Leerstand in Frankfurt
Zusammenfassung
Der Magistrat plant Maßnahmen zur Reduzierung des Leerstands in Frankfurt, insbesondere durch Priorisierung der Sanierung leerstehender Wohnungen. Dies geschieht in Kooperation mit der ABG Frankfurt Holding und soll durch geeignete finanzielle Mittel unterstützt werden. Ziel ist es, eine zeitnahe Vermietung der sanierten Einheiten zu ermöglichen.
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Thema Wohnen verfolgenBericht
Seit 2023 wird der Gewölbekeller unter dem Haus "An der Staufenmauer 11" als neuer Kulturort "Goldener Apfel" bespielt und weiterentwickelt. Der kulturhistorisch bedeutende Raum, einst Teil eines Stadtpalais von Joseph Moses Rindskopf aus dem Jahr 1809, wurde im Vorfeld des METAhub-Festivals "Mapping Memories: Judengasse Extended" im Frühjahr 2023 wiederentdeckt und der Öffentlichkeit erstmals zugänglich gemacht. Städtebauliche Lage und Baubefund bestätigten, dass es sich bei dem Gewölbe um ein einzigartiges Relikt der ehemaligen Judengasse und ein seltenes Zeugnis der jüdischen Emanzipation in Frankfurt handelt.
Der Gewölbekeller wird seit 2023 für die historisch-politische Bildung genutzt, deren Fokus sich auf die Themen Jüdische Gleichberechtigung im 19. Jahrhundert und die Geschichte des umliegenden Stadtraums richtet. Das vielfältige Programm setzt sich aus unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wie Ausstellungen, Performances, Workshops, Führungen, Vorträgen oder Podiumsgesprächen zusammen. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum, dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Historischen Museum, dem Deutschen Architekturmuseum, dem Stadtplanungsamt und weiteren Partnern realisiert. Die kulturelle Nutzung des Goldenen Apfels steht in enger Verbindung mit den städtebaulichen Entwicklungen rund um die Staufenmauer und die zerstörte Hauptsynagoge im Rahmen des Projekts "Schöneres Frankfurt", das eine Neugestaltung des Areals vorsieht.
Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen des Etatantrags E 161 wurde 2024 vor Ort eine permanente Ausstellung eingerichtet, deren Themen in 2025 in Rahmen eines vielseitigen Veranstaltungsprogramms vertieft worden sind.
Die am 9. November 2024 eröffnete Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Kampf von Jüdinnen und Juden um Gleichberechtigung und die Emanzipation von traditionellen Lebensvorstellungen im frühen 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichte des Hauses, seiner Eigentümer sowie die Baugeschichte des Gewölbekellers selbst. Für die Präsentation neuer Forschungsergebnisse entwickelte das Architekturbüro Wandel Lorch Götze Wach eine ansprechende Gestaltung mit interaktiven und medialen Elementen. Zwei eigens entwickelte Filme mit Interviews und virtuellen Rekonstruktionen unterstreichen die Bedeutung Ludwig Börnes und erklären die Architektur der ehemals benachbarten Hauptsynagoge. Eine immersive Anwendung auf zwei VR-Brillen verbindet eine Fahrt durch die rekonstruierte Judengasse um 1860 mit einem künstlerisch-assoziativen Soundtrack. Seit ihrer Eröffnung wird die Dauerausstellung durch regelmäßige Führungen, Workshops und zahlreiche Veranstaltungen begleitet, die ein hohes Besucherinteresse auf sich ziehen.
Der Goldene Apfel bietet als neu etablierter Kulturort im historischen Zentrum Frankfurts ein bedeutendes Potenzial für die nachhaltige Vermittlung jüdischer Geschichte sowie für die Verknüpfung von Kultur, Stadtentwicklung und digitaler Innovation. Die Bespielung des denkmalgeschützten Gewölbekellers schafft einen öffentlichen Raum, der historische Tiefenschichten des Ortes zugänglich macht und zugleich neue Formen der kulturellen Teilhabe ermöglicht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Juni 2024EE 161Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Gewölbekeller „Goldener Apfel“ - StaufenmauerEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 10. November 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 75 WochenBB 409Gewölbekeller „Goldener Apfel“ - StaufenmauerMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Linke gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP und Volt; ÖkoLinX-ELF (Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG, AfD, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stadtv. Yilmaz (= Kenntnis)