Boom bei Nachbarschaftsläden
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Anfrage vom 08.06.2009, A 954
Betreff: Boom bei Nachbarschaftsläden Betriebe des großflächigen Einzelhandels bevorzugen Standorte auf der "grünen Wiese". Das ist die gängige Vorstellung. Aber inzwischen entstehen Einkaufszentren auch wieder innerhalb von Städten und Stadtteilzentren. Selbst für kleinere Märkte scheint die innerstädtische Lage inzwischen erheblich attraktiver zu werden, als es bisher der Fall war. Auf diese Weise kann die ökonomische Leistungsfähigkeit zentraler Stadtlagen erheblich gestärkt und die Nahversorgung der Wohnbevölkerung in den Stadtzentren und Stadtteilen positiv beeinflusst werden. Allerdings treten diese positiven Wirkungen nicht immer, nicht an allen Standorten und schon gar nicht von selbst ein. Wir fragen den Magistrat:
- Gibt es bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt und im Planungsdezernat Erkenntnisse über geeignete Standorte für kleinflächige Nachbarschafts-Supermärkte?
- Falls bis jetzt noch nicht, wie kann die Weiterentwicklung der Frankfurter Einzelhandels- und Zentrenstruktur die potentielle Nachfrage kleinflächiger Nachbarschafts-Supermärkte berücksichtigen?
- Sieht der Magistrat die Möglichkeit, die Nachfrage kleinflächiger Nachbarschafts-Supermärkte durch seine Beratung und Planung so zu steuern, dass besonders die Nahversorgung von solchen Stadtteilen verbessert wird, in denen bisher die meisten kleineren Läden inzwischen aufgegeben wurden?
- Wie wird der Magistrat die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, die ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Geschäftslagen ist, im Kontext solcher Ansiedlungen kleinflächiger Nachbarschafts-Supermärkte positiv beeinflussen? Begründung: In vielen Stadtteilen Frankfurts ist die Nahversorgung ein zentrales Thema für die Bürgerinnen und Bürger. Dabei rücken die sogenannten Nachbarschaftsläden verstärkt in den Blick, von denen erhofft wird, das Sie das Segment zwischen den immer mehr verschwindenden "Tante-Emma-Läden" einerseits und den sich nur für große Einzugsgebiete lohnenden Hypermärkten ausfüllen könnten. Auch in der Fachwelt und in der Presse wird inzwischen ein Boom bei solchen Nachbarschaftsläden erwartet. So planen die 30 größten internationalen Einzelhändler in den kommenden fünf Jahren eine Expansion mit kleinflächigen Nachbarschafts-Supermärkten. Außerdem wird der Zuwachs in diesem Segment nach einer Studie des internationalen Marktforschungsinstituts Planet Retail mit 4,1% fast doppelt so groß sein wie im Großflächensegment der Hypermärkte. Ein Grund dafür ist nach Meinung des Instituts die turbulente Wirtschaftlage, die bei den weltweit führenden Handelsunternehmen zu einer Neubewertung der Absatzwege geführt hat. In der Folge hätten viele Konzerne die Expansion mit Hypermärkten zugunsten von kleinflächigen Formaten zurückgefahren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Juni 2009Sie sind hierAA 954Boom bei NachbarschaftslädenSTVV-Anfrage · GRÜNE
- 4. September 2009Antwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 742Boom bei NachbarschaftslädenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate