Fernwärmeversorgung des Zoos
Zusammenfassung
Die Magistratsvorlage befasst sich mit der Fernwärmeversorgung des Zoos und dem Netzbau zur optimierten Versorgung. Geplant sind Anbindungen für mehrere Liegenschaften, um eine nachhaltige Wärmeversorgung zu gewährleisten. Dieser Ausbau soll die Energieeffizienz erhöhen und die Dekarbonisierung der städtischen Liegenschaften unterstützen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBericht
Die Fragen 1.-3. werden zusammen beantwortet: Wasserstoff und grüne Gase können einen Beitrag für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und Industrie leisten. Sie sind ein wichtiger Baustein für das Ziel der Klimaneutralität der Stadt Frankfurt. Darüber hinaus sind sie aktuell am besten speicherbar, bieten große Skaleneffekte (z.B. perspektivisch für Saisonal- oder Dunkelflautenspeicher) und sind in sehr großen Mengen gut transportabel, was sie für eine Vielzahl von Einsatzbereichen prädestiniert.
Daher wird Wasserstoff dringend benötigt, um die Klimaschutzziele zu erreichen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie die wirtschaftliche Prosperität der Region Frankfurt/Rhein-Main zu erhalten. Wasserstoff sollte deshalb in der lokalen Wirtschaft und Industrie sowie der regionalen Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für die Fernwärme zum Einsatz kommen. Dafür wird das Heizkraftwerk West bis 2026 von Steinkohle auf Gas umgestellt. Die Steinkohleblöcke werden durch wasserstofffähige Gasturbinen mit Abhitzedampferzeugern ersetzt. In hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung wird zunächst durch den Einsatz von Erdgas und perspektivisch durch den Einsatz von CO2-neutrale Gasen, wie Wasserstoff, Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt.
Auf Bundesebene bestehen Planungen, bis 2037 sukzessive das Wasserstoffkernnetz in Betrieb zu nehmen. Durch das Kernnetz sollen wesentliche Verbrauchsschwerpunkte in Deutschland an die entsprechende Infrastruktur angeschlossen und mit Wasserstoff versorgt werden. Frankfurt und die Metropolregion Rhein-Main sollen nach aktuellem Planungsstand ab 2028 beginnend im Osten an der bayrischen Landesgrenze in Richtung Westen über das regionale Wasserstoffverteilnetz der "Rh2ein-Main-Connect" mit klimaneutralem Wasserstoff versorgt werden. Bis Mitte der 2030er Jahre ist eine Anbindung im Westen an das Kernnetz in der Nähe des Industrieparks Höchst vorgesehen.
Um die technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu untersuchen, wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen Mainova AG, deren Tochtergesellschaft Netzdienste Rhein-Main GmbH und den Regionalversorgern ENTEGA AG, ESWE Versorgungs AG, der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) sowie den Fernleitungsnetzbetreibern Open Grid Europe GmbH (OGE) und Gascade Gastransport GmbH sowie dem Verteilnetzbetreiber e-netz Südhessen AG geschlossen.
Das neue Wasserstoff-Regionalnetz "Rh2ein-Main Connect" soll die Metropolregion durch gleich mehrere Anbindungen an das H2-Kernnetz mit klimaneutralem Wasserstoff versorgen. Die Kosten für das gesamte regionale Wasserstoffverteilnetz "Rh2ein-Main-Connect" werden sich aktuell voraussichtlich auf etwa 600 Millionen Euro bis 2040 belaufen. Der Betrag kann niedriger ausfallen, wenn größere Teile der bestehenden Gas-Hochdrucknetze umgenutzt werden können, ohne die laufende Erdgasversorgung zu beeinträchtigen.
Im Rahmen der Kooperation werden auch Möglichkeiten zum Trassenverlauf sowie der Kostenaufteilung und Finanzierung ermittelt. Dieser Vorgang wird voraussichtlich Mitte 2025 abgeschlossen sein.
Die Mainova AG hat aktuell keine abschließenden Erkenntnisse über mögliche Förderprogramme zur Finanzierung des regionalen Wasserstoffverteilnetz "Rh2ein-Main-Connect".
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Juni 2024NRNR 966Anbindung Frankfurts an das Wasserstoff-RegionalnetzSTVV-Antrag · CDU
- 12. September 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 65 WochenBB 346Anbindung Frankfurts an das Wasserstoff-RegionalnetzMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt und FRAKTION gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Kenntnis) ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD und Volt gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und FRAKTION (= Kenntnis) ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)