Sprach-Kitas für Frankfurt langfristig sichern
Zusammenfassung
Der Bericht schlägt vor, die Sprach-Kitas in Frankfurt langfristig zu sichern, um die Qualität der Sprachbildung zu gewährleisten. Die Finanzierung durch das Ministerium für Soziales und Integration ist bis Ende 2024 gesichert, jedoch sind weitere Schritte für 2025 notwendig. Ziel ist es, die Ressourcen und Kosten für eine eigenverantwortliche Weiterführung des Projekts ab 2025 zu prüfen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBericht
Zwischenbescheid des Magistrats vom 11.04.2024
Zwischenbericht: Seit Juli finanziert das Ministerium für Soziales und Integration das Sprach-Kita-Projekt auf Landesebene. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Finanzierung durch das HMSI bis Ende 2024 gewährleistet. Für 2025 wird ein neues Gesamtkonzept zur Sprachbildung angekündigt, Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt. Für den Fall, dass das Projekt nicht auf Landesebene weitergeführt wird, wurde der Magistrat aufgefordert zu prüfen, welche Kosten der Stadt jährlich entstehen würden, wenn das Projekt "Sprach-Kitas" (ausgehend vom aktuellen Ausbaustand) ab Januar 2025 eigenverantwortlich weitergeführt würde und welche organisatorischen und personellen Ressourcen darüber hinaus nötig wären, um eine nahtlose Weiterführung des Programms in städtischer Verantwortung zu gewährleisten.
Am Bundesprojekt haben sich 83 Sprach-Kitas in Frankfurt am Projekt beteiligt. Allen teilnehmenden Einrichtungen wird eine Funktionsstelle zur Sprachbildung von 19,5h/Woche finanziert. Die zentrale Aufgabe dieser zusätzlichen (Sprach-) Fachkräfte ist es laut Förderrichtlinie, ihre Kompetenzen an das Einrichtungsteam weiterzugeben, ein Modell guter Praxis zu sein und für eine nachhaltige Implementierung zu sorgen. Für diese Aufgaben erfolgt eine Eingruppierung von TVÖD 8b. Das HMSI folgt dem Bund in seiner Fördersystematik und zahlt eine Förderpauschale von 25.000€ pro Jahr für die Besetzung dieser zusätzlichen (Sprach-)Fachkraft. Bei 83 Sprach-Kitas in Frankfurt entspräche dies einer Summe von insgesamt mindestens 2.075.000€ für die (Sprach-) Fachkräfte; die Tarifsteigerungen der letzten Jahre wären noch hinzu zu addieren.
Alle teilnehmenden Einrichtungen werden in Verbünden von 10-15 Einrichtungen von einer (Sprach-) Fachberatung mit 19,5h/Woche begleitet. Ihre zentralen Aufgaben sind u.a. die Begleitung und Qualifizierung der zusätzlichen (Sprach-)Fachkräfte, Kita-Leitungen und der Kita-Teams mit dem Ziel, die Qualität der Einrichtungen zu erhöhen, sowie die Organisation des Austauschs mit den zusätzlichen Fachkräften im Verbund. Für diese Aufgaben erfolgt eine Eingruppierung in TVÖD S17. Das HMSI folgt auch hier dem Bund in seiner Fördersystematik und zahlt eine Förderpauschale von 32.000€ pro Fachberater*in. Bei 83 Sprach-Kitas in Frankfurt entspräche dies einer Summe von insgesamt mindestens 256.000€ plus Tarifsteigerungen.
Die zusätzliche Ressource in den Kindertageseinrichtungen und in der Fachberatung trägt in hohem Maße zur Qualitätsentwicklung bei und sollte vor diesem Hintergrund gesichert werden. Zudem ist mit den übergeordneten Aufgaben eine für pädagogische Fachkräfte interessante Weiterentwicklungsoption gegeben, die im Sinne der Personalbindung von Fachkräften genutzt werden sollte.
Neben den Förderpauschalen für die beteiligten Einrichtungen entstehen Kosten für die Konzipierung und Organisation der Qualifizierungen für die Fachberater*innen. Im Bundesprojekt fand in diesem Zusammenhang eine Kooperation mit Universitäten statt, so dass die Inhalte der Qualifizierungen stets eine hohe wissenschaftliche Aktualität aufwiesen.
Darüber hinaus wird eine Projekt-Koordination nötig sein, z.B. zur Prüfung des Berichtswesens der teilnehmenden Kitas, zur Organisation und Moderation von Netzwerktreffen Fachberater*innen, zur Zusammenarbeit mit einer Universität zur Organisation der Qualifizierungen sowie zur Begleitung der Online-Plattform. Es sollte zusätzlich zur bisherigen Praxis ein regelhaftes, wirkorientiertes Monitoring etabliert werden.
Ebenfalls mitbedacht werden müssten Personal-Ressourcen für die Projektverwaltung.
Entsprechende tarifliche Eingruppierungen müssten vorgenommen und die Summe errechnet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. März 2023BB 117Bundesprogramm Sprach-Kitas fortsetzenMagistratsbericht
- 29. März 2023NRNR 638Sprach-Kitas für Frankfurt langfristig sichernSTVV-Antrag · CDU
- 20. Oktober 2023Sie sind hierBB 415Sprach-Kitas für Frankfurt langfristig sichernMagistratsbericht
- 27. Mai 2024Antwort des Magistrats · nach 64 WochenBB 214Sprach-Kitas für Frankfurt langfristig sichernMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf20 Beratungen
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Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., FRAKTION und ÖkoLinX-ELF Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, Volt und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.