Wie ist die Situation für Hebammen in Frankfurt?
Zusammenfassung
Der Bericht thematisiert die Herausforderungen, die die COVID-19-Pandemie für Hebammen und Schwangere in Frankfurt mit sich bringt. Es wird auf die Notwendigkeit einer adäquaten Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung und die Reform der Hebammenausbildung hingewiesen. Ziel ist es, die Ausbildung und Unterstützung für Hebammen zu verbessern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBericht
Für Hebammen und Schwangere bzw. Wöchnerinnen stellt die COVID-19 Pandemie eine Herausforderung und Verschlechterung der Betreuungssituation dar. Hebammen müssen bis auf Weiteres ihre Präsenzkurse absagen. Gerade in dieser besonderen Lebenslage können die Online-Ersatzkurse, die die Hebammen eingerichtet haben, keine adäquate Alternative bieten. Der enge vertrauliche Rahmen fehlt, gleichzeitig ist die Kontaktaufnahme der Schwangeren /Wöchnerinnen untereinander erschwert. Oftmals fällt zudem die interfamiliäre Unterstützung durch die Corona-Kontaktbeschränkungen weg. Eine ausreichende Versorgung der Hebammen mit persönlicher Schutzausrüstung, insbesondere für die in der Wochenbettbetreuung tätigen, stellt hierbei eine Erleichterung der Arbeitsbedingungen in der Corona-Pandemie dar, denn die überwiegende Zahl der Familien wünscht sich unverändert eine aufsuchende Wochenbettbetreuung. Im Februar 2021 haben die Hebammen vom Land Hessen über das HMSI (bisher einmalig) je anfragende Hebamme 50 FFP2 Masken und 50 Paar Einmalhandschuhe erhalten. Über den Verwaltungsstab wurde eine erneute Abfrage zu Bestand und Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung beauftragt. Die Ausbildung der Hebammen/Entbindungspfleger ist seit dem Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung im Umbruch. Trotz der geplanten Akademisierung des Hebammenwesens bietet zurzeit nur die Hochschule Fulda einen staatlich anerkannten Studiengang (B.Sc.) an, der jährlich zum Wintersemester jeweils 30 Studierende aufnimmt. In der Carl Remigius Medical School in Frankfurt am Main wird letztmalig ab Herbst 2021 einen Ausbildungskurs für eine dreijährige Ausbildung beginnen. Ausbildungslehrgänge werden auch noch in diesem Herbst in Kassel, Marburg, Gießen und Wiesbaden angeboten. Die Carl Remigius Medical School bietet außerdem in diesem Herbst staatlich examinierten Hebammen und Entbindungspflegern einen viersemestrigen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang an, um damit den zukünftigen Anforderungen an die Hebammenausbildung zu entsprechen. Hier betragen die Studiengebühren 479,- € monatlich. Die Hessische Landesregierung hat angekündigt, dass ab 2023 an der Frankfurt University of Applied Sciences gemeinsam mit der Goethe-Universität und im Verbund mit dem Universitätsklinikum ein Bachelorstudiengang eingerichtet werden soll. Zudem soll die Zahl der Studienplätze in Hessen von derzeit 120 auf künftig 142 erhöht werden. Insgesamt stellt die Hessische Landesregierung in den Jahren 2021 bis 2027 rund 22 Mio € für die Hebammen- und Geburtshelferausbildung zur Verfügung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Dezember 2020BB 649Zuschuss für HebammenMagistratsbericht
- 18. Dezember 2020BB 666Akademisierung der HebammenausbildungMagistratsbericht
- 22. Januar 2021NRNR 1377Wie ist die Situation für Hebammen in Frankfurt?STVV-Antrag · FDP
- 28. Mai 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 25 WochenBB 232Wie ist die Situation für Hebammen in Frankfurt?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: IBF und Gartenpartei (= Kenntnis)