Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Zukunft des Zoologischen Gartens

Vorlagentyp: B
35 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 18.05.2018, B 143

Betreff: Zukunft des Zoologischen Gartens Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 01.03.2018, § 2322 - A 249/17 CDU/SPD/GRÜNE, B 423/17 - Vorbemerkungen Tier- und Artenschutz sind die wichtigsten Aufgaben, die zoologische Institutionen als Richtschnur für alle ihre Aktivitäten haben. Committing to Conservation - The World Zoo and Aquarium Conservation Strategy (World Association of Zoos and Aquaria, WAZA, 2015)

Die biologische Vielfalt ist die Grundlage für das Leben der Menschen. Unsere Lebensqualität und Gesundheit hängen wesentlich von ihr ab. Biologische Vielfalt umfasst den Reichtum an Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen ebenso wie die Vielfalt an Lebensräumen und Erbanlagen. Naturschutz-Offensive 2020 - Für biologische Vielfalt! Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; 2015. Der im Zwischenbericht B 423 vom 22.12.2017 dargestellte Wechsel in der Leitung des Zoos ist zum

  1. Februar 2018 erfolgt. Mit Herrn Dr. Miguel Casares als neuem Zoodirektor werden nunmehr Ziele definiert, die maßgeblich für eine Gestaltung künftiger Entwicklungslinien sein sollen, auch wenn sich daraus ein detailliertes Entwicklungskonzept naturgemäß in der Kürze der Zeit noch nicht bestimmen lässt. Die umfangreiche Bestandsaufnahme der zurückliegenden Zooentwicklungs-Dekade im Vorbericht bildet einen stabilen Ausgangspunkt für die Betrachtung und Bewertung der nach Zeitperioden gegliedert bevorstehenden Maßnahmenbündel und Planungsprozesse. Seit Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung am 29.01.2009 (M 227) haben sich die lokalen, regionalen als auch globalen Rahmenbedingungen für die traditionsreiche Zooeinrichtung dramatisch verändert. Der auf allen Ebenen zu verzeichnende Verlust an biologischer Vielfalt ist eine mindestens ebenso akute Gefahr für die Sicherung der Lebensgrundlagen unseres Planeten wie das in der Öffentlichkeit bisher weitaus präsentere Phänomen des Klimawandels. "Bei der Biodiversität", konstatierte kürzlich der Generaldirektor der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG), Prof. Dr. Volker Mosbrugger, "haben wir keine Chance, etwas zurückzuholen. Wenn eine Art weg ist, ist sie weg." Dadurch stehen alle biowissenschaftlichen Einrichtungen in der Verantwortung, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dem aufgezeigten Trend entgegenzustellen. Der Zoo Frankfurt setzt sich im Verbund mit zahlreichen Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Hier sind traditionsreiche, global agierende Institutionen zu nennen, so u.a. die Goethe-Universität, an der der Zoo seit 2018 eine Stiftungsprofessur zur Zoo- und Wildtierbiologie finanziert. Von herausragender Bedeutung für den Zoo ist naturgemäß die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. (ZGF). Es besteht über die Historie hinaus eine enge inhaltliche Verbundenheit, die dem zoologischen Standort Frankfurt in dieser Hinsicht eine besonders privilegierte Ausnahmestellung sichert. Im europäischen Raum gibt es eine vergleichbare Situation allenfalls in London (Zoological Society of London) und selbst global sind ähnliche Netzwerk-Konstellationen äußerst rar. Das Potenzial hinter diesem Alleinstellungsmerkmal gilt es zu nutzen. Angesichts der oben geschilderten Rahmenbedingungen und Anforderungen muss konstatiert werden, dass eine Weiterentwicklung lediglich des Zoogeländes für einen modernen Zoo, der internationale Anerkennung beansprucht, nicht mehr genügt; diese Erkenntnis war implizit auch schon angelegt in NR 561 v. 21.08.2008 (§ 2476 v. 06.09.2007), aus der mit B 878 v. 05.12.2007 (§ 3578 v. 28.02.2008) und M 227 v. 28.11.2008 (§ 5306 v. 29.01.2009) ein erstes größeres Maßnahmenpaket der Stadt zur Neuaufstellung und Weiterentwicklung des Zoos resultierte. Die Begründung für den Betrieb eines modernen, wissenschaftlich geleiteten Zoos ergibt sich aus den gesetzlichen Grundlagen (u.a. 1999/22/EG; BNatSchG; TierSchG) sowie den Statuten der Zoofachverbände auf nationaler (Verband der Zoologischen Gärten, VdZ) und internationaler (World Association of Zoos and Aquaria, WAZA; European Association of Zoos and Aquaria, EAZA) Ebene. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, dass es heute nicht (mehr) vorrangig um die Vermittlung von biologischem Faktenwissen gehen kann, und auch die Präsentation von rein rational begreifbaren Informationen zum Artenschwund genügt nicht. Entscheidend ist die Wirkmächtigkeit der Präsentation der Tiere auf emotionaler Ebene. Ein Entwicklungskonzept für den Zoo der Stadt Frankfurt ist heute aufbauend auf diesem Hintergrund zu erstellen. Die "Faszination Wildtier" wird zukünftig nur dann glaubwürdig zu vermitteln sein, wenn die vielfach hoffnungslos veralteten Gehege Schritt für Schritt durch neue Anlagen ersetzt werden, die für Tier und Mensch geeignete Merkmale tragen. Solche (naturgemäß immer noch artifizielle) Tieranlagen müssen von den Zoobesucherinnen und -besuchern weniger als Tiergehege im klassischen Sinne denn als in ihrer Komplexität die Bedürfnisse der Zootiere vollwertig abdeckende Lebensräume wahrgenommen werden. In diesem Prozess ist darauf zu achten, dass Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit wirksam in die Praxis umgesetzt werden. Dies trägt, neben dem Vorbildcharakter, zur Glaubwürdigkeit der Institution Zoo in maßgeblicher Weise bei. Allerdings ist es mit der rein physischen Umgestaltung des Zoogeländes nicht getan. Parallel zu diesen Anstrengungen müssen auch die Kommunikationswege ausgebaut und optimiert werden. In der aktuellen gesellschaftlichen Situation muss es gelingen, die Öffentlichkeit im Zoo selbst, zusätzlich aber auch außerhalb des Zoos adäquat anzusprechen und eine Naturschutz-Kultur zu fördern. Von herausragender Bedeutung in diesem Zusammenhang ist eine enge Verzahnung der Aktivitäten des Zoos mit den Naturschutzanstrengungen der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, einschließlich einer möglichen Beteiligung der Zoobesucherinnen und -besucher daran. In Summe sollen alle Maßnahmen auch zu einer Steigerung der Attraktivität des Frankfurter Zoos führen und die Zoobesucherinnen und -besucher als aktive Multiplikatoren gewinnen. Dies vorausgeschickt, werden die Fragen wie folgt beantwortet: Zu Frage
  2. Derzeit wird ein Strategieplan "ZOOKUNFT 2030+ - Entwicklungsplan für den Zoo der Stadt Frankfurt am Main" erarbeitet. Dieser Strategieplan wird im Wesentlichen auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet sein und ist in drei Phasen von je ca. fünf Jahren eingeteilt (s. Punkt 2.). Dabei wurden zur Festlegung der Ziele vier Arbeitsfelder definiert: 1.
  3. Tiere erleben - Tierbestand und Tierhaltung; 1.
  4. Natur bewahren - Biologische Vielfalt, Naturschutz und Nachhaltigkeit; 1.
  5. Menschen erreichen - Kommunikation, Erscheinungsbild und Angebote; 1.
  6. Gemeinsam wirken - Team und Leitbild. 1.
  7. Tiere erleben - Tierbestand und Tierhaltung Das wesentliche Instrument, mit dem die legitimen (und im Übrigen auch rechtlichen) Anforderungen an die Institution Zoo bedient und die sich daraus ergebenden Ziele und Aufgaben umgesetzt werden, ist das unmittelbare Erleben der Tiere. Damit wird der emotionale Gehalt der originalen Begegnung zwischen Mensch und (Zoo-) Tier zum Ausgangspunkt aller Aktivitäten. Im Vordergrund muss die "Faszination Wildtier" stehen. Das große Staunen über die Außergewöhnlichkeit jeder einzelnen Art muss verbunden werden mit der Erkenntnis ihrer Unersetzbarkeit in ihren natürlichen Lebensräumen. Bei stark zunehmender Urbanisierung und dem Entstehen virtueller Welten steigt die Bedeutung des Zoos als emotionaler Begegnungsort mit echten, lebendigen Wildtieren. Ohne emotionale Beteiligung ist die Bereitschaft zu lernen, nicht zu erwarten - und erst recht nicht die Änderung des eigenen (nicht immer umweltschonenden) Verhaltens. Auswahl und Präsentation der Tierarten ist und wird auch zukünftig die Basis eines jeden Zoos sein. Wildtiere sind heute nur im Zuge der internationalen Kooperation der Zoos erhältlich. Als Teil der Zoogemeinschaft ist jeder Zoo in der Pflicht, die gemeinsam erarbeiteten Regeln zu beachten. Dazu zählt insbesondere die Teilnahme an den sog. Erhaltungszucht-Programmen (European Endangered Species Programme, EEP; European Studbook, ESB; International Studbook, ISB), mit Hilfe derer die Wildtierbestände in den Zoos, auf wissenschaftlicher Basis, langfristig und nachhaltig bewahrt werden. Mit der Regionalen Tierbestandsplanung (Regional Collection Plan, RCP) leistet die europäische Zoogemeinschaft (EAZA) den Mitgliedszoos bei der Auswahl der Arten Hilfestellung. Im Zoo Frankfurt wurde auf diesen Grundlagen eine Tierbestands-Matrix entwickelt, in die die nach wie vor gültigen Kriterien Naturschutz, Bildung, Forschung und Erholung einfließen. Parallel zur Auswahl der Tierarten ist von herausragender Bedeutung die Art und Weise, wie der Zoo seine Tiere den Besucherinnen und Besuchern präsentiert. Dabei sind die, möglicherweise durchaus unterschiedlichen, Perspektiven der beteiligten Akteure (Zootier - Zoobesucher - Zoomitarbeiter - Öffentlichkeit) in möglichst optimaler Weise in Einklang zu bringen. Ein wesentliches Ziel ist und muss es sein, den Tieren als Botschafter ihrer in der Natur oftmals bedrohten Artgenossen nach den modernsten Erkenntnissen der Tiergartenbiologie optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig muss es gelingen, die Tiere in der Weise in Szene zu setzen, dass die "Faszination Wildtier" auf unsere Besucherinnen und Besucher überspringt und in ihnen der Wunsch entsteht, aktiv am Schutz der gesamten Ökosysteme teilzuhaben. Damit wird auch deutlich, dass dieses Engagement letztlich auch zum Erhalt der Lebensgrundlagen für alle Organismen, einschließlich des Menschen, beiträgt. 1.
  8. Natur bewahren - Biologische Vielfalt, Naturschutz und Nachhaltigkeit Zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen, wird als das Generalthema der zukünftigen Zooentwicklung angesehen [1]. Häufig wird unter dem Naturschutzbeitrag der Zoos die Nachzucht und Wiederauswilderung bedrohter Tierarten verstanden. Der Zoo Frankfurt hat im Hinblick auf diesen sog. ex situ-Naturschutz hervorragende Ergebnisse aufzuweisen. Beispielhaft sollen hier das Goldgelbe Löwenäffchen aus dem Atlantic Forest in Brasilien, die nordafrikanische Mhorrgazelle, die in ihrem Ursprungsgebiet ausgerottete Socorrotaube, oder auch die einheimische Sumpfschildkröte genannt werden. Und dennoch greift diese - oft als Arche Zoo missverstandene - Perspektive im Jahr 2018 deutlich zu kurz. Ein moderner, wissenschaftlich geleiteter Naturschutz-Zoo beteiligt sich an der Unterstützung von Naturschutz-Projekten in situ, also im natürlichen Lebensraum der im Zoo gezeigten Tierarten. Auf diesem Gebiet hat der Zoo Frankfurt eindeutig Nachholbedarf. Dabei sitzt mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ein Global Player des internationalen Naturschutzes mit allerhöchster Reputation im selben Haus. Deshalb ist zwischen Zoo und Zoologischer Gesellschaft eine enge Kooperation eingerichtet, die neue Perspektiven entwickeln wird, über die zu gegebener Zeit der Magistrat gesondert berichtet. Darüber hinaus soll, ganz im Sinne einer der Nachhaltigkeit verpflichteten Bewirtschaftung aller Anlagen und Aktivitäten des Zoos, die bereits mit der M227 aus 2008 beschlossene Verbesserung der Energieeffizienz zu einem weitreichenden Konzept zur Energienutzung sowie zum Ressourcen-Management weiter entwickelt werden. Einzelne Schritte auf diesem Weg sind (etwa mit dem Einbau einer Geothermie-Anlage) in der Vergangenheit bereits angegangen worden. Viele Bereiche der Zooaktivitäten leiden jedoch immer noch unter nicht zeitgemäßen Anlagen bzw. Strukturen. Verbesserungen auf diesem Gebiet können massiv zur Glaubwürdigkeit des Anspruchs, zum Naturschutz-Zoo zu werden, beitragen. 1.
  9. Menschen erreichen - Kommunikation, Erscheinungsbild und Angebote Aufgabe der Kommunikation des Zoos in all ihren Ausprägungen - sei es direkt oder indirekt, sei es im Zoo oder außerhalb - ist es, Menschen zu erreichen, zu informieren, zu begeistern und letztlich zu einem bewussten Umgang mit unserer Umwelt anzuregen - und eine Naturschutz-Kultur zu fördern. Damit reiht sich der Zoo in die Aktivitäten der Stadt Frankfurt zum Klima- und Naturschutz (Green City) ein. Das Team des Frankfurter Zoos engagiert sich in allen Bereichen, um folgende Ziele zu realisieren: Der Zoo . . - wird als relevante und kompetente wissenschaftlich geführte Natur- und Artenschutzeinrichtung wahrgenommen; - wird als zeitgemäßer Lernort wahrgenommen, an dem Wissen über und ein Gefühl für die Vielfalt und Vernetzung des Lebens und deren Bedeutung für alle Menschen vermittelt wird; - wird als attraktiver Zielort mit hoher Aufenthaltsqualität und einem hochwertigen, sowie anregenden Freizeitangebot wahrgenommen; - motiviert dazu, sich für den Naturschutz zu engagieren und zeigt entsprechende Möglichkeiten auf. Um diese Ziele zu erreichen, bedient sich der Zoo eines umfassenden Kommunikationsmix unter Berücksichtigung möglichst vieler zeitgemäßer Kommunikationsformen und -mittel. Eine Maxime dabei lautet, dass die Informationen im edukativen Bereich und zur Besuchernavigation zielgruppengerecht und von hoher Qualität, aber dennoch leicht zugänglich sind. Außerdem wird die Kommunikation durch Mehrsprachigkeit und die Verwendung von Piktogrammen ausgebaut. An der Vermittlung von Informationen aber auch an der Weiterentwicklung des positiven Images sind alle Beschäftigten sowie Multiplikatoren (Medien, Partner des Zoos, Zooverbände etc.) und Besucherinnen und Besucher beteiligt. Insbesondere die Themen Natur- und Artenschutz werden in Kooperation mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ausgestaltet und im Zoo sowie darüber hinaus deutlich sichtbar gemacht. Kommunikation findet außerhalb (u. a. Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und innerhalb des Zoos (u. a. direkte Kommunikation mit den Beschäftigten und den Naturschutzbotschaftern, Informationen, Besuchernavigation, Angebote) statt. Neben der direkten Kommunikation während des Zoobesuchs spielen das Erscheinungsbild des Zoos und das Auftreten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wesentliche Rolle beim Aufbau eines positiven und glaubwürdigen Images, das Offenheit schafft für die Vermittlung von zoospezifischen Inhalten. Hier müssen Strukturen ausgebaut und optimiert werden, um auf zeitgemäße Weise das volle Vermittlungspotenzial zu nutzen, das sich mit vielen hunderttausenden (836.160; 2017) zoointeressierter Besucherinnen und Besucher aus allen gesellschaftlichen Schichten bietet. 1.
  10. Gemeinsam wirken - Team und Leitbild Die oben genannten Anforderungen stellen hohe Ansprüche an die Ausstattung des Zoos als Ganzes. Eine naturnahe und konzeptionell auf die Zielerreichung abgestellte Gestaltung der Zoolebensräume muss mit einer modernen, technisch hochwertigen Infrastruktur gepaart werden, damit die Beschäftigten die definierten Aufgaben auch erfolgreich bewältigen können. Letztere sind nicht nur in ausreichender Anzahl, sondern auch durch geeignete Maßnahmen zur Personalentwicklung in den Stand zu versetzen, die steigenden und sich stetig wandelnden Anforderungen an ihre Arbeit erfüllen zu können. Voraussetzung für die Entwicklung und Umsetzung der o.g. Ziele ist die gemeinsame Erarbeitung eines Leitbildes, in dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wiederfinden und das ihnen ermöglicht, mit hoher Motivation ihren Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Die Ziele des Zoos können nur gemeinsam erreicht werden, daher wird teamorientiert gearbeitet. Das Engagement und die Kreativität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Grundlage des Erfolgs und wird gefördert. Ebenso ist vorgesehen, durch personellen Austausch mit anderen Zoos sowie in gemeinsamen Projekten mit weiteren Institutionen, insbesondere der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, die Identifikation mit den Aufgaben und Zielen zu stärken. Dienstleistungs- und Kundenorientierung sind ebenso wie Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein weiter zu entwickeln. Erste Schritte sind hier im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes bereits erfolgt. Zu Frage
  11. Die Anforderung der Fragestellung, die Attraktivität des Zoologischen Gartens auch künftig auf hohem Niveau zu halten, erfordert zwei Handlungsszenarien: Einerseits in der nachstehend dargestellten Phase I der Jahre 2018 - 2022 die Umsetzung eines Maßnahmenpaketes zur Konsolidierung des Zoobetriebes. Darunter fallen Vorhaben, die sich bereits in der Fertigstellungsphase (Neue Pinguinanlage sowie Umgebungs-Infrastruktur) bzw. in einer fortgeschrittenen Planung (u.a. Dachsanierung Exotarium; Brandschutzertüchtigung Grzimekhaus; Umgestaltung Löwenaußenanlage; Innenauslaufbereich Giraffenhaus) befinden. Damit wird u.a. aufsichtsbehördlichen Vorgaben, auch im Sinne der Betreiberverantwortung, entsprochen. Darüber hinaus sind zur Zukunftssicherung in dieser Konsolidierungsphase eine detaillierte Zooentwicklungskonzept-Erstellung sowie daraus sich ergebende erste Planungsschritte vorzunehmen, die zugleich eine langfristige Attraktivitätssteigerung ermöglichen werden. Die inhaltliche und strategische Handlungsmatrix der beiden Szenarien Konsolidierung und Zukunftssicherung basiert auf den unter 1.1 bis 1.4 dargestellten Arbeitsfeldern, die im Rahmen des sich in Bearbeitung befindenden Strategieplans "ZOOKUNFT 2030+ - Entwicklungsplan für den Zoo der Stadt Frankfurt am Main" näher zu definieren sind. Die operative Vorgehensweise gliedert sich in drei Phasen, die jeweils mit einer ungefähren Dauer von fünf Jahren, wie nachstehend dargestellt, veranschlagt werden. Phase Phase I (2018-2022) Phase II und III (2023-2032) Bereich Zentrales Flächendreieck des Zoos Entwicklungsareale: Süd-West und Nord-Ost Arbeitspakete
    • Fertigstellung Neue Pinguinanlage und Umgebungsmaßnahmen
    • Verbesserung Besucher- und Betriebsinfrastruktur
    • Sanierungsmaßnahmen
    • Notwendige Anpassungen Tierhaltungen
    • Konzeption und Planung Phasen II und III
    • Ausführungsplanung Phase II
    • Umsetzung Phase II
    • Ausführungsplanung Phase III
    • Umsetzung Phase III und Evaluierung Phase I (2018-2022) Die notwendigen Baumaßnahmen der Phase I konzentrieren sich im zentralen Flächendreieck des Zoos. Im Hinblick auf die kompakte Flächensituation in diesem Bereich ist eine exakte Koordination von mehreren auch zeitlich eng aneinander liegenden Projekten zwingend notwendig. Hauptprojekte dieser Phase sind:
  12. Fertigstellung Neue Pinguinanlage und Umgebungsmaßnahmen
    • Fertigstellung Neue Pinguinanlage (PIN);
    • Umgebungsmaßnahmen parallel bzw. direkt nach Fertigstellung PIN;
    • Erweiterung Lagerkapazität für tiefgefrorene Fische;
    • Erneuerung Tauchraum (Arbeitsschutz und Optimierung Betriebsabläufe).
  13. Verbesserung Besucher- und Betriebsinfrastruktur
    • Dringende Sicherheitsmaßnahme: Brandschutzertüchtigung Grzimekhaus;
    • barrierefreier Zugang zum Obergeschoss des Exotariums;
    • Besucher-Service (zusätzliches Gastronomieangebot für Übergangszeit; Infopoint; Toiletten).
  14. Dringende Sanierungsmaßnahmen
    • Dachsanierung des Exotariums;
    • Optimierung Grundwassernutzung.
  15. Notwendige Anpassungen Tierhaltungen (Haltungsvorgaben gemäß Säugetiergutachten 2014)
    • Innenauslaufbereich Giraffenhaus;
    • Umbau der Löwenaußenanlage. 2.1.
  16. Konzeption und Planung Phasen II und III Für die künftige Zooentwicklung von besonders herausragender Bedeutung sind zwei Großarealprojekte, namentlich die Neukonzeptionen des Süd-West-Areals und des Nord-Ost-Areals mit den alten Affenanlagen, s. C. 5 und C. 7 des M 227 vom 28.11.2008 (§ 5306 vom 29.01.2009). Diese beiden Areale von insgesamt ca. fünf Hektar stellen die einzigen zusammenhängenden Großflächen des Frankfurter Zoos dar, auf denen eine zukunftsweisende Zooentwicklung stattfinden könnte. Wie oben dargestellt, entstehen die beiden Großareale jeweils in Phase II bzw. Phase III. Jedes Areal soll sich auf eines der großen, artenreichen Wildnisgebiete beziehen, in denen die ZGF aktiv ist, um eine klare Verbindung zwischen den Tieren im Zoo und dem Naturschutz im Freiland zu schaffen. Jedes Areal soll darüber hinaus mit einen "Besucher-Informationszentrum" ausgestattet sein, in dem Naturschutzprojekte vorgestellt werden. Hohe Priorität hat außerdem eine attraktive Zoogastronomie als weiteres Besucher-Highlight. Zu Frage
  17. Wie bereits in Ziff. 3 des B 423 vom 22.12.2017 (§ 2322 v. 01.03.2018) dargestellt, richtet sich der Investitionsmittelbedarf nach einem künftig zu erstellenden Zookonzept.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. September 2017AA 249Zukunft des Zoologischen GartensSTVV-Anfrage · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 22. Dezember 2017BB 423Zukunft des Zoologischen GartensMagistratsbericht
  3. 18. Mai 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 35 Wochen
    BB 143Zukunft des Zoologischen Gartens
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 4
Sitzung 23 · 05.06.2018
TO I, TOP 20
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 143 dient unter Hinweis auf OM 3259 zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 23 · 09.08.2018
TO I, TOP 11
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 143 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen