.Besitzbare Stadt. - Zum Wohl der Seniorinnen und Senioren
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Thema Fußverkehr verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 15.03.2013, B 134
Betreff: "Besitzbare Stadt" - Zum Wohl der Seniorinnen und Senioren Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 13.12.2012, § 2490 - NR 420/12 FREIE WÄHLER - Generell ist eine Aufstellung altersgerechter Sitzgelegenheiten für Seniorinnen und Senioren in den öffentlichen Straßen- und Grünräumen möglich, sofern die örtlichen Gegebenheiten (z. B. Fußwegbreiten) dies zulassen. Das heißt, die Fläche des beabsichtigten Standorts muss sich in der Verwaltung der Stadt Frankfurt am Main befinden. Darüber hinaus muss der Abstand zwischen Sitzbank und Bordstein weiterhin einen barrierefreien Gehweg gewährleisten. Zudem sollte die Sitzbank nicht direkt unter Fenstern an Wohngebäuden platziert, sondern der Abstand so ausreichend gewählt werden, dass sich keine Anwohner gestört fühlen. Letztlich sollte die Anzahl von Sitzbänken im Hinblick auf langfristige Unterhaltungskosten auf eine realistische Menge begrenzt sein. In Frankfurt gibt es bereits ähnliche Aktivitäten wie bei dem angesprochenen Projekt "Besitzbare Stadtteile" aus Griesheim bei Darmstadt. Während des von 2006 bis 2010 laufenden Bundesforschungsprojektes "Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume" wurde für das Nordend ein Sitzroutenkonzept entwickelt. Hierin war das Dezernat VI (Verkehr), Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung, involviert. Die Zielsetzung bestand darin, exemplarisch entlang bestimmter Routen in regelmäßigen Abständen Sitzelemente aufzustellen. Dabei lag der Fokus auf besonders stark frequentierten Geschäftsstraßen sowie auf Zugängen zu großen Parks und ausgewählten ÖPNV-Haltestellen. Mit den Sitzrouten sollen die Aktionsradien mobilitätseingeschränkter Menschen sowie die Nutzbarkeit des Straßenraums zum Aufenthalt für alle erhöht werden. Insbesondere für ältere Menschen ist die "Bank an der Ecke" eine willkommene Gelegenheit für eine kleine Rast. Im Rahmen des Projekts wurden im Nordend über 40 neue Bänke aufgestellt. Darüber hinaus wurden einige Bereiche mit multifunktionalen Sitzwürfeln und verrückbaren Stühlen ausgestattet. Während der Erarbeitung des Sitzroutenkonzepts und bei der Auswahl geeigneter Standorte für Sitzgelegenheiten hat sich als zielführend erwiesen, dass auch die Interessenvertreter älterer Menschen mit einbezogen wurden. Seit 2010 verfügt die Stadt Frankfurt am Main außerdem über ein seniorengerechtes Sitzbankmodell, das aus dem Modell der "Frankfurter Bank" weiterentwickelt wurde. Entsprechende Bänke befinden sich in der Erprobungsphase. Sie wurden zunächst an allen Seniorenfitnessanlagen aufgestellt. Die seniorengerechten Bänke verfügen über eine höhere Sitzfläche, Armlehnen und gerade Rückenlehnen, um das Aufstehen zu erleichtern. Dieser Typ kann auch an anderer Stelle im Stadtgebiet im Austausch gegen die Frankfurter Bank Verwendung finden. Die Entwicklung weiterer Sitzgelegenheits-Typen, wie z. B. Stehsitze, wird der Magistrat prüfen und diese ggf. in einem weiteren Pilotprojekt erproben. Dies zeigt, dass der Magistrat die Einrichtung von Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet begrüßt. Der Magistrat weist aber darauf hin, dass die im vorliegenden Fall in Rede stehenden altersgerechten Sitzgelegenheiten für Seniorinnen und Senioren trotz ihrer anzuerkennenden Sinnhaftigkeit grundsätzlich nicht als städtischer Standard in Frankfurt am Main zu etablierten sind. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich - mangels finanzieller Umsetzungsmöglichkeiten aufgrund der schwierigen Haushaltslage - erübrigt, durch Magistrat und Verwaltung zu ermitteln, ob und wo neue Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet aufgestellt werden könnten. Initiativen beispielweise aus dem Kreis der Frankfurter Bürgerschaft bzw. durch Organisationen oder Firmen in Form von Finanz-, Sachmitteln oder Dienstleistungen wären aus Sicht des Magistrats mögliche Alternativen, um mit fachlicher Unterstützung der Dezernate neue Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet aufstellen, warten und pflegen zu können. Von Seiten der Stadt ist ein Austausch vorhandener Normbänke zu seniorengerechten Bänken an Bedarfsstellen möglich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. Oktober 2012NRNR 420.Besitzbare Stadt. - Zum Wohl der Seniorinnen und SeniorenSTVV-Antrag · FREIE_WÄHLER
- 15. März 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 134.Besitzbare Stadt. - Zum Wohl der Seniorinnen und SeniorenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE., Piraten und RÖMER (= Kenntnis)