Verkehrsentwicklung Bahnhofsviertel I: Verkehrssituation in und um das Bahnhofsviertel herum
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Zusammenfassung
Der Bericht des Magistrats befasst sich mit der Verkehrsentwicklung im Bahnhofsviertel und den notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation. Ziel ist es, die Attraktivität und Lebensbedingungen in der Innenstadt zu erhöhen, insbesondere durch die Verbesserung der Fuß- und Radwegverbindungen sowie die Überarbeitung des Parkraumkonzepts.
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Windmühlstraße — 4 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 30.08.2026.
- Hundeauslauffläche am Mainufer zwischen Friedensbrücke und Holbeinsteg30.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Ausweitung der Lieferzone in der Windmühlstraße zwischen Gutleutstraße und WilhelmLeuschnerStraße15.12.2025 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Ausweitung der Pkw-Ladestation in der Windmühlstraße15.12.2025 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Die Gestaltung des öffentlichen Raums beeinflusst maßgeblich die Attraktivität und die Lebensbedingungen in der Innenstadt. Darüber hinaus muss die Gestaltung den verkehrlichen Anforderungen entsprechen. In diesem Zusammenhang verweist der Magistrat auf den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.07.2015, § 6130 (M 153/2015 "Innenstadtkonzept"). Hier wurde der Magistrat beauftragt, ein Innenstadtkonzept umzusetzen. Ziel ist es dabei, Straßen und Plätze stadtklimatisch aufzuwerten sowie die zentralen Innenstadtbereiche mit dem Mainufer durch verbesserte Fuß- und Radwegverbindungen zu vernetzen. Eine grundlegende Neukonzipierung des Innenstadtverkehres wäre zunächst im Rahmen der o. g. Zielsetzungen zu diskutieren und zu entwickeln. Die Stadtteilverkehrsplanung hat bereits die Möglichkeiten untersucht, den Baseler Platz mit einer Bündelung des Verkehrs auf den Achsen Gutleutstraße und Baseler Straße umzugestalten. Diese Maßnahme erfordert Umbauten der angrenzenden Straßenzüge sowie der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Seitenstraßen, um diese an eine geänderte Verkehrsführung anzupassen. Aufgrund des enormen Realisierungsaufwandes müssen diese Planungen in einem langfristigen Zeitrahmen betrachtet werden. Die Achse Windmühlstraße/Moselstraße ist Bestandteil des gesamtstädtischen Fahrradnetzes (Fahrradroute 5 Museumsufer - Bockenheim). Darüber hinaus gehört der Straßenzug zu den in der NR 895 (Fahrradstadt Frankfurt am Main) genannten Nebenstraßen, die fahrradfreundlich ausgebaut werden sollen. Der projektierte Radschnellweg Frankfurt - Vordertaunus führt ebenfalls durch diesen Straßenzug. Der Magistrat wird geeignete Maßnahmen auch unter dem Aspekt prüfen, dass diese nicht ausschließlich den Radverkehr und dessen einseitige Beschleunigung zum Thema haben, sondern auch Verbesserungen für den Fußverkehr und die Aufenthaltsqualität sowie Möglichkeiten zur Verbesserung des Stadtklimas berücksichtigen. Die Wilhelm-Leuschner-Straße bietet aktuell aufgrund der Funktion im städtischen Straßennetz nicht die Voraussetzung für eine fahrradfreundliche Nebenstraße. Erst eine Bündelung des Verkehrs in die Gutleutstraße (Zweirichtungsverkehr) würde für die notwendige Entlastung sorgen. Im Bahnhofsviertel sowie in der Innen- und der Altstadt, wurde, analog zu den innenstadtnahen Wohnquartieren, keine Bewohnendenparkregelung eingeführt. Stattdessen gilt die Regelung "Subvention eines Parkplatzes" in einem Parkhaus beziehungsweise die Kipp-Pfosten-Parkplatzregelung (Altstadt). Bis zur Umstellung aller bestehenden Bewohnendenparkgebiete auf das bewirtschaftete Parken (aktuelles Projekt bis circa 2024), ist nicht vorgesehen, von der bestehenden Regelung Abstand zu nehmen. Generell ist neben der Verkehrsführung für den Kraftfahrzeug- und Radverkehr die Organisation des ruhenden Verkehrs ein wesentlicher Baustein für die Beeinflussung der Verkehrssituation im Bahnhofsviertel. Perspektivisch hält der Magistrat ein überarbeitetes Parkraumkonzept für sinnvoll, das neben einem vollständigen Wegfall von freien Parkplätzen auch eine flächendeckende monetäre Parkraumbewirtschaftung vorsieht. Bei letzterer sollten die Belange des Wirtschaftsverkehrs und der Bewohnerschaft besonders berücksichtigt werden. Im öffentlichen Straßenraum sollte aus gesamtverkehrsplanerischer Sicht vorrangig auf eine Parkraumbewirtschaftung und Kurzparkvorgänge abgezielt werden. Langzeit- und Dauerparkvorgänge sollten vorrangig außerhalb des öffentlichen Straßenraums angesiedelt werden. Die Einführung einer Bewohnerparkregelung (Freistellung von der Parkraumbewirtschaftung) erscheint sinnvoll und angemessen. Eine Beurteilung der Parkhaus-Kapazitäten kann der Magistrat binnen der Frist leider noch nicht vornehmen. Die Kappung der durchgängigen Achse Taubenstraße - Goetheplatz - Große Gallusstraße - Taunusstraße bedarf einer detaillierten Verkehrsuntersuchung im Rahmen eines oben erwähnten Gesamtkonzeptes. Insbesondere muss geklärt werden, ob die durch eine Kappung entstehende Verdrängung möglicher Durchgangsverkehre auf den Anlagenring kompatibel mit den derzeit laufenden Betrachtungen für eine fahrradfreundliche Umgestaltung des City/-Anlagenrings ist. Abschnittsweise gibt es auf dieser Achse Radverkehrsanlagen im Einrichtungsverkehr. Für die Taunusstraße gibt es eine abgestimmte Radverkehrsplanung, die im Zuge des Projekts "Schöneres Frankfurt" erarbeitet wurde. Eine Änderung der Verkehrsführung war in diesem Zusammenhang bisher nicht vorgesehen. Der Magistrat hält es für durchaus sinnvoll, die bestehende Lücke im Radnetz in der Große Gallusstraße zu schließen. Grundsätzlich können Radfahrende auch diese Verbindung nutzen: Große Eschenheimer Straße - Hauptwache - Rossmarkt - Kaiserstraße. Aktuell ist die Töngesgasse (Zeilumfahrung) Planungsgegenstand einer städtischen Arbeitsgruppe zum Thema "Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger" und "Verbesserung des Radverkehrs" in der Frankfurter Innenstadt. Der Magistrat geht davon aus, dass der Radverkehr von einer wie auch immer umgesetzten Sperrung der Achse Taubenstraße / Goetheplatz für den Kfz-Verkehr profitieren könnte. Voraussetzung wäre natürlich, dass - bezogen auf die Anbindung des Hauptbahnhofs auch die Große Gallusstraße, das Taunustor und die Taunusstraße als anforderungsgerechte Fahrradachse im Zweirichtungsverkehr überhaupt realisierbar wäre.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. Januar 2021NRNR 1371Verkehrsentwicklung Bahnhofsviertel I: Verkehrssituation in und um das Bahnhofsviertel herumSTVV-Antrag · FRAKTION
- 25. Juni 2021Sie sind hierBB 264Verkehrsentwicklung Bahnhofsviertel I: Verkehrssituation in und um das Bahnhofsviertel herumMagistratsbericht
- 4. Februar 2022Antwort des Magistrats · nach 54 WochenBB 42Verkehrsentwicklung Bahnhofsviertel I: Verkehrssituation in und um das Bahnhofsviertel herumMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, FDP und BFF (= Kenntnis) gegen GRÜNE und LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) sowie ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)