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Neubebauung des Dom-Römer-Areals

Vorlagentyp: B
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 12.02.2010, B 102

Betreff: Neubebauung des Dom-Römer-Areals Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 12.11.2009, § 7017 - NR 562 SPD, B 802/09 - Zwischenbericht: Der Magistrat hat gemäß des Beschlusses § 2441 der Stadtverordnetenversammlung vom 06.09.2007 für den Archäologischen Garten einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerb ist ein weiterer wichtiger Abschnitt im Planungsprozess für die Neubebauung des Dom-Römer-Areals. Eine Überbauung des Archäologischen Gartens eröffnet die Chance, die historische Keimzelle der Stadt Frankfurt am Main mit einem öffentlichen Gebäude zu bebauen. Ein Gebäude über dem Archäologischen Garten integriert die geplante Häuserzeile am Markt und vermittelt zwischen den unterschiedlichen vorhandenen und geplanten Gebäudestrukturen. Es wertet die unbefriedigende Nachkriegssituation mit der tiefliegenden Freifläche vor dem freigestellten Dom auf. Es wurde ein Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren für 30 Teilnehmer gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe durchgeführt. Folgende Eckpunkte sind Teil der Aufgabenstellung gewesen: Das"Besucherzentrum"(Ort der Begegnung für Frankfurter Bürger, Besucher und Politik) beinhaltet im Obergeschoß ein multifunktional nutzbares Raumprogramm für Veranstaltungen der Stadt Frankfurt und unten eine Ausstellungsebene für den Archäologischen Garten. In dem multifunktionalen Zentrum sollen auch die technischen Nebenräume verfügbar sein, die für kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen von gesamtstädtischer Bedeutung unabdingbar sind. Der Archäologische Garten soll als bedeutendes Kulturdenkmal museal-didaktisch präsentiert werden. Die Höhe der künftigen Bebauung orientiert sich am Gebäude der Kultur-Schirn. Das Gebäude soll auf die Geschichte des Ortes und die vielschichtige städtebauliche Situation reagieren, zwischen den Gebäuden aus verschiedenen Epochen vermitteln und sie zu einem neuen Ensemble verknüpfen. Die Häuserzeile am Markt mit den zu rekonstruierenden Häusern "Goldene Waage" und "Rotes Haus" wird dabei in das Ensemble integriert. Das Bodendenkmal Archäologischer Garten wird öffentlich zugänglich bleiben und die Mauerreste der ehemaligen karolingischen Königshalle können in der unteren Ebene museal präsentiert werden. Die Planungsaufgabe wurde im Rahmen des Wettbewerbs europaweit ausgeschrieben. Aus 105 Bewerbungen wurden 30 Teilnehmer ausgewählt. Hierbei war die städtebaulich-architektonische Qualität ihrer ausgeführten vergleichbaren Referenzprojekte ausschlaggebend. 26 Büros haben Arbeiten eingereicht. Jeder Teilnehmer konnte einen Hauptentwurf mit dem so genannten "Tisch" der Kultur-Schirn und optional einen Alternativentwurf ohne "Tisch" einreichen. Keiner der Teilnehmer hat von dieser Möglichkeit in konzeptionell nennenswerter Weise Gebrauch gemacht. Am 17. Dezember 2009 tagte das Preisgericht, dem auch Vertreter der Stadtverordnetenversammlung angehörten. Das Gremium hat entschieden, folgende Preise zu vergeben:

  1. Preis: Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit Martin Froh, Berlin
  2. Preis: Kleihues + Kleihues, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
  3. Preis: Braun & Schlockermann und Partner GbR, Frankfurt a.M.
  4. Preis: ARGE: Meurer Architekten mit cba architectes, Frankfurt a.M. / Luxembourg Das Preisgericht hat in der Beurteilung der Entwürfe Empfehlungen zur Überarbeitung genannt. Im Rahmen des nun anstehenden VOF-Verfahrens wird angestrebt, die Arbeiten gemäß der Empfehlungen durch die Preisträger überarbeiten zu lassen. In Verbindung mit der Überarbeitung wird ein museumsdidaktisches Konzept für den archäologischen Ausstellungs- und Grabungsbereich festgelegt. Im Anschluss wird die Dom-Römer GmbH den weiteren Planungsprozess für das Gebäude betreuen und die Baumaßnahme umsetzen. Parallel wird der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung im zuständigen Ausschuss mündlich über den Fortgang der Überarbeitungen berichten. Anlage 1 (ca. 312 KB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 12. Februar 2010 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 562 zurück — STVV-Antrag von SPD, beschlossen am 22. August 2007. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
KAV
Sitzung 44 · 08.03.2010
TO II, TOP 14
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 102 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 1
Sitzung 42 · 09.03.2010
TO I, TOP 22
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 102 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Zurückweisung)

Sonderausschusses "Dom-Römer"
Sitzung 19 · 26.04.2010
TO I, TOP 11
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 102 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Ablehnung:
Linke
Sonstige:
Freie Wähler (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG gegen LINKE. (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER (= Kenntnis)

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