CO2-Bilanz von Kunstwerken, die auf die CO2-Problematik hinweisen sollen
Zusammenfassung
Der Magistrat hat die CO2-Bilanz des Kunstwerks Pectus Excavatum von Bunny Rogers geprüft und festgestellt, dass das verwendete Kühlaggregat energieeffizient ist und die Ausstellung in einem Gebäude mit Ökostrom betrieben wird. Dies unterstützt die künstlerische Auseinandersetzung mit der Problematik des Klimawandels.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBericht
Der Magistrat hat zu den künstlerischen und technischen Aspekten des Kunstwerks Pectus Excavatum, das von der Künstlerin Bunny Rogers speziell für das ZOLLAMT konzipiert wurde, bereits ausführlich Stellung genommen. Wie bereits dargelegt, handelte es sich bei dem Kühlaggregat der Marke Competence in Ice, Sport & Solar ISS um ein Gerät modernster Bauart und in hohem Maße energieeffizient nach EU-Norm. Es verwendet ausschließlich modernste Kältemittel und ist auf nachhaltigen Einsatz ausgelegt. Die Firma ISS arbeitet nach eigenen Angaben CO2-neutral, indem betriebliche CO2-Emissionen kompensiert werden. Der Magistrat vertritt weiterhin die Auffassung, dass städtische Kultureinrichtungen in künstlerischen Fragen unabhängig agieren können sollen und deshalb vorab keine Weisungen oder Anordnungen des Magistrats für ihre kuratorische Tätigkeit einholen müssen. Letztere beinhaltet auch die Art und Auswahl der gezeigten Kunstwerke. Angriffen auf die Freiheit der Kunst wird der Magistrat sich entgegenstellen. Der Magistrat ist besorgt über die zunehmende Verbreitung unwissenschaftlicher bzw. wissenschaftlich längst widerlegter Behauptungen über den derzeit zu beobachtenden globalen Klimawandel seitens sog. 'Klimaskeptiker' oder 'Klimawandelleugner' und begrüßt deshalb ausdrücklich Aktivitäten, die sich mit der Problematik des Klimawandels auseinandersetzen. Der Magistrat begrüßt auch die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem oder anderen aktuellen gesellschaftlichen Themen. Dies vorausgeschickt, beantwortet der Magistrat die Fragen wie folgt:
Zu 1.: Das verwendete Kühlaggregat der Marke Competence in Ice, Sport & Solar ISS hat nach Angaben des Herstellers eine maximale Stromaufnahme von 30 A und einer Aufnahmeleistung von maximal 17 kW. Mit welchen Anteilen der maximalen Aufnahmeleistung das Gerät im Ausstellungszeitraum über welche Einzelzeiträume jeweils betrieben wurde lässt sich ex post nicht mehr feststellen, insofern lässt sich eine Aussage bzgl. der durchschnittlichen Leistung als Anteil der Gesamtleistung nicht sinnvoll treffen.
Zu 2.: Die Ausstellung fand im MMK Zollamt statt. Dessen Räumlichkeiten sind von der Stadt Frankfurt beim Bistum Limburg angemietet. Die Nebenkosten werden aufgrund der genutzten Quadratmeter abgerechnet. Eine Stromrechnung eigens für den Bereich des Museums gibt es deshalb nicht. Das Bistum Limburg bezieht nach Angaben der dort zuständigen Stelle Ökostrom. Es ist mithin davon auszugehen, dass der für das Kunstwerk von Bunny Rogers genutzte elektrische Strom aus regenativen Energiequellen stammt, dessen Erzeugung keine oder nur geringfügige CO2-Nettoemmissionen zeitigte und dessen Ankauf Marktanreize zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und damit für zukünftige CO2-Einsparungen setzt.
Zu 3.: Der Magistrat hält insbesondere vor dem Hintergrund der eingangs erwähnten Sachverhalte die Kosten für das Kühlaggregat und die unter 1. angegebenen Stromverbrauchswerte nach Herstellerangaben für angemessen, gleiches gilt für die unter 2. dargestellte Sachlage in Bezug auf die CO2-Bilanz.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. November 2019BB 447Pextus ExcavatumMagistratsbericht
- 4. Dezember 2019AA 613CO2-Bilanz von Kunstwerken, die auf die CO2-Problematik hinweisen sollenSTVV-Anfrage · AfD
- 6. März 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 WochenBB 119CO2-Bilanz von Kunstwerken, die auf die CO2-Problematik hinweisen sollenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis)