Klimaschutz sichtbar machen
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBericht
Zwischenbericht: Der Magistrat bereitet die Installation einer digitalen Anzeigetafel mit Informationen zu den Treibhausgasemissionen an einem zentralen Platz in der Innenstadt vor.
zu 1: Die Maßnahme betrifft in erster Linie die stadteigenen CO2-Emissionen, die von dem Amt für Bau und Immobilien erfasst werden. Es könnten zwei Grafiken mit den jährlichen äquivalenten Treibhausgasemissionen beginnend mit dem Jahr 1990 dargestellt werden. Das Jahr 1990 ist Bezugsjahr für viele Klimaschutzbeschlüsse.
Die erste Grafik sollte die Entwicklung der Emissionen der gesamten Stadt Frankfurt darstellen. Ab dem Jahr 2022 sollten die Soll-Werte der politischen Zielsetzung mit den Ist-Werten verglichen werden. Die Darstellung kann differenziert nach Sektoren erfolgen: Haushalte, Industrie, Verkehr und Gewerbe/Handel/Dienstleistungen. Die jährlichen Daten kann das Energiereferat mit einem Jahr Verzögerung zur Verfügung stellen, da das statistische Landesamt die Daten der Industrie erst im Oktober des Folgejahres liefert.
Die zweite Grafik könnte die Entwicklung der Emissionen für die städtisch genutzten Liegenschaften darstellen. Auch hier könnte ein Soll-Ist-Wert-Vergleich stehen. Die Daten kann das Amt für Bau und Immobilien etwa im Mai für das Vorjahr liefern. Vorher liegen nicht alle Abrechnungen der Energieversorger, Ämter und Betriebe vor. Bis dahin könnte mit geschätzten Werten gearbeitet werden, die über das Jahr täglich anwachsen.
Als gute Beispiele könnten Klimaschutzprojekte aus dem Klimaschutzstadtplan dargestellt werden, auf dem 5.000 Klimaschutzprojekte im Geoportal der Stadt Frankfurt dokumentiert sind.
Außerdem könnten auf der Zeitachse wichtige Klimaschutzbeschlüsse oder Investitionen dargestellt werden (z.B. Beitritt zum Klimabündnis, Koalitionsvertrag, Umrüstung Heizkraftwerk-West von Kohle auf Gas).
zu 2: Wie im BISKO-Standard für kommunale Treibhausgasbilanzierung festgelegt, werden die Berechnungen mit den äquivalenten Treibhausgasemissionen über die gesamte Prozesskette durchgeführt. Daher ist es nicht erforderlich, weitere Treibhausgase in die Darstellung aufzunehmen. Möglich wäre, die Entwicklung der Emissionsfaktoren z.B. für den Strom mit darzustellen. Eine tagesaktuelle oder wochenaktuelle Darstellung ist niemals für die gesamte CO2-Bilanz, sondern lediglich für einzelne Großverbraucher möglich. Denkbar wäre es, eine Anzeige zu integrieren, die den aktuellen Erzeugungsmix der die Frankfurt beliefernden Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Amprion darstellt ("Strom Ampel"). Hiermit könnten die Bürger:innen darauf hingewiesen werden, ihren Stromverbrauch in Zeiten zu verschieben, in denen ein hohes Angebot von erneuerbarem Strom im Netz vorhanden ist.
zu 3: Der Anteil der privaten Haushalte (siehe Antwort zu
1) könnte in der ersten Grafik separat dargestellt werden.
zu 4: Die Darstellungen auf der Anzeigetafel werden zusätzlich über die Webseite der Stadt Frankfurt am Main abrufbar sein.
zu 5: Derzeit wird ein geeigneter Standort für die Anzeigetafel in der Innenstadt gesucht. Der Magistrat wird der Stadtverordnetenversammlung verschiedene Vorschläge übermitteln.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Februar 2022NRNR 289Klimaschutz sichtbar machenSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 10. Oktober 2022Sie sind hierBB 387Klimaschutz sichtbar machenMagistratsbericht
- 6. März 2023BB 113Klimaschutz sichtbar machenMagistratsbericht
- 10. Juli 2023Antwort des Magistrats · nach 72 WochenBB 293Klimaschutz sichtbar machenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)