Prüfung der Einführung eines 24-Stunden-Tickets für den ÖPNV
Zusammenfassung
Im vorliegenden Bericht wird die Einführung eines 24-Stunden-Tickets für den ÖPNV in Frankfurt am Main geprüft. Die Einführung wird aufgrund der fehlenden Kompetenzen der Stadt sowie der Notwendigkeit einer einheitlichen Tarifstruktur abgelehnt. Das erwartete Ergebnis ist eine Fokussierung auf digitale Ticketlösungen für die Optimierung des Tarifangebots.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Verkehr und Straße verfolgenBericht
Für den Tarif und die Sortimentspolitik ist gemäß Hessischem ÖPNV-Gesetz der RMV zuständig. Die Stadt Frankfurt am Main verfügt daher nicht über die Kompetenz, eigenständig neue Tarifprodukte einzuführen. Zudem müssen die Tarifangebote für die Grundversorgung verbundweit einheitlich sein.
Die Einführung eines zusätzlichen, ausschließlich für das Stadtgebiet Frankfurt geltenden 24-Stunden-Tickets parallel zum bestehenden Tagesticketangebot wird nicht als zielführend erachtet, da hierdurch ein konkurrierendes Tarifprodukt entstehen würde. Zudem verfolgt der RMV mit seiner Tarifstrategie das Ziel, den Tarif zu vereinfachen und weniger Tarifprodukte anzubieten, anstatt das Sortiment zu erweitern.
Demnach könnte ein 24-Stunden-Ticket nur als Ersatz des bisherigen Tagestickets nach Gültigkeit für einen Kalendertag (bis Betriebsschluss) eingeführt werden. Tagestickets, gerade für Touristen oder Gelegenheitsfahrer, müssen auch im Vorverkauf erhältlich sein und nicht nur zum sofortigen Fahrtantritt vor Ort. Damit müsste ein 24-Stunden-Ticket vor der ersten Fahrt validiert werden. Hierfür wäre eine Entwerter-Infrastruktur in jedem Fahrzeug nötig, die aktuell nicht vorhanden ist und erst verbundweit beschafft werden müsste. Da mit einem 24-Stunden-Ticket in der Regel, gerade von Touristen, deutlich mehr als zwei Einzelfahrten pro Gültigkeitszeitraum unternommen werden, müsste der Preis für ein solches 24-Stunden-Ticket deutlich über dem Preis eines heutigen Tagestickets liegen, um weiterhin auskömmlich zu sein. Der RMV hat die Umstellung von einem Tagesticket auf ein 24-Stunden-Ticket bereits mehrfach abgelehnt. Ein erneuter Vortrag beim RMV ist somit nicht erfolgsversprechend.
Die genannten Beispiel-Städte bieten in der Tat ein 24-Stunden-Ticket an. Deutschland ist hier zweigeteilt. Es gibt auch viele Städte, welche wie Frankfurt und im ganzen RMV ein Tagesticket mit Gültigkeit nur am gewählten Kalendertag anbieten wie z. B. Hamburg, München, Stuttgart, Bremen, Dresden, Hannover oder Nürnberg. Alle Städte, welche ein 24-Stunden-Ticket anbieten, besitzen aus historischen Gründen eine Entwerter-Infrastruktur auch für Mehrfahrtenkarten, welche es in Frankfurt ebenfalls nicht gibt. Deutschlandweit geht die Tendenz dahin, auch aus Kostengründen, die Entwerter-Infrastruktur zurückzubauen, weil mit dem Deutschland-Ticket der Umsatz im Gelegenheitsverkehr stark rückläufig ist. Dies ist auch die Empfehlung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Daneben bieten die digitalen Vertriebswege zwischenzeitlich gute Alternativen auch für Gelegenheitskunden, wie z. B. Check-In-Check-Out-Systeme oder Luftlinientarife mit dem Smartphone. Beim RMV wurde kürzlich die Funktion RMV-In/Out eingeführt, bei dem die Fahrt auf dem Smartphone mit einem Check-In gestartet und mit einem Check-Out beendet wird. Alle Fahrten, die an einem Tag gemacht wurden, werden zusammengefasst und optimiert. Das In/Out-System prüft, ob einzelne Fahrten eines Tages kombiniert werden können, um ein kostengünstigeres Ticket zu erhalten (z.B. Einzelfahrten zu einer Tageskarte). Das passende Ticket wird am Folgetag automatisch ausgestellt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Oktober 2025NRNR 1400Prüfung der Einführung eines 24-Stunden-Tickets für den ÖPNVSTVV-Antrag · FDP
- 23. Januar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 WochenBB 33Prüfung der Einführung eines 24-Stunden-Tickets für den ÖPNVMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf17 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, 2 SPD und FDP gegen CDU, Linke und ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) bei Abwesenheit 1 SPD
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und fraktionslos gegen CDU (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, FDP, Volt und fraktionslos gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, farbechte/Linke und fraktionslos gegen CDU, FDP und BFF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und BFF gegen WBE und Linke (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt und FDP gegen ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (= Kenntnis)