Die Feuerwehr auf den Katastrophenfall vorbereiten
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Frankfurt am Main zu reaktivieren und an die heutigen Anforderungen anzupassen. Dies ist notwendig, um auf die aktuellen Bedrohungslagen angemessen reagieren zu können. Ziel ist es, die personellen und organisatorischen Strukturen im Bevölkerungsschutz zu stärken.
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Thema Sicherheit verfolgenBericht
Der Zivil- und Bevölkerungsschutz in Frankfurt am Main wurde seit der Wiedervereinigung sukzessive über die letzten 33 Jahre zurückgefahren. Eine Bedrohungslage wurde in dieser Zeit nicht mehr gesehen. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine stellt sich auch für Deutschland - und damit auch für Frankfurt am Main - zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder eine konkretere Bedrohungslage ein. Zudem zeigen die aktuellen Krisenlagen (Flüchtlingslage 2015, Corona-Lage ab 2020, Beginn des Kriegs in der Ukraine ab Februar 2022), dass das Krisenmanagement der Stadt Frankfurt am Main und die Strukturen im Bereich der Gefahrenabwehr bis an ihre Grenzen und teilweise darüber hinaus belastet wurden bzw. werden.
Der Zivil- und Bevölkerungsschutz muss daher reaktiviert und an den heutigen Anforderungen ausgerichtet und neu aufgebaut werden.
Der Magistrat sieht für den Bevölkerungsschutz einen erheblichen organisatorischen und personellen Nachsteuerungsbedarf.
Die Notwendigkeit zusätzlicher Stellen im Bevölkerungsschutz ist gegeben. Die Branddirektion verweist in diesem Zusammenhang auf ihre diesbezüglichen Stellenplananträge der letzten Jahre, die nicht realisiert wurden. Aus Sicht des Magistrats ist es sinnvoll und zeitlich geboten, eine entsprechende Stelle zu schaffen. Da eine Budgetanpassung für die Stelle zum Etatantrag E 32 nach Auskunft des Personal- und Organisationsamtes aus ablauforganisatorischen Gründen nicht mehr möglich ist, werden die Mittel im Rahmen der nächsten Haushaltsplanung angepasst.
Die Schaffung einer Stelle der Besoldungsgruppe A 12 in dem Handlungsfeld Bevölkerungsschutz ist aber nur ein (kleiner erster) Schritt hin zu einer notwendigen Stellenausstattung der Branddirektion in diesem Bereich. Perspektivisch sind für den Wiederaufbau eines wirksamen Zivil- und Bevölkerungsschutzes weitere Stellenneuschaffungen sowie entsprechende Anpassungen beim Budget für Personalaufwendungen dringend erforderlich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Mai 2022EE 32Produktbereich: 12 Brandschutz und Rettungsdienst Produktgruppe: 12.01 Brandschutz Die Feuerwehr auf den Katastrophenfall vorbereitenEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 1. August 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 303Die Feuerwehr auf den Katastrophenfall vorbereitenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht)