Das .mitSprache.-Modell an der Henri-Dunant-Schule fortsetzen
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 06.09.2013, B 434
Betreff: Das "mitSprache"-Modell an der Henri-Dunant-Schule fortsetzen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 06.06.2013, § 3247 - OA 361/13 OBR 6 - In Frankfurt besteht stadtweit Unterstützungsbedarf für Chancengleichheit und Förderung aller Frankfurter Kinder und ihrer Familien. Das Projekt "mitSprache" ist in der bisherigen Form nicht in der Lage, diesen Bedarf sachlich abzudecken. Dies zeigen schon die Zahlen: Das Projekt erreicht 7 von 154 öffentlichen Schulen und 5 von rund 680 Kindertagesstätten. Es kann nicht dauerhaft lediglich exemplarisch in einzelnen Einrichtungen gearbeitet und damit nur punktuell Probleme aufgefangen werden, die letztlich struktureller Art, zum Teil auch Aufgabe der Landespolitik sind. Durch die Beendigung des Modellprojekts in seiner jetzigen Form werden die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen frei, um gemeinsam mit anderen städtischen Stellen und dem Staatlichen Schulamt an breiter wirkenden Konzepten zu arbeiten. Nur so können die vorhandenen Ressourcen im Stadtgebiet gerechter verteilt werden. Derzeit arbeitet das Amt für multikulturelle Angelegenheiten an einer Nachfolgekonzeption und steht dazu im Gespräch mit verschiedenen Einrichtungen und Partnern, so auch mit den Schulleitungen der Henri-Dunant-Schule sowie Eduard-Spranger-Schule. Die Henri-Dunant-Schule und benachbarte Eduard-Spranger-Schule sowie die anderen bisher am Modell "mitSprache" beteiligten Einrichtungen werden im aktuellen Schuljahr 2013/14 zur Sicherung der nachhaltigen Wirksamkeit der entwickelten Strukturen und Projekte mit einem Anschlusscoaching unterstützt: jeder ehemaligen Projekteinrichtung wird ein Budget von insgesamt 33 Beratungsstunden zur Verfügung gestellt. Dies kann in Absprache mit der ehemaligen pädagogischen Moderatorin sowie mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten niederschwellig in Form einer Beratung der Einrichtungsleitung sowie entsprechender Arbeitsgruppen oder über Konzeptions- und Supervisionstage für den weiteren Prozess der Schul- und Kita-Entwicklung genutzt werden. Das Projekt hat während seiner Laufzeit in den beteiligten Einrichtungen einen guten Beitrag geleistet. Neben der Entwicklung schulinterner und stadtteilbezogener Projekte konnten im Rahmen einer Öffnung des Modells über Fortbildungsveranstaltungen und Veröffentlichungen "mitSprache"-Erfahrungen an weitere Bildungseinrichtungen weitergegeben werden. Dies war jedoch mit Blick auf den stadtweiten Bedarf nicht im erforderlichen Umfang möglich. Mit einer oben beschriebenen Neukonzeption der bildungsrelevanten Themen wird eine breitere Wirksamkeit der Unterstützung sowie eine nachhaltige Einbindung in strukturelle Rahmenbedingungen angestrebt. Denn gerade im Bereich der Deutschförderung und der Begleitung von Schulen bei der Aufgabe interkultureller Öffnung ist die Stadt Frankfurt nicht der einzige und vor allem nicht der primäre Akteur. Notwendig ist auf Seiten des Landes Hessen (Kultusministerium) ein stringentes Konzept für den Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt an Schulen. Dazu gehört ein ausreichendes Kontingent an Stellen für die Förderung von Deutsch als Zweitsprache sowie durchgängige Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals zu Themen wie Diversity, Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit. Das Kultusministerium hat für das Schuljahr 2013/14 eine neue Initiative für weitere Lehrer/innen-Stellen gestartet und dies u. a. mit der Einführung eines sog. Sozialindex verbunden. Die aktuelle Umsetzung des Sozial-Indexes für Städte und Gemeinden basiert laut HKM auf folgenden vier Indikatoren:
a) Der Anteil der Arbeitslosen an der Wohnbevölkerung, b) der Anteil der SGB II-Empfänger, c) der Anteil der Einfamilienhäuser bezogen auf die Gesamtzahl der Wohnungen sowie d) der Anteil der Zuwanderer unter den Schülerinnen und Schülern. Die konkrete Umsetzung für die Stadt Frankfurt und somit die Frankfurter Schulen verfolgen das Amt für multikulturelle Angelegenheiten sowie das Dezernat für Integration und stehen dazu im Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt Frankfurt und dem Hessischen Kultusministerium.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. März 2013OFOF 684/6Das .mitSprache.-Modell an der Henri-Dunant-Schule fortsetzenOrtsbeiratsantrag · SPD, GRÜNE
- 9. April 2013OAOA 361Das .mitSprache.-Modell an der Henri-Dunant-Schule fortsetzenAnregung
- 6. September 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 WochenBB 434Das .mitSprache.-Modell an der Henri-Dunant-Schule fortsetzenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER gegen SPD (= Kenntnis als Zwischenbericht) und Piraten (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: RÖMER (= Kenntnis)