweitert. Offene Sprechstunden im Vergleich: Alt Neu ab 02.03.2009 1 Mal wö. 13.30-15.00 Uhr Mo. und Mi. 13.00-15.00 Uhr Individuelle Terminvereinbarungen sind darüber hinaus jederzeit möglich. Auch wird von Montag bis Donnerstag zwischen 8.00 und 15.00 Uhr telefonische Beratung angeboten. Der Aufgabenschwerpunkt der Abteilung Zahnmedizin, die Jugendzahnpflege in aufsuchender Arbeit, wird weiterhin in vollem Umfang durchgeführt. Die jugendzahnärztliche Gruppenprophylaxe (präventive Betreuungskonzepte) und die jugendzahnärztlichen Untersuchungen erfolgen in einem regelmäßigen Turnus in Schulen und Kindereinrichtungen. Leistungsspektrum Die Ausstattung des zahnärztlichen Untersuchungs- und Prophylaxeraums hat sich deutlich verbessert. Durch nur noch eine neu angeschaffte zentrale Behandlungseinheit sind Einsparungen von Wartungs- und Sachmittelkosten zu erwarten. Eine neue Möglichkeit zusätzlich zur aufsuchenden Gruppenprophylaxe ergibt sich durch die abteilungsübergreifende Kooperation mit der Kinder- und Jugendmedizin. Diese ist jetzt aufgrund der zentralen räumlichen Gegebenheiten und der Unterbringung in einem gemeinsamen Stockwerk möglich. Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen können zusätzlich Elternberatungen und zahnärztliche Untersuchungen mit Mundhygienetraining bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko durchgeführt werden. Dieser Service konnte den Eltern zuvor nicht angeboten werden. In der Anlaufphase des Projektes wurden im Jahr 2009 37 Elternberatungen durchgeführt, im

  1. Quartal 2010 waren es bereits
  2. Ein gut ausgestattetes Wartezimmer wird als Schulungs- und Veranstaltungsraum für neue Angebote genutzt. Monatlich findet z.B. die Veranstaltung "Zahnfit-Mach mit" statt, eine Zahnputzstunde für Eltern und ihre bis 3jährigen Kinder. Fazit Resümierend können die Leistungszahlen und die Erfahrungen der Integrierung der bisherigen Außenstellen des Amtes für Gesundheit in ein zentrales Gebäude, sowie die Erfahrungen mit dem Gebäude selbst, als durchweg positiv bezeichnet werden. Die Zusammenführung wird durch das deutlich erweiterte Angebot an Sprechstunden und Leistungen von den Bürgerinnen und Bürgern als hilfreich und effektiv gesehen. Auch der zentrale Standort und das neue Dienstgebäude erhalten viel Zuspruch. Neben der Zusammenführung der externen Beratungsstellen ist als weiterer positiver Effekt zu verzeichnen, dass einzelne Abteilungen des Amtes nun nicht mehr über drei Dienstgebäude verteilt sind wie in der Braubachstraße, sondern in einem Dienstgebäude im selben Stockwerk zusammengeführt werden konnten. Dies hat maßgeblich zu einer besseren Kommunikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander geführt und die Wege für Besucherinnen und Besucher im Amt erheblich vereinfacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten von gesteigerter Arbeitszufriedenheit, sowie einer Optimierung der eigenen Arbeit durch bessere Möglichkeiten der Vertretung, fachlichen Rücksprachen und Zusammenarbeit. Durch eine gezielte Personaleinsatzsteuerung können die personellen Ressourcen effizienter und besser genutzt werden. Diese Synergieeffekte kommen den Frankfurterinnen und Frankfurtern wieder zugute. Die Bürgerinnen und Bürger müssen durch die Schließung der Außenstellen zum Teil längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, ebenso wie die Mitarbeiter des Amtes für Hausbesuche. Dem stehen jedoch ein erweitertes Sprechstundenangebot, eine Prozessverbesserung bei den täglichen Arbeitsabläufen und der Wegfall von Wegezeiten in andere Beratungsstellen bei Vertretungssituationen gegenüber. Das Amt für Gesundheit wird in seinem neuen Gebäude neben seinen gesetzlichen Aufgaben in steigendem Maße auch als Dienstleistungszentrum für Gesundheit wahrgenommen und aufgesucht, als ein "Haus der Gesundheit" für die Frankfurterinnen und Frankfurter. Als Beispiele für diese neue Entwicklung sind die Veranstaltungsreihen zur bewussten Ernährung und zur Gesundheit im Alter angeführt: Die Reihe Frankfurt is(s)t gut hat neben der Beratung von Eltern bezüglich gesunder und einfacher Kinderernährung auch die Klimaschädlichkeit der Produktion mancher Lebensmittel und allgemeine Verbraucherinformationen in den Fokus gestellt. Als ganz besonderer Publikumsmagnet hat sich die Veranstaltungsreihe "Gesundheit im Alter" erwiesen. Der besondere Erfolg dieser Veranstaltungen mag darin begründet sein, dass nicht allein die Gesundheit, sondern auch die allgemeinen Lebensumstände und deren positiven Gestaltungsmöglichkeiten im Alter im Mittelpunkt standen. In der Angebotspalette fanden sich Beiträge zur gesunden Ernährung, Medikamente und deren Wechselwirkungen, aber auch Tipps zum Flirten im Alter oder lebenslanges Lernen. Die Fortsetzung dieser Reihe ist bereits in Planung (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 7831 vom 25.03.2010). Solche Angebote sollen auch zukünftig weiter entwickelt werden, um möglichst viele Bürger anzusprechen und auf die Leistungen, Kompetenz und Beratungsmöglichkeiten des Amtes für Gesundheit aufmerksam zu machen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 23. März 2007MM 57Abschluss eines Leasingvertrages über die Liegenschaft Breite Gasse 28Magistratsvortrag
  2. 19. Juli 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 173 Wochen
    BB 454Integrierung der externen Beratungsstellen in das neue Gebäude des Amtes für Gesundheit
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 1
Sitzung 46 · 24.08.2010
TO I, TOP 51
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 454 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 44 · 23.09.2010
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 454 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFreie Wähler
Sonstige:
FAG (Kenntnis)NPD (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG und NPD (= Kenntnis)

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