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Mehr städtische Aufträge an die Praunheimer Werkstätten vergeben

Vorlagentyp: B
29 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, mehr städtische Aufträge an die Praunheimer Werkstätten zu vergeben, um deren breites Leistungsspektrum zu nutzen. Dies soll insbesondere für Kleinaufträge bis 10.000 € gelten, um den Wettbewerbsgedanken zu fördern und die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Bericht

Die Stadt Frankfurt am Main hält 49.06 % der Anteile an den Praunheimer Werkstätten, dies bedeutet eine Minderheitsbeteiligung, weshalb ihr Einfluss nicht der einer stadteigenen Organisation gleichkommt. Daraus ergibt sich, dass eine Direktvergabe von Leistungen an die Praunheimer Werkstätten nicht möglich ist, es bedarf eines Wettbewerbes.

Gleichwohl können Ämter und Betriebe über ihre dezentralen Beschaffungsstellen und für Kleinaufträge (bis 10.000 €) im Rahmen ihrer speziellen Zuständigkeit Leistungen an die Praunheimer Werkstätten gGmbH vergeben. Dies geschieht bereits an mehreren Stellen (z.B. zur Aktenvernichtung) und wird vom Magistrat ausdrücklich befürwortet.

Die Praunheimer Werkstätten bieten ein breites Leistungsspektrum an, derer sich Ämter und Betriebe bedienen könnten, hierzu zählen unter anderem digitale Akten- und Datenvernichtung, Garten- und Pflanzenpflege, Mailing und Versandarbeiten, Scan-Service, Holzverarbeitung sowie Verpackungs- und Konfektionierungsarbeiten.

Bei Vergaben, die über dem Wert von 10.000 € liegen, gelten jedoch § 118 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung) bzw. § 8 Abs. 4 Nr. 16 lit. a UVgO (Unterschwellenvergabeordnung). Der Wettbewerbsgedanke ist daher auch bei Werkstätten für Menschen mit Behinderungen führend.

Der Magistrat prüft die Möglichkeit, die Eigenschaft als Werkstatt mit Behinderung, neben dem Preis, als weiteres Zuschlagskriterium in die Wertung zu stellen und entsprechend hoch zu gewichten. Darüber hinaus weist der Magistrat die dezentralen Beschaffungsstellen der Ämter und Betriebe gerne erneut auf das breite Angebote der Praunheimer Werkstätten gGmbH und entsprechend auf die Möglichkeit zur Vergabe von Kleinaufträgen bis 10.000 € hin.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 29. März 2023NRNR 634Mehr städtische Aufträge an die Praunheimer Werkstätten vergebenSTVV-Antrag · CDU
  2. 20. Oktober 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 29 Wochen
    BB 422Mehr städtische Aufträge an die Praunheimer Werkstätten vergeben
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 22 · 30.11.2023
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 422 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDVolt
Ablehnung:
CDU
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., AfD und Volt gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)

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