Schwimmvereine: Nachwuchsarbeit weiterhin stärken
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 07.02.2014, B 39
Betreff: Schwimmvereine: Nachwuchsarbeit weiterhin stärken Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 10.10.2013, § 3706 - A 358/13 FDP, B 401/13 - Zu 1.: Der Magistrat sieht die gute Nachwuchsarbeit der Frankfurter Schwimmvereine durch die neuen Nutzungsentgelte für Schwimmbahnen nicht als gefährdet an. Die neu geltenden Entgelte liegen noch immer zum Teil sehr deutlich unter den entsprechenden Tarifen, die von anderen großen bundesdeutschen Badbetreibern für die Bereitstellung von Schwimmbahnen erhoben werden. Dennoch gelingt es, den Schwimmsport in diesen Kommunen weiter gedeihen zu lassen. Für den Frankfurter Bereich ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung, dass für Vereine mit einem hohen Anteil an sportlichem Nachwuchs besondere Sportfördermaßnahmen greifen.
Zu 2.: Es ist darauf hinzuweisen, dass Vereine bei einem hohen Anteil jugendlicher Mitglieder höhere Sportfördermittel erhalten als bei einem geringen Anteil von sportlichem Nachwuchs. Auch gibt es für derartige Vereine höhere Mittelbewilligungen bei Baumaßnahmen. Zudem profitieren Vereine mit dieser Struktur von besseren Konditionen bei Miet-, Pacht- und Erbpachtverhältnissen. Für ein eigenes Trainingsbad der Frankfurter Schwimmvereine werden derzeit jedoch keine finanziellen Möglichkeiten gesehen.
Zu 3.: Die letzte Eintrittspreisanpassung für die Frankfurter Bäder wurde im Jahr 2008 vorgenommen und liegt somit bereits fünf Jahre zurück. In der Zwischenzeit sind in nahezu allen Bereichen des Bäderbetriebs die Kosten, vor allem auch die Energiekosten, stark gestiegen. Es wurden in den letzten Jahren sehr große Anstrengungen unternommen, um die Bäder nicht nur baulich und technisch auf akzeptablem Stand zu halten. Es wurde auch viel für den Erhalt der Attraktivität der Schwimmstätten getan. So wurden seit 2004 mehr als 70 Millionen Euro in Bau und Technik der Bäder gesteckt. Es erfolgte eine vollständige Erneuerung der Badelandschaft der Freibäder Silo, Brentano, Eschersheim und Hausen, wobei bei den drei letztgenannten auch für Neubauten im hochbaulichen Bereich gesorgt wurde. Das ehemalige Bezirksbad Sachsenhausen wurde als "Textorbad" im Schwanthaler Carrée als Neubau errichtet. In mehreren Abschnitten wurde der Hallenbadbereich des Riedbades Bergen-Enkheim modernisiert. Hieraus - und dies stellt nur die Benennung der größten Baumaßnahmen dar - ergeben sich erheblich gestiegene Zins- und Abschreibungslasten, die von der BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF) über lange Zeiträume hinweg zu finanzieren sind. Ohne den schwierigen Weg, nun die Nutzerinnen und Nutzer der Frankfurter Bäderlandschaft mehr an den entstehenden Kosten zu beteiligen, hätten ganze Bäderstandorte in Frankfurt am Main infrage gestellt werden müssen. Dies sollte unbedingt vermieden werden.
Zu 4.: Im Rahmen einer intensiv geführten Gesprächsreihe wurde mit der Schwimmgemeinschaft Frankfurt (SGF) eine zeitliche Streckung der Belastung aus den neuen Nutzungsentgelten für die Frankfurter Schwimmvereine vereinbart. Dies wurde zwischen-zeitlich gegenüber den betreffenden Vereinen mit mehreren Schreiben der Geschäftsleitung der BäderBetriebe Frankfurt GmbH kommuniziert.
Zu 5.: Die Errichtung und der Betrieb eines ausschließlich für schulische und vereinssportliche Zwecke zu nutzenden neuen Bades in Frankfurt am Main übersteigt die momentan verfügbaren finanziellen Spielräume der Stadt.
Zu 6.: Die Planung der Dahlmann-Schule mit Zweifeld-Sporthalle und Schwimmbad erfolgte auf Grundlage des von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Modellraum-programms. Im Rahmen des durchgeführten Architektenwettbewerbs war ein Lehrschwimmbecken mit 20-Meter-Bahnen Auftragsinhalt. Die Verlängerung des 20 Meter langen Beckens auf 25 Meter zuzüglich einer Tribüne hätte Mehrkosten in Höhe von grob geschätzt 7 Millionen Euro verursacht. Es handelte sich bei dieser Schätzung um eine überschlägige Einschätzung aufgrund von Vergleichszahlen anderer Projekte. Unabhängig davon wäre die Umsetzung aufgrund der begrenzt vorhandenen Flächen nicht möglich gewesen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Mai 2013AA 358Schwimmvereine: Nachwuchsarbeit weiterhin stärkenSTVV-Anfrage · FDP
- 12. August 2013BB 401Schwimmvereine: Nachwuchsarbeit weiterhin stärkenMagistratsbericht
- 7. Februar 2014Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 39 WochenBB 39Schwimmvereine: Nachwuchsarbeit weiterhin stärkenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und LINKE. gegen FREIE WÄHLER (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und ELF Piraten (= Kenntnis)