Aktuelle Situation für Familien und insbesondere für Kinder in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften überprüfen
Zusammenfassung
Die Anfrage zielt darauf ab, die aktuelle Situation von Familien und Kindern in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften zu überprüfen. Es wird gefordert, die Lebensbedingungen zu verbessern und sicherzustellen, dass das Kindeswohl gewahrt bleibt. Ziel ist es, geeignete Unterkünfte für betroffene Familien zu finden und deren Lebensumfeld zu optimieren.
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Thema Wohnen verfolgenFragen an den Magistrat
Immer wieder gab es Berichte (mehrfach defacto im hr), die über unhaltbare und menschenunwürdige Zustände in Übergangsunterkünften für wohnungslose Frankfurter Bürger und Asylbewerber berichteten. Speziell Familien und insbesondere deren Kinder litten unter den Zuständen. So wurde zum Beispiel im vergangenen Jahr berichtet, dass auch wohnungslose Familien mit Kindern in Hotels im Bahnhofsviertel untergebracht wurden. Da es bisher auf Nachfragen (B 53/19 und F 1884/19) keine zufriedenstellenden Antworten gab und anzunehmen ist, dass sich die Situation durch die Pandemie und den Lockdown mit Kindergarten- und Schulschließungen für Familien in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften noch verschlechtert hat, muss diese Thema noch einmal aufgegriffen werden. Denn das Kindeswohl und die Entwicklungsmöglichkeiten eines Kindes hängen auch zu einem großen Teil mit seinem Lebensumfeld zusammen. Zum Beispiel brauchen Schulkinder WLAN und einen Schreibtisch in einem ruhigen Raum, in dem sie gut lernen können. Kleine Kinder benötigen sichere Räume drinnen und draußen zum Spielen. Die Suche nach geeigneten Unterkünften insbesondere für Familien muss unter den aktuellen Gegebenheiten wesentlich stärker und lösungsorientierter vorangetrieben werden. Gegebenenfalls muss der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe dabei durch die Stadt oder eine weitere Institution/Verein unterstützt werden. Wir fragen den Magistrat:
- Wie viele Familien sind zurzeit in Hotels, Pensionen, privaten Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, wie lange wohnen sie dort schon und wie viele Räume (inklusive Kochgelegenheit, sanitäre Anlagen, kindgerechten Spielmöglichkeiten) stehen ihnen dort separat oder gemeinschaftlich mit anderen Bewohnern zur Verfügung? (Bitte detaillierte Auflistung nach Unterkunft und mit Anzahl der Familienmitglieder und separate Auflistung, wie viele davon sich im Bahnhofsviertel oder naher Umgebung befinden)
- Besteht für die schulpflichtigen Kinder der Familien ab der ersten Klasse in den Gemeinschafts- und Übergangsunterkünften eine Lernmöglichkeit (z. Bsp. Schreibtisch) und ein WLAN-Anschluss bzw. in wie vielen Unterkünften ist das nicht möglich (bitte detaillierte Auflistung der Unterkünfte)?
- In wie vielen Gemeinschafts- und Übergangsunterkünften bestehen kindgerechte Spielmöglichkeiten und wo wird eine entsprechende Möglichkeit noch geschaffen werden?
- Ist in den Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften das Kindeswohl immer gesichert? Wenn ja, wie? Wenn nein, welche Maßnahmen sind erforderlich?
- Ist in den Einrichtungen ein Mindestmaß an Kontakt mit Kindern und Erwachsenen der Stadtgesellschaft und der deutschen Sprache möglich? Wenn ja, durch welche Angebote/Maßnahmen? Wenn nein, mit welchen Maßnahmen und Angeboten könnte das geändert werden?
- Wie und mit welchem Erfolg (bitte konkrete Zahl angeben) haben der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe und der Magistrat in den vergangenen Monaten versucht, vor allem Familien aus unpassenden Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften in anderen und vor allem passenderen Unterkünften unter zu bringen?
- Wie kontinuierlich erfolgt die Kommunikation mit den Familien in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften über ihre Probleme und Schwierigkeiten in den Unterkünften bzw. gibt es einen konkreten Ansprechpartner für Familien beim Evangelischen Verein für Wohnraumhilfe oder bei der Stadt, der Mängel in den Unterkünften zeitnah beseitigt und den Familien hilft, Schwierigkeiten zu lösen?
- Werden Familien in unpassenden Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften einfach auf längere Zeit ihrem Schicksal überlassen oder nimmt sich jemand ihrer Situation an?
- Falls es zutrifft, dass sich jemand ihrer Situation annimmt, wer unternimmt konkret welche Maßnahmen, um die Gegebenheiten für Familien in unpassenden Gemeinschafts- und Übergangsunterkünften zu verbessern und um sie in bessere Unterkünfte weiter vermitteln zu können?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. März 2021Sie sind hierAA 831Aktuelle Situation für Familien und insbesondere für Kinder in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften überprüfenSTVV-Anfrage · FDP
- 28. Mai 2021Antwort des Magistrats · nach 11 WochenBB 228Aktuelle Situation für Familien und insbesondere für Kinder in Übergangs- und Gemeinschaftsunterkünften überprüfenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate