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Sinnvolle Kampagnen zur Gewinnung von Erzieher/-innen

Vorlagentyp: B
17 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, durch gezielte Kampagnen mehr junge Menschen für den Beruf des Erziehers zu gewinnen. Dies soll durch verschiedene Werbemaßnahmen und Veranstaltungen geschehen, um das Interesse an der Ausbildung zu steigern und Vorurteile abzubauen. Das erwartete Ergebnis ist eine Erhöhung der Bewerbungen für Ausbildungsplätze in der Kindertagesbetreuung.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Bericht

1)+2)

Im Jahr 2023 fielen für die Kampagne "Erzieher*in werden? Nice!" inklusive der Kosten für die Berufsbildungsmesse für zukünftige Erzieher*innen Kosten in Höhe von 293.180,62€ an, wovon rd. 52.000 € auf die Berufsbildungsmesse entfielen.

Folgende Werbemittel bzw. Werbemaßnahmen wurden in Auftrag gegeben: Werbung durch Printmedien (Frizz-Magazin 2023/11 und uniFRIZZ Wintersemester 2023/24, bei beiden Magazinen auch online Werbung), Werbung durch Großflächenplakate an 75 Standorten in Frankfurt am Main, Aufbau und Umsetzung einer informativen Website www.erzieher-in-ffm.de, ein Imagefilm sowie ein Instagram-Profil "erzieher_in_ffm", welches regelmäßig aktualisiert wird.

Folgende Giveaways wurden in Auftrag gegeben sowie an Berufsinteressierte vergeben: Kugelschreiber aus Weizenstroh und Bambus, PVC-freie Aufkleber, Baumwolltaschen, Bonbons in recycelbaren Papierdosen, Stifte-Etuis aus ungefärbten Canvas, RPET Trinkflaschen, Buttons, Collegeblöcke mit Performation sowie verschiedenartige Edgar-Cards.

Der Messestand war ausgestattet mit einem Bannerdisplay, einer Messetheke, verschiedenen Roll-Ups sowie Plakaten.

3)

Eine derartige Kampagne ist nur ein Baustein bei der Entscheidung von jungen Menschen für einen Ausbildungsberuf. Eine Vielzahl von gesellschaftlichen, ökonomischen und subjektiven Faktoren spielen dabei eine Rolle. So ist der Fachkräftemangel bekanntermaßen vor allem eine Folge der demografischen Entwicklung.

In Bezug auf die Stadt Frankfurt lässt sich feststellen, dass das Interesse am Berufsbildungstag größer war als im Vorjahr. Der Berufsbildungstag war mit über 2000 Besucher*innen sehr gut besucht. Der Magistrat plant derzeit gemeinsam mit einer großen Stiftung eine Untersuchung zum Thema, die tiefergehende Erkenntnisse liefern soll.

"Interessierte am Fachfeld" zu gewinnen, geschieht zudem nicht nur über Image- und Werbekampagnen, in denen sich Frankfurt als attraktiver Ort für pädagogische Fachkräfte präsentiert, sondern in vielfältiger Weise. So initiiert die Koordinierungsstelle für Fachkräftegewinnung und -bindung in der Kindertagesbetreuung unter anderem Fachveranstaltungen und Fortbildungen für Akteur*innen in der Kindertagesbetreuung, um diese zusammenzubringen, den Austausch zu ermöglichen und auch kleine Träger z.B. im Personalmarketing zu stärken.

4)

Dazu liegen keine Erkenntnisse vor.

5)+6)+7)

Die Koordinierungsstelle für Fachkräftegewinnung und -bindung in der Kindertagesbetreuung im Stadtschulamt hat sich im Vorfeld der Umsetzung von Kampagnen strategisch beraten lassen. Dabei ging es unter anderem darum, wie Kampagnen sinnvoll, effizient und effektiv umgesetzt werden können, um mittel- bis langfristig mehr Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung zu gewinnen und wie das zur Verfügung stehende Budget wirtschaftlich mit den besten Ergebnissen eingesetzt werden kann. Aus fachlicher Sicht wurde der Koordinierungsstelle geraten mit den Kampagnen einzelne Zielgruppen gezielt anzusprechen, da jede Zielgruppe eine eigene Ansprache benötigt und für jede Zielgruppe die passenden Werbekanäle und -instrumente eingesetzt werden. Der Magistrat hat mit der Zielgruppe Generation Z begonnen, weil der Wettbewerb um jungen Nachwuchs in den verschiedenen Branchen sehr groß ist und dringend mehr Nachwuchsfachkräfte für die Kindertagesbetreuung gebraucht werden. Unter anderem hatten Rückmeldungen von den Frankfurter Fachschulen für Sozialpädagogik ergeben, dass nicht alle Plätze besetzt werden, aufgrund eines Rückgangs an Bewerbungen für eine Ausbildung als Sozialassistent*in und Erzieher*in. Vor diesem Hintergrund soll die erste Kampagne gezielt bei mehr jungen Menschen das Interesse an dem Beruf als Erzieher*in wecken sowie mehr Transparenz für die Ausbildung und den Beruf als Erzieher*in schaffen und Vorurteile abbauen.

Um die Kampagne für die Generation Z inhaltlich und optisch interessant zu gestalten, wurde diese direkt zu Beginn in den Entwicklungsprozess einbezogen. So konnten beispielsweise aktuell Studierende an den drei Frankfurter Fachschulen für Sozialpädagogik in einer Online-Umfrage über Logo-, Claim- und Keyvisual-Vorschläge abstimmen. Die Ergebnisse wurden bei der Entwicklung der Kampagne berücksichtigt. Darüber hinaus zeigt die Kampagne acht junge Erzieher*innen aus verschiedenen Frankfurter Kindertageseirichtungen.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für die nächste Kampagne, die gezielt Quereinsteiger*innen mit unterschiedlichen Hintergründen ansprechen wird. Weitere Zielgruppen sind mehr Männer und Menschen mit Migrationshintergrund, die in ihren Herkunftsländern eine pädagogische Ausbildung absolviert haben, als Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung zu gewinnen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 31. Januar 2024AA 270Sinnvolle Kampagnen zur Gewinnung von Erzieher/-innenSTVV-Anfrage · CDU
  2. 27. Mai 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 Wochen
    BB 213Sinnvolle Kampagnen zur Gewinnung von Erzieher/-innen
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 28 · 01.07.2024
TO I, TOP 95
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 213 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDÖkoLinX-ELFFRAKTIONBFF-BIG
Ablehnung:
CDU
Sonstige:
Volt (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Kenntnis)

Jugendhilfeausschusses
Sitzung 18 · 02.07.2024
TO I, TOP 5
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 213 dient zur Kenntnis. Beschlussausfertigung(en): § 4924,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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